Die Organisation „LichtBrücke“

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Sie hören nun ein Gespräch. Dazu sollen Sie 10 Aufgaben lösen. Sie hören das Gespräch zweimal. Entscheiden Sie beim Hören, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.

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R = Reporter / Reporterin
K = Frau Sabine Keller, Leiterin von „LichtBrücke“

R:
Heute sind wir in Köln-Nippes unterwegs, genauer gesagt in einem ganz normalen Mietshaus. Hier befindet sich das Büro der Hilfsorganisation „LichtBrücke“. Viele Menschen haben die Helfer dieser Gruppe schon gesehen, wissen aber oft nicht, wer sie sind. Bei mir ist Frau Sabine Keller, die Leiterin der Organisation. Guten Tag, Frau Keller.

K:
Guten Tag, schön, dass Sie da sind.

R:
Ich muss ehrlich sagen: Ich habe erst vor Kurzem von „LichtBrücke“ erfahren. Vielleicht geht es vielen Hörern genauso. Können Sie erklären, was genau Ihre Organisation macht?

K:
Gerne. „LichtBrücke“ unterstützt Menschen, die im Alltag besonders verletzlich sind. Wir helfen ausschließlich älteren Menschen, schwer kranken Personen, schwangeren Frauen und Kindern ohne Eltern. Unsere Helfer begleiten sie zu Arztbesuchen, erledigen Einkäufe oder sind einfach da, wenn jemand Angst hat oder sich allein fühlt.

R:
Also keine allgemeine Sozialarbeit?

K:
Nein, ganz bewusst nicht. Wir haben uns auf diese vier Gruppen beschränkt, weil wir dort den größten Bedarf gesehen haben.

R:
Seit wann gibt es „LichtBrücke“?

K:
Die Organisation gibt es seit knapp drei Jahren. Ich selbst leite sie seit etwas mehr als zweieinhalb Jahren.

R:
Wie ist die Idee entstanden?

K:
Ich habe früher mehrere Monate in Großbritannien gearbeitet. Während dieser Zeit war ich oft in London, auch beruflich. Besonders prägend waren für mich Besuche in großen Krankenhäusern und Geburtskliniken. Dort habe ich gesehen, wie allein viele alte, kranke oder schwangere Menschen sind. Nach diesen Erfahrungen wollte ich in Deutschland etwas aufbauen, das genau diesen Menschen hilft.

R:
Wer engagiert sich bei Ihnen?

K:
Ganz unterschiedliche Leute. Bei uns helfen Schülerinnen, Auszubildende, Studierende, Berufstätige und auch Rentner. Manche kommen direkt nach der Arbeit, andere nur am Wochenende. Wichtig ist nicht, wie alt jemand ist, sondern ob er Verantwortung übernehmen will.

R:
Wann sind Ihre Helfer unterwegs?

K:
Zu ganz unterschiedlichen Zeiten. Viele Einsätze finden tagsüber statt, etwa bei Arztterminen. Es gibt aber auch Einsätze am Abend, zum Beispiel wenn jemand Angst hat, allein zu Hause zu sein. Wir arbeiten also nicht nur nachts.

R:
Kann man Ihre Helfer erkennen?

K:
Ja. Alle tragen eine grüne Jacke mit weißem Schriftzug „LichtBrücke“. Das ist wichtig, damit die Menschen wissen, dass sie zu unserer Organisation gehören.

R:
Gibt es klare Regeln?

K:
Ja. Während der Einsätze sind Alkohol und Rauchen streng verboten. Außerdem erwarten wir Zuverlässigkeit und respektvollen Umgang.

R:
Wie groß ist Ihre Gruppe?

K:
In Köln haben wir etwa 55 aktive Helfer. In anderen Städten gibt es ähnliche Initiativen, aber „LichtBrücke“ selbst gibt es bislang nur hier.

R:
Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

K:
Ich hoffe, dass mehr Menschen verstehen, dass Hilfe oft ganz klein beginnt. Man muss nicht alles lösen. Man muss nur anfangen.

R:
Vielen Dank für das Gespräch, Frau Keller.

K:
Sehr gern.

0 / 10 richtige Optionen

1

Die Organisation „LichtBrücke“ hat ihr Büro in einem Wohnhaus in Köln.

Nr. 1 – RICHTIG (+)

Aussage: „Die Organisation ‚LichtBrücke‘ hat ihr Büro in einem Wohnhaus in Köln.“

Information aus dem Hörtext:
Der Reporter sagt: „…in einem ganz normalen Mietshaus. Hier befindet sich das Büro … in Köln-Nippes.“

Warum ist das richtig?
Ein Wohnhaus in Köln wird eindeutig als Standort des Büros genannt.

Typischer Stolperpunkt:
Der Stadtteil (Köln-Nippes) darf nicht überhört werden.

2

Frau Keller leitet „LichtBrücke“ seit über zwei Jahren.

Nr. 2 – RICHTIG (+)

Aussage: „Frau Keller leitet ‚LichtBrücke‘ seit über zwei Jahren.“

Information aus dem Hörtext:
Frau Keller sagt: „…seit etwas mehr als zweieinhalb Jahren.“

Warum ist das richtig?
Zweieinhalb Jahre sind eindeutig mehr als zwei Jahre.

Typischer Stolperpunkt:
Zeitangaben wie „knapp drei Jahre“ und „zweieinhalb Jahre“ dürfen nicht verwechselt werden.

3

Dem Reporter war die Organisation schon lange bekannt.

Nr. 3 – FALSCH (–)

Aussage: „Dem Reporter war die Organisation schon lange bekannt.“

Information aus dem Hörtext:
Der Reporter sagt: „Ich habe erst vor Kurzem von ‚LichtBrücke‘ erfahren.“

Warum ist das falsch?
„Erst vor Kurzem“ ist das Gegenteil von „schon lange bekannt“.

Typischer Stolperpunkt:
Eigene Erwartungen des Hörers dürfen nicht in den Text hineininterpretiert werden.

4

Die Helfer von „LichtBrücke“ sind nur nachts unterwegs.

Nr. 4 – FALSCH (–)

Aussage: „Die Helfer von ‚LichtBrücke‘ sind nur nachts unterwegs.“

Information aus dem Hörtext:
Es wird gesagt, dass viele Einsätze tagsüber stattfinden und einige auch am Abend.

Warum ist das falsch?
Die Aussage beschränkt die Einsätze auf die Nacht, was dem Hörtext widerspricht.

Typischer Stolperpunkt:
„Auch am Abend“ bedeutet nicht „nur nachts“.

5

Die Idee für „LichtBrücke“ kommt aus einem Londoner Krankenhaus.

Nr. 5 – FALSCH (–)

Aussage: „Die Idee für ‚LichtBrücke‘ kommt aus einem Londoner Krankenhaus.“

Information aus dem Hörtext:
Frau Keller berichtet von Aufenthalten in London und von Eindrücken aus Krankenhäusern und Geburtskliniken.

Warum ist das falsch?
Der Hörtext nennt London und Krankenhäuser als Orte von Erfahrungen, aber nicht als Ursprung oder Quelle der Idee. Die Idee entstand durch persönliche Beobachtungen, nicht durch ein bestimmtes Krankenhaus.

Typischer Stolperpunkt:
Wörter wie „London“ und „Krankenhaus“ stehen nah beieinander und können beim Hören fälschlich verbunden werden.

6

„LichtBrücke“ wurde zusammen mit obdachlosen Jugendlichen gegründet.

Nr. 6 – FALSCH (–)

Aussage: „‚LichtBrücke‘ wurde zusammen mit obdachlosen Jugendlichen gegründet.“

Information aus dem Hörtext:
Von obdachlosen Jugendlichen ist im Zusammenhang mit der Gründung nicht die Rede.

Warum ist das falsch?
Die Aussage fügt eine Information hinzu, die im Hörtext nicht genannt wird.

Typischer Stolperpunkt:
Ähnliche soziale Themen dürfen nicht vermischt werden.

7

In Köln engagieren sich bei „LichtBrücke“ ausschließlich Schüler und Azubis.

Nr. 7 – FALSCH (–)

Aussage: „In Köln engagieren sich bei ‚LichtBrücke‘ ausschließlich Schüler und Azubis.“

Information aus dem Hörtext:
Es werden Schülerinnen, Auszubildende, Studierende, Berufstätige und Rentner genannt.

Warum ist das falsch?
Die Aussage ist zu stark eingeschränkt und lässt mehrere genannte Gruppen weg.

Typischer Stolperpunkt:
Absolute Wörter wie „ausschließlich“ sind besonders gefährlich.

8

Alle Helfer tragen eine grüne Jacke mit weißem Schriftzug.

Nr. 8 – RICHTIG (+)

Aussage: „Alle Helfer tragen eine grüne Jacke mit weißem Schriftzug.“

Information aus dem Hörtext:
Frau Keller sagt: „Alle tragen eine grüne Jacke mit weißem Schriftzug ‚LichtBrücke‘.“

Warum ist das richtig?
Kleidung und Aufschrift werden eindeutig beschrieben.

Typischer Stolperpunkt:
Farbe und Schriftzug müssen genau stimmen.

9

Die Helfer dürfen während der Einsätze keinen Alkohol trinken und nicht rauchen.

Nr. 9 – RICHTIG (+)

Aussage: „Die Helfer dürfen während der Einsätze keinen Alkohol trinken und nicht rauchen.“

Information aus dem Hörtext:
Frau Keller sagt, dass Alkohol und Rauchen streng verboten sind.

Warum ist das richtig?
Das Verbot wird ausdrücklich genannt.

Typischer Stolperpunkt:
„Streng verboten“ darf nicht abgeschwächt interpretiert werden.

10

In Deutschland gibt es „LichtBrücke“ nur in Köln.

Nr. 10 – RICHTIG (+)

Aussage: „In Deutschland gibt es ‚LichtBrücke‘ nur in Köln.“

Information aus dem Hörtext:
Frau Keller sagt: „‚LichtBrücke‘ selbst gibt es bislang nur hier.“

Warum ist das richtig?
Andere Städte werden ausdrücklich ausgeschlossen.

Typischer Stolperpunkt:
Ähnliche Initiativen sind nicht dasselbe wie dieselbe Organisation.

Audio in dieser Übung wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

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