Jugendservice

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Hörtext – Interview
R = Reporterin / Reporter  
K = Herr Neumann, Mitarbeiter im Jugendservice „JunoLine“

R:  
Hallo und herzlich willkommen aus Leipzig! Wir melden uns heute aus dem Jugendservice „JunoLine“, einer Informationsstelle für junge Menschen, die sich über Freizeit, Beratung oder Ausbildung orientieren möchten. Herr Neumann arbeitet hier seit mehreren Jahren und kennt die Anliegen der Jugendlichen gut. Schön, dass Sie mit uns sprechen.

K:  
Sehr gern. Ich freue mich über das Interesse.

R:  
Herr Neumann, was genau bietet „JunoLine“ an?

K:  
Wir geben Jugendlichen zwischen 13 und 21 Jahren Auskunft zu vielen Themen: Veranstaltungen, Sportmöglichkeiten, kulturelle Angebote, Beratungsstellen und manchmal auch zu Ausbildungswegen. Im letzten Jahr hatten wir über 8.000 Kontakte, und in manchen Monaten erreichen uns mehr als 900 Anfragen.

R:  
Wie kommen die Jugendlichen zu Ihnen?

K:  
Ganz unterschiedlich. Viele nutzen unseren Chat oder schreiben eine E-Mail. Andere rufen an, wenn sie schnell etwas wissen möchten. Und manche informieren sich über unsere Website. Es kommt auch vor, dass uns Jugendliche aus dem Ausland kontaktieren – wir hatten schon Anfragen aus Polen, Spanien und Kanada.

R:  
Welche Fragen werden am häufigsten gestellt?

K:  
Schulklassen möchten oft wissen, wie sie ihren Aufenthalt in Leipzig planen können. Andere suchen nach Workshops, Konzerten oder Sportangeboten. Die Leipziger selbst fragen häufig nach Jugendtheater oder Festivals.

R:  
Gibt es auch ungewöhnliche Anfragen?

K:  
Ja, regelmäßig. Einmal wollte jemand wissen, ob man in Leipzig Alpakas streicheln kann. Ein anderes Mal fragte ein 16‑Jähriger nach „Luna“. Wir dachten zuerst, er suche eine Person. Am Ende stellte sich heraus, dass er die Adresse eines kleinen Theaters namens „Lunarium“ meinte. Solche Missverständnisse passieren öfter.

R:  
Wie lange dauert es, bis man eine Information bekommt?

K:  
Normalerweise dauert ein Gespräch 10 bis 15 Minuten. Aber manchmal müssen wir selbst recherchieren. Für die Alpaka‑Frage mussten wir mehrere Höfe kontaktieren. Zwei Tage später konnten wir dann eine Antwort geben.

R:  
Sind Sie jeden Tag erreichbar?

K:  
Wir sind montags bis freitags von 9 bis 19 Uhr erreichbar. Am Wochenende haben wir geschlossen.

R:  
Kümmern Sie sich auch um persönliche Probleme?

K:  
Wir hören zu und geben Hinweise, wo man Hilfe findet. Aber wir sind keine psychologische Beratung. Bei ernsten Fällen – etwa wenn jemand seine Ausbildung abgebrochen hat oder Stress zu Hause hat – empfehlen wir spezialisierte Stellen. Solche Gespräche können auch mal eine Stunde dauern.

R:  
Was ist besonders gefragt?

K:  
Alles rund um Musik und Sport. Viele Sportgruppen sind allerdings voll, weil die Vereine in den letzten Jahren stark gewachsen sind. Da können wir oft nur Alternativen nennen.

R:  
Und was machen Sie nach der Arbeit?

K:  
Ich gehe joggen. Viele denken, das sei entspannend, aber ich laufe schnell und intensiv. Danach bin ich zwar müde, aber der Kopf ist frei.

R:  
Herr Neumann, vielen Dank für das Gespräch.

K:  
Sehr gern.

0 / 10 richtige Optionen

1

Der Reporter telefoniert mit Herrn Neumann vom „JunoLine“-Büro.

1 – F.
Das Gespräch ist ein Interview vor Ort: Der Reporter sagt, dass sie sich „aus dem Jugendservice“ melden. Ein Telefonat wird nicht genannt.
telc-Falle: telefoniert ≠ Interview vor Ort (fehlende Information = falsch).

2

Jugendliche können sich bei „JunoLine“ über Freizeitangebote informieren.

2 – R.
Herr Neumann erklärt, dass „JunoLine“ Auskunft über Veranstaltungen, Sportmöglichkeiten und kulturelle Angebote gibt. Das sind Freizeitangebote.
telc-Falle: Synonyme/Paraphrase: „Freizeitangebote“ entspricht den genannten Beispielen.

3

„JunoLine“ organisiert selbst Workshops und Veranstaltungen.

3 – F.
Im Text geht es um Auskünfte und Informationen. Es wird nicht gesagt, dass „JunoLine“ selbst Workshops oder Veranstaltungen durchführt.
telc-Falle: informieren/auskunft geben ≠ organisieren.

4

Es gab schon Anrufe aus anderen Ländern.

4 – R.
Es wird ausdrücklich erwähnt, dass es Kontakte aus dem Ausland gab, mit Beispielen (Polen, Spanien, Kanada).
telc-Falle: „es kommt auch vor“ = ja, passiert tatsächlich (nicht nur Möglichkeit).

5

Am Wochenende ist das „JunoLine“-Büro geschlossen.

5 – R.
Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags; zusätzlich steht: „Am Wochenende haben wir geschlossen.“
telc-Falle: Werktage ≠ Wochenende (klare Zeitangabe).

6

Informationen von „JunoLine“ bekommt man nur telefonisch.

6 – F.
Jugendliche können „JunoLine“ nicht nur telefonisch erreichen, sondern auch per Chat, E-Mail und über die Website.
telc-Falle: „nur“ / „ausschließlich“ (absolutes Wort → sofort prüfen).

7

Manchmal dauert es mehrere Tage, bis „JunoLine“ eine Antwort geben kann.

7 – R.
Beim Beispiel mit den Alpakas wird gesagt: „Zwei Tage später konnten wir dann eine Antwort geben.“ Das zeigt, dass es manchmal mehrere Tage dauert.
telc-Falle: „manchmal“ = Einzelfall reicht als Beleg; nicht verwechseln mit „immer“.

8

„JunoLine“ vermittelt Ausbildungsplätze direkt an Jugendliche.

8 – F.
Es wird nur von Orientierung und Hinweisen zu Ausbildungswegen gesprochen. Eine direkte Vermittlung von Ausbildungsplätzen wird nicht genannt.
telc-Falle: orientieren/beraten ≠ direkt vermitteln.

9

Ein normales Gespräch mit „JunoLine“ dauert etwa eine Stunde.

9 – F.
„Normalerweise“ dauert ein Gespräch 10 bis 15 Minuten. Eine Stunde wird nur für ernste Fälle erwähnt („können auch mal“).
telc-Falle: normalerweise ≠ Ausnahmefall; „können“ ≠ „ist immer“.

10

Das „JunoLine“-Büro gibt auch Hinweise, wo man bei Problemen Hilfe finden kann.

10 – R.
Herr Neumann sagt klar, dass sie zuhören und Hinweise geben, wo man Hilfe findet, und bei ernsten Fällen spezialisierte Stellen empfehlen.
telc-Falle: Hilfe geben ≠ psychologische Beratung (weiterverweisen ist trotzdem Hilfe).

Audio in dieser Übung wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

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