Sollten Kinder Geld verdienen?

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Sie hören nun fünf kurze Texte. Dazu sollen Sie fünf Aufgaben lösen.
Sie hören diese Texte nur einmal.
Entscheiden Sie beim Hören, ob die Aussagen 1 - 5 richtig oder falsch sind.
Lesen Sie jetzt die Aufgaben 1 - 5. Sie haben dazu 30 Sekunden Zeit.

45% (140 von 310 Personen konnten beim ersten Mal richtig antworten)

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Einleitung:
In vielen Familien wird darüber diskutiert, ob Kinder schon früh lernen sollten, mit Geld umzugehen. Wir haben Eltern gefragt, wie sie dieses Thema sehen und welche Erfahrungen sie damit gemacht haben. Hören Sie nun fünf kurze Aussagen.

Nummer 1
In unserer Familie versuchen wir, unseren Kindern zu zeigen, dass Geld nicht alles im Leben ist. Uns ist es viel wichtiger, dass sie sich auf die Schule konzentrieren, Sport treiben und vor allem Zeit mit der Familie verbringen. Mein Mann verdient kein hohes Einkommen, aber wir kommen gut zurecht. Wir erklären den Kindern, wie man Geld sinnvoll einteilt und spart. Dabei betonen wir immer wieder, dass gemeinsame Erlebnisse und Gespräche wichtiger sind als teure Kleidung oder technische Geräte.

Nummer 2
Mein Mann und ich finden es grundsätzlich gut, wenn Jugendliche irgendwann lernen, wie man selbst Geld verdient. Allerdings nicht innerhalb der Familie. Für Aufgaben im Haushalt bekommen unsere Kinder kein Geld. Einkaufen gehen, den Tisch abräumen oder das eigene Zimmer sauber halten gehört für uns ganz selbstverständlich zum Familienleben dazu. Dafür erwarten wir keine Bezahlung, sondern Verantwortungsgefühl.

Nummer 3
Da wir eine große Familie sind, können wir unseren Kindern nicht jeden Wunsch erfüllen. Deshalb haben sie gelernt, sich kleinere Extras selbst zu verdienen. Die älteren Kinder passen gelegentlich auf Nachbarskinder auf, während die jüngeren Botengänge übernehmen oder Prospekte austragen. Reich wird man damit sicher nicht, aber die Kinder merken so, dass Geld mit Aufwand verbunden ist und nicht einfach so vorhanden ist.

Nummer 4
Ich habe nichts dagegen, wenn Jugendliche ab einem bestimmten Alter in den Ferien oder am Wochenende jobben. Gerade für ältere Schüler kann das eine gute Erfahrung sein. Als unsere Tochter jedoch mit elf Jahren fragte, ob sie Zeitungen austragen dürfe, habe ich das abgelehnt. Für mich ist sie noch zu jung. Sie bekommt regelmäßig Taschengeld und zusätzlich Geld von den Großeltern. Damit muss sie vorerst auskommen.

Nummer 5
Bei uns gibt es eine klare Regel: Wenn unsere Töchter besondere Wünsche haben, können sie sich dieses Geld zusätzlich verdienen. Dafür bieten wir ihnen bestimmte Aufgaben im Haushalt an, die über das Alltägliche hinausgehen. Zum Beispiel bekommen sie Geld, wenn sie das Auto waschen oder im Garten helfen. Wir haben festgestellt, dass sie mit diesem selbst verdienten Geld viel bewusster umgehen als mit dem normalen Taschengeld.

0 / 5 richtige Optionen

1

Die Sprecherin findet, dass Zeit mit der Familie wichtiger ist als Geld.

Nummer 1 / Aufgabe 1 – Lösung: richtig

In Text 1 betont die Sprecherin mehrfach, dass Geld nicht alles im Leben ist. Zentrale Schlüsselwörter sind „viel wichtiger“, „Zeit mit der Familie“ sowie der klare Gegensatz zu „teurer Kleidung oder technischen Geräten“. Materielle Dinge werden bewusst niedriger bewertet als gemeinsame Erlebnisse.

  • Aussage: „Die Sprecherin findet, dass Zeit mit der Familie wichtiger ist als Geld.“
  • Warum richtig? Sie stellt Familie, Gespräche und gemeinsame Zeit ausdrücklich über Geld.
  • Typische Falle: Die Erklärung zum Sparen könnte als Fokus auf Geld missverstanden werden – tatsächlich dient sie nur der Einordnung, nicht der Priorisierung.
2

Die Sprecherin ist der Meinung, dass Kinder für Arbeiten im Haushalt bezahlt werden sollten.

Nummer 2 / Aufgabe 2 – Lösung: falsch

In Text 2 sagt die Sprecherin ausdrücklich, dass ihre Kinder kein Geld für Arbeiten im Haushalt bekommen. Tätigkeiten wie Einkaufen, Tisch abräumen oder das eigene Zimmer putzen gehören für sie selbstverständlich zum Familienleben und werden nicht bezahlt.

  • Aussage: „Die Sprecherin ist der Meinung, dass Kinder für Arbeiten im Haushalt bezahlt werden sollten.“
  • Warum falsch? Sie lehnt Bezahlung für Haushaltsaufgaben klar ab.
  • Typische Falle: „lernen, wie man selbst Geld verdient“ klingt positiv, bezieht sich aber ausdrücklich nicht auf Hausarbeit.
3

Der Sprecher meint, dass Kinder lernen sollen, wie man Geld verdient.

Nummer 3 / Aufgabe 3 – Lösung: richtig

In Text 3 erklärt der Sprecher, dass seine Kinder gelernt haben, sich kleinere Extras selbst zu verdienen. Durch Babysitten, Botengänge oder Prospekte austragen erfahren sie, dass Geld mit Aufwand verbunden ist. Genau dieses Lernen steht im Mittelpunkt.

  • Aussage: „Der Sprecher meint, dass Kinder lernen sollen, wie man Geld verdient.“
  • Warum richtig? Er beschreibt bewusst organisierte Möglichkeiten, bei denen Kinder Geld durch Arbeit verdienen.
  • Typische Falle: „Reich wird man damit nicht“ relativiert die Höhe des Verdienstes, nicht den Lerneffekt.
4

Die Sprecherin erlaubt ihrer Tochter im Moment noch nicht zu arbeiten.

Nummer 4 / Aufgabe 4 – Lösung: richtig

In Text 4 sagt die Sprecherin klar, dass sie ihrer elfjährigen Tochter das Arbeiten derzeit nicht erlaubt. Der entscheidende Satz lautet: „Für mich ist sie noch zu jung.“ Stattdessen bekommt das Kind Taschengeld und Geld von den Großeltern.

  • Aussage: „Die Sprecherin erlaubt ihrer Tochter im Moment noch nicht zu arbeiten.“
  • Warum richtig? Das Arbeiten wird ausdrücklich wegen des Alters abgelehnt.
  • Typische Falle: Die positive Haltung zu Ferienjobs für ältere Jugendliche darf nicht auf die Tochter übertragen werden.
5

Die Kinder des Sprechers arbeiten im Haushalt, wenn sie zusätzliche Wünsche haben.

Nummer 5 / Aufgabe 5 – Lösung: richtig

In Text 5 beschreibt der Sprecher eine klare Regel: Besondere Wünsche können sich die Töchter durch zusätzliche Aufgaben im Haushalt verdienen. Genannt werden ausdrücklich Tätigkeiten wie Auto waschen oder im Garten helfen.

  • Aussage: „Die Kinder des Sprechers arbeiten im Haushalt, wenn sie zusätzliche Wünsche haben.“
  • Warum richtig? Zusätzliche Wünsche sind direkt an zusätzliche Hausarbeiten gekoppelt.
  • Typische Falle: „über das Alltägliche hinausgehen“ ist entscheidend – es geht nicht um normale Pflichten, sondern um Extra-Arbeit.

Audio in dieser Übung wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

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