Warum Mallorca das Urlaubsziel Nummer 1 für Deutsche bleibt
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Moderator: Liebe Hörerinnen und Hörer, fast jeder von uns kennt jemanden, der seinen Sommerurlaub auf Mallorca verbringt – oder war selbst schon dort. Warum aber zieht es so viele Deutsche ausgerechnet dorthin? Darüber sprechen wir heute mit Frau Schreiber, Geschäftsführerin der großen Reisekette „FerienDirekt“ mit Sitz in Düsseldorf. Guten Tag, Frau Schreiber!
Frau Schreiber: Guten Tag – danke für die Einladung!
Moderator: Frau Schreiber, Mallorca ist seit Jahren das Top-Ziel deutscher Urlauber. Was macht die Insel so besonders?
Frau Schreiber: Mallorca ist eine Art „Erweiterung Deutschlands“. Die Flugzeit ist kurz, es gibt Direktverbindungen von über 20 deutschen Flughäfen, die Infrastruktur ist hervorragend, und die Menschen fühlen sich einfach wohl. Dazu kommen über 300 Sonnentage im Jahr, saubere Strände, gute Gastronomie und ein breites Hotelangebot – von einfach bis luxuriös.
Moderator: Und wie viele Deutsche reisen tatsächlich jedes Jahr nach Mallorca?
Frau Schreiber: Im letzten Jahr waren es über 4,5 Millionen – das ist fast jeder zwanzigste Bundesbürger. Und 2024 könnte sogar ein neuer Rekord erreicht werden. Auch die Zahl der Langzeiturlauber wächst: Viele Rentner überwintern dort.
Moderator: Kritiker sagen, dass Mallorca „überlaufen“ ist. Wie reagieren Sie darauf?
Frau Schreiber: Natürlich ist die Insel in der Hochsaison gut besucht, aber es gibt viele ruhige Orte abseits vom Massentourismus – etwa im Tramuntana-Gebirge oder an der Nordküste. Außerdem gibt es viele Individualreisende, die sich bewusst außerhalb der Ferienzeiten erholen.
Moderator: Gibt es neue Trends bei den Buchungen?
Frau Schreiber: Ja, eindeutig. Wir sehen eine Zunahme an Kurzreisen. Viele buchen statt eines langen Sommerurlaubs mehrere kurze Trips übers Jahr verteilt. Dabei werden auch Ziele wie Rumänien oder Ungarn immer beliebter – nicht für den Haupturlaub, aber für kurze Städtetrips oder verlängerte Wochenenden. Bukarest und Budapest erleben da gerade einen echten Aufschwung.
Moderator: Interessant. Aber zurück zu Mallorca – spielt der Preis eine Rolle?
Frau Schreiber: Unbedingt. Ein Pauschalurlaub mit Flug und Frühstück kostet oft weniger als eine Woche an der deutschen Ostsee. Außerdem ist Mallorca durch das gute Netz an Mietwagen und öffentlichem Verkehr sehr flexibel bereisbar.
Moderator: Wie wirkt sich der Klimawandel auf das Buchungsverhalten aus?
Frau Schreiber: In den letzten Jahren sehen wir, dass Frühling und Herbst immer beliebter werden, weil die Sommer vielen zu heiß sind. Die Durchschnittstemperaturen im August lagen 2023 bei knapp 35 Grad – das ist für manche zu viel. Dafür erlebt der Oktober inzwischen eine kleine „zweite Saison“.
Moderator: Gab es durch Corona nachhaltige Veränderungen?
Frau Schreiber: Ja, die Pandemie hat das Bewusstsein verändert. Viele schätzen kleinere Unterkünfte, Natururlaub und Individualreisen mehr als früher. Die Buchungen für Fincas im Landesinneren sind seitdem deutlich gestiegen – fast um 40 Prozent im Vergleich zu 2019.
Moderator: Abschließend gefragt: Warum bleibt Mallorca trotz allem das Lieblingsziel?
Frau Schreiber: Es ist einfach die Mischung: kurze Flugzeit, bekannte Umgebung, tolles Klima, mediterranes Essen und das Gefühl, fast zu Hause zu sein. Mallorca ist für viele Deutsche Urlaub mit Sicherheitsgefühl. Und das wird sich so schnell nicht ändern.
Moderator: Frau Schreiber, vielen Dank für Ihre Einblicke!
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