Mit Herz dabei

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Sie hören ein Radiointerview. Dazu sollen Sie zehn Aufgaben lösen.
Sie entscheiden, ob die Aussage richtig oder falsch ist. Sie hören das Gespräch nur einmal.

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Moderatorin: Frau Becker, Sie engagieren sich seit Jahren ehrenamtlich. Vielen Dank, dass Sie sich heute Zeit nehmen.
Frau Becker: Sehr gerne, danke für die Einladung.
Moderatorin: Sie haben vor acht Jahren ein Projekt ins Leben gerufen, das sich „Mit Herz dabei“ nennt. Was genau steckt dahinter?
Frau Becker: Das ist eine Initiative zur Unterstützung von Menschen, die im Alltag auf Hilfe angewiesen sind – etwa ältere Leute oder Alleinerziehende. Unser Prinzip ist einfach: Jede helfende Stunde zählt. Die Helferinnen und Helfer melden sich freiwillig und schenken ihre Zeit, ohne Bezahlung.
Moderatorin: Also ein klassisches Ehrenamt.
Frau Becker: Ja, allerdings nicht ganz so klassisch organisiert. Wir haben keine zentrale Online-Plattform, wie viele denken. Es läuft bei uns größtenteils über persönliche Kontakte und Empfehlungen in der Nachbarschaft. Ich selbst habe früher bei einer Stiftung gearbeitet und wusste, wie schwierig es oft ist, Ehrenamtliche zu finden. Deshalb wollte ich ein unkompliziertes, niedrigschwelliges Angebot schaffen.
Moderatorin: Wie funktioniert das genau?
Frau Becker: Wer mithelfen will, meldet sich bei mir telefonisch oder kommt zu unseren monatlichen Treffen. Wir führen eine Liste mit allen Freiwilligen und ihren Fähigkeiten – vom Einkaufen bis zur Begleitung zu Behörden oder Arztterminen. Ich vermittle dann passende Einsätze. Unsere älteste Freiwillige ist übrigens 84 – sie liest regelmäßig Grundschülern vor.
Moderatorin: Das klingt nach viel Organisation. Machen Sie das alles allein?
Frau Becker: Nein, inzwischen nicht mehr. Ich habe zwei Koordinatoren, die mich unterstützen. Anfangs habe ich vieles selbst gemacht – manchmal fast rund um die Uhr. Aber das wurde mit der Zeit zu viel. Heute teilen wir die Aufgaben auf.
Moderatorin: Gab es Situationen, in denen Sie selbst Hilfe gebraucht haben?
Frau Becker: Tatsächlich ja. Letzten Winter bin ich gestürzt und hatte mir den Fuß gebrochen. Ich konnte sechs Wochen lang nicht selbst einkaufen. Da haben sich mehrere Helfer gemeldet und mich abwechselnd versorgt. Es war eine schöne Erfahrung, auch mal auf der anderen Seite zu stehen.
Moderatorin: Gibt es bestimmte Gruppen, die besonders häufig Hilfe anfragen?
Frau Becker: Nein, das ist bunt gemischt. Manche brauchen einmalige Unterstützung, andere regelmäßig. Es sind auch nicht immer ältere Menschen. Oft melden sich junge Leute, die gerade umgezogen sind oder keine Familie in der Nähe haben.
Moderatorin: Kritiker sagen oft, Ehrenamt ersetze bezahlte Dienstleistungen. Wie stehen Sie dazu?
Frau Becker: Das ist ein sensibles Thema. Unser Ziel ist nicht, Profis zu ersetzen. Wir bieten ergänzende Hilfe an – keine medizinischen Leistungen, keine Reparaturen, nichts, was ausgebildetes Fachpersonal erfordert. Wer einen Elektriker braucht, ruft einen Betrieb. Wir machen das, was im Alltag schnell gebraucht wird.
Moderatorin: Und wie finanzieren Sie das alles?
Frau Becker: Wir bekommen keine staatliche Förderung, aber einige Supermärkte unterstützen uns mit Einkaufsgutscheinen. Außerdem haben wir im letzten Jahr einen kleinen Förderpreis gewonnen, der es uns ermöglicht hat, ein Lastenfahrrad anzuschaffen – damit transportieren wir z. B. Einkäufe für Menschen ohne Auto.
Moderatorin: Wie sieht es mit dem Nachwuchs aus? Gibt es junge Menschen, die sich engagieren?
Frau Becker: Durchaus. In Kooperation mit einer Berufsschule machen einige Schüler ihr Sozialpraktikum bei uns. Außerdem ist seit Kurzem eine App in Entwicklung, die den Kontakt zwischen Helfenden und Hilfesuchenden erleichtern soll. Entwickelt wird sie von drei Studierenden, die sich ehrenamtlich bei uns engagieren.
Moderatorin: Das klingt nach einem Projekt mit viel Herz und Zukunft.
Frau Becker: Ja, und ich glaube, dass Ehrenamt heute wichtiger denn je ist – gerade in einer Zeit, in der viele Menschen sich einsam fühlen.
Moderatorin: Frau Becker, vielen Dank für das Gespräch.
Frau Becker: Ich danke Ihnen.

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1

Frau Becker leitet eine digitale Plattform für Nachbarschaftshilfe.

Frau Becker leitet eine digitale Plattform für Nachbarschaftshilfe. – Falsch

Begründung: Im Interview sagt Frau Becker ganz klar, dass sie **keine zentrale Online-Plattform** nutzt. Vielmehr läuft ihre Initiative über persönliche Kontakte und Treffen in der Nachbarschaft. Sie möchte das Ganze bewusst unkompliziert und menschlich halten.

Schlüsselwörter: „keine zentrale Online-Plattform“, „es läuft über persönliche Kontakte und Empfehlungen“

2

In ihrer Initiative zählt jede ehrenamtlich geleistete Stunde als wertvoller Beitrag.

In ihrer Initiative zählt jede ehrenamtlich geleistete Stunde als wertvoller Beitrag. – Richtig

Begründung: Frau Becker erklärt gleich zu Beginn, dass jede Stunde, die jemand freiwillig hilft, ein Beitrag für die Gemeinschaft ist. Es geht nicht um Geld, sondern darum, Zeit zu schenken und anderen Menschen im Alltag beizustehen – das ist das Herzstück ihrer Initiative.

Schlüsselwörter: „Jede helfende Stunde zählt“, „Helferinnen und Helfer schenken ihre Zeit“

3

Frau Becker wird von zwei Personen bei der Organisation unterstützt.

Frau Becker wird von zwei Personen bei der Organisation unterstützt. – Richtig

Begründung: Im Interview berichtet Frau Becker, dass sie zu Beginn alles allein organisiert hat, aber inzwischen von **zwei Koordinatoren** unterstützt wird. Sie teilt sich die Aufgaben jetzt mit diesen beiden, weil es für eine Person zu viel geworden ist.

Schlüsselwörter: „Ich habe zwei Koordinatoren, die mich unterstützen“, „früher habe ich vieles selbst gemacht“

4

Die älteste Helferin ist über 80 Jahre alt und unterstützt in einem Altenheim.

Die älteste Helferin ist über 80 Jahre alt und unterstützt in einem Altenheim. – Falsch

Begründung: Es stimmt zwar, dass die älteste Helferin **84 Jahre alt** ist, aber sie arbeitet **nicht in einem Altenheim**, sondern liest **Grundschülern vor**. Das ist ein typisches Beispiel für eine Fangfrage, bei der ein Detail richtig ist, aber der Rest falsch – also insgesamt falsch.

Schlüsselwörter: „unsere älteste Freiwillige ist übrigens 84“, „sie liest regelmäßig Grundschülern vor“

5

Frau Becker hat nach einem Unfall selbst Hilfe von anderen erhalten.

Frau Becker hat nach einem Unfall selbst Hilfe von anderen erhalten. – Richtig

Begründung: Frau Becker erzählt, dass sie im letzten Winter gestürzt ist und sich den Fuß gebrochen hat. Danach konnte sie sechs Wochen nicht selbst einkaufen. In dieser Zeit haben andere Freiwillige für sie Einkäufe erledigt – also hat sie selbst Hilfe in Anspruch genommen.

Schlüsselwörter: „ich konnte sechs Wochen lang nicht selbst einkaufen“, „mehrere Helfer haben mich versorgt“

6

Nur Senioren nutzen regelmäßig die Unterstützung der Initiative.

Nur Senioren nutzen regelmäßig die Unterstützung der Initiative. – Falsch

Begründung: Frau Becker widerspricht dieser Annahme ausdrücklich. Sie sagt, dass nicht nur ältere Menschen Hilfe anfragen, sondern auch **junge Leute**, zum Beispiel nach einem Umzug oder wenn sie keine Familie in der Nähe haben. Die Zielgruppe ist also ganz gemischt.

Schlüsselwörter: „nicht immer ältere Menschen“, „auch junge Leute, die gerade umgezogen sind“

7

Die Initiative ersetzt in manchen Fällen professionelle Dienstleister.

Die Initiative ersetzt in manchen Fällen professionelle Dienstleister. – Falsch

Begründung: Frau Becker betont ausdrücklich, dass ihre Initiative **keine Konkurrenz zu Fachkräften** darstellt. Sie bieten keine medizinischen oder handwerklichen Leistungen an, sondern nur einfache Alltagsunterstützung. Wer einen Elektriker oder eine medizinische Hilfe braucht, soll sich an Profis wenden.

Schlüsselwörter: „keine medizinischen Leistungen, keine Reparaturen“, „wir ersetzen keine Profis“

8

Ein Teil der Finanzierung erfolgt durch Spenden von Supermärkten.

Ein Teil der Finanzierung erfolgt durch Spenden von Supermärkten. – Richtig

Begründung: Frau Becker sagt, dass ihre Initiative **keine staatliche Förderung** erhält, aber von **einigen Supermärkten mit Einkaufsgutscheinen** unterstützt wird. Diese Spenden helfen zum Beispiel beim Einkauf für Menschen, die selbst nicht einkaufen können.

Schlüsselwörter: „einige Supermärkte unterstützen uns mit Einkaufsgutscheinen“, „keine staatliche Förderung“

9

Die Initiative plant, in Zukunft eine App zur Koordination zu nutzen.

Die Initiative plant, in Zukunft eine App zur Koordination zu nutzen. – Richtig

Begründung: Am Ende des Interviews erwähnt Frau Becker, dass **eine App in Entwicklung ist**, die den Kontakt zwischen Helfenden und Hilfesuchenden erleichtern soll. Entwickelt wird sie von drei Studierenden, die sich ebenfalls ehrenamtlich engagieren.

Schlüsselwörter: „eine App ist in Entwicklung“, „sie soll den Kontakt erleichtern“, „entwickelt von drei Studierenden“

10

Frau Becker betont, dass Ehrenamt in Zeiten zunehmender Einsamkeit eine wichtige Rolle spielt.

Frau Becker betont, dass Ehrenamt in Zeiten zunehmender Einsamkeit eine wichtige Rolle spielt. – Richtig

Begründung: Ganz am Ende des Gesprächs sagt Frau Becker, dass sie glaubt, Ehrenamt sei heute wichtiger denn je – **gerade weil viele Menschen sich einsam fühlen**. Sie sieht im freiwilligen Engagement eine soziale Antwort auf die Vereinsamung in der Gesellschaft.

Schlüsselwörter: „Ehrenamt heute wichtiger denn je“, „in einer Zeit, in der viele Menschen sich einsam fühlen“

Audio in dieser Übung wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

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