Im Fernbus nach Leipzig

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Miriam: Tobias? Was für ein unerwartetes Wiedersehen! Ich glaube, wir haben uns seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen. War es nicht auf dem Sommerfest deiner Firma letztes Jahr im August?

Tobias: Hallo Miriam! Ja, das müsste ungefähr hinkommen, obwohl wir uns auch beim Vortrag über nachhaltige Stadtentwicklung gesehen haben – erinnerst du dich? Das war im Oktober, glaube ich, in der Stadtbibliothek. Aber klar, im Alltag verliert man leicht den Überblick, wann man sich wo begegnet ist.

Miriam: Stimmt, jetzt wo du’s sagst! Ich erinnere mich sogar an unser Gespräch über die neue Fahrrad-Infrastruktur in Falkenberg – du hattest damals erwähnt, dass du bei dem Projekt mitarbeitest. Wie läuft es beruflich bei dir? Noch immer so stressig wie damals?

Tobias: Oh ja, das Projekt nimmt noch immer viel Raum ein, besonders jetzt, wo wir kurz vor der Umsetzung einer neuen Testphase stehen. Es geht dabei um die Einführung von Fahrradboxen mit Solarladestationen – sehr innovativ, aber auch mit vielen bürokratischen Hürden. Ehrlich gesagt, bin ich momentan ziemlich ausgelaugt, aber es ist motivierend zu sehen, wie sehr die Leute solche Maßnahmen wertschätzen.

Miriam: Ich finde es großartig, dass du dich für solche Zukunftsthemen engagierst. Es gibt wirklich zu wenige Menschen, die sich ernsthaft Gedanken darüber machen, wie wir unsere Städte nachhaltiger gestalten können. Und privat, alles in Ordnung bei euch?

Tobias: Soweit schon, danke. Unsere Tochter Leni ist gerade im Endspurt vor den Osterferien – sie freut sich riesig, weil wir einen kleinen Urlaub in der Rhön geplant haben. Sie liebt diese Gegend, vor allem die Wanderwege durch das Moor und die kleinen Wildparks, in denen sie sich stundenlang aufhalten könnte.

Miriam: Das klingt nach einer schönen Auszeit – gerade für Kinder, die in der Stadt aufwachsen, ist die Nähe zur Natur besonders wertvoll. Apropos Kinder: Ich habe Leni vor ein paar Tagen auf dem Pausenhof gesehen, als ich selbst an der Schule war. Ich war im Rahmen einer Umweltaktion da, und wir haben mit einigen Klassen im Schulgarten gearbeitet.

Tobias: Ach was! Das hat sie mir gar nicht erzählt – wahrscheinlich war sie wieder so voller Eindrücke, dass sie es ganz vergessen hat. Was genau habt ihr da gemacht?

Miriam: Wir führen jedes Frühjahr mit dem Verein „GrünLeben“ eine Aktion zur Pflege des Schulwaldes durch. Das ist ein kleines naturbelassenes Gelände direkt hinter der Schule, das leider oft als Müllablage missbraucht wird. In diesem Jahr haben wir nicht nur Müll gesammelt, sondern auch neue Nistkästen für Vögel aufgehängt und einen Bereich für Wildbienen vorbereitet. Es ist eine wunderbare Gelegenheit für die Schüler, Natur aktiv zu erleben und zu begreifen, dass Umweltschutz mit kleinen Taten beginnt.

Tobias: Das klingt nach einem Projekt mit echtem Mehrwert – nicht nur für die Umwelt, sondern vor allem auch für das Bewusstsein der Kinder. Ich finde es schade, dass solche Initiativen nicht viel mehr öffentliche Anerkennung bekommen. Und wie lief es mit der Beteiligung? Waren viele Schüler dabei?

Miriam: Leider war es wieder einmal schwierig, Freiwillige zu finden. Obwohl wir im Vorfeld Infoveranstaltungen in mehreren Klassen gemacht haben, war das Interesse bei den älteren Schülern eher verhalten. Letztlich haben sich zwölf Jugendliche aus der siebten und achten Klasse angemeldet – nicht viel, aber immerhin. Wir sehen das als kleinen Erfolg, denn viele hatten vorher noch nie an einer solchen Aktion teilgenommen.

Tobias: Zwölf ist auf jeden Fall besser als nichts. Wenn man bedenkt, wie viele Kinder heute kaum noch Bezug zur Natur haben, sind solche Erlebnisse wertvoller als jedes Schulbuch. Sag mal – sucht ihr noch Unterstützung für die nächste Aktion?

Miriam: Auf jeden Fall! Die nächste große Aufräumaktion im Stadtwald ist für Samstag vor Ostern geplant – das müsste der 23. März sein. Wir könnten wirklich jede helfende Hand brauchen, egal ob Jugendliche oder Erwachsene.

Tobias: Das klingt gut, aber leider bin ich genau an diesem Wochenende beruflich in Rotterdam auf einem Fachkongress zum Thema „Stadtklima der Zukunft“. Ich komme erst spät abends zurück. Aber ich spreche mal mit meiner Frau und meinen beiden Kindern – vielleicht haben sie Zeit und Lust mitzumachen. Meine Tochter interessiert sich sowieso sehr für Umweltbildung und mein Sohn liebt es, draußen zu sein und neue Dinge zu entdecken.

Miriam: Das wäre wirklich fantastisch. Und wenn ihr mögt, kommt doch am Sonntagabend bei uns vorbei – wir machen einen kleinen Kennenlernabend für alle neuen Helfer, bei dem wir das Projekt vorstellen, Bilder vom letzten Jahr zeigen und den Ablauf genau erklären. Außerdem ist es eine schöne Gelegenheit, dass sich die Familien untereinander vernetzen.

Tobias: Das klingt sehr sinnvoll. Am Sonntagabend sind wir verfügbar – tagsüber haben wir einen Ausflug mit meinen Schwiegereltern geplant, aber danach ist nichts mehr vor. Wäre 18 Uhr für euch okay?

Miriam: Ja, perfekt. Ich bereite ein paar Kleinigkeiten vor – es gibt selbstgebackenes Dinkelbrot, Kräuteraufstrich und natürlich Tee. Und unser Sohn freut sich bestimmt, wenn Leni wieder bei uns ist – sie haben sich ja das letzte Mal beim Herbstfest stundenlang unterhalten.

Tobias: Das klingt nach einem schönen Abend. Ich bringe ein paar Bio-Kekse mit – meine Tochter hat kürzlich ein neues Rezept ausprobiert, das wir unbedingt teilen wollen.

Miriam: Wunderbar! Dann freuen wir uns auf euch. Es ist schön zu sehen, dass sich doch noch Familien für echte Themen begeistern. Bis Sonntag also!

Tobias: Bis dann, Miriam. Und danke für das Engagement – das macht wirklich einen Unterschied.

0 / 7 richtige Optionen

1

Herr Albers und Frau Lindner kennen sich schon länger.

✅ „Herr Albers und Frau Lindner kennen sich schon länger.“
Begründung:
Im Text heißt es: „Das letzte Mal war, glaube ich, beim Sommerkonzert im Stadtpark – Ihr Bruno hat damals die ganze Zeit mitgebellt.“ – „Stimmt! Das ist bestimmt vier Jahre her.“
→ Die beiden haben sich lange nicht gesehen, aber sie kennen sich schon seit Jahren: Herr Albers kennt sogar den Hund von Frau Lindner. Dass sie ihn mit Bart kaum erkennt, heißt nicht, dass sie sich nicht kennen.
→ Die Aussage ist daher richtig.

Schlüsselwörter:
„Das letzte Mal war … beim Sommerkonzert“
„Das ist bestimmt vier Jahre her“
„Ihr Bruno“
→ zeigt: lange nicht gesehen, aber schon lange bekannt

2

Herr Albers möchte in Leipzig einkaufen gehen.

❌ „Herr Albers möchte in Leipzig einkaufen gehen.“
Begründung:
Im Text heißt es: „Steigen Sie auch in Leipzig aus?“ – „Leider nicht, ich muss weiter bis Berlin, morgen früh habe ich dort einen Termin.“
→ Herr Albers schwärmt zwar von den Passagen und Läden in Leipzig, aber er erzählt von früheren Besuchen zur Buchmesse. Diesmal steigt er gar nicht in Leipzig aus.
→ Die Aussage ist daher falsch.

Schlüsselwörter:
„Leider nicht, ich muss weiter bis Berlin“
„da war ich schon ein paar Mal“
→ zeigt: Erinnerung an frühere Reisen, kein Plan für heute

3

Frau Lindner besucht in Leipzig ihre Söhne.

❌ „Frau Lindner besucht in Leipzig ihre Söhne.“
Begründung:
Im Text heißt es: „Meine? Die sitzen zu Hause in Kassel und lernen fürs Abitur – hoffentlich. Ich fahre zu meinem jüngeren Bruder. Der hat Zwillinge, Paul und Jakob.“
→ Herr Albers denkt, dass sie ihre Söhne besucht. Aber ihre Söhne sind zu Hause in Kassel. Paul und Jakob sind die Kinder ihres Bruders, also ihre Neffen.
→ Die Aussage ist daher falsch.

Schlüsselwörter:
„Die sitzen zu Hause in Kassel“
„Ich fahre zu meinem jüngeren Bruder“
→ zeigt: Neffen, nicht Söhne

4

Paul berichtet seiner Tante regelmäßig von der Kinder-Uni.

✅ „Paul berichtet seiner Tante regelmäßig von der Kinder-Uni.“
Begründung:
Im Text heißt es: „Paul geht seit dem Herbst samstags zur Kinder-Uni. Jede Woche bekomme ich danach eine Sprachnachricht, was sie dort gemacht haben.“
→ Paul ist der Sohn ihres Bruders, also ist Frau Lindner seine Tante. „Jede Woche“ bedeutet „regelmäßig“. Die Geschichte mit der Katze und dem Toast ist nur ein Beispiel.
→ Die Aussage ist daher richtig.

Schlüsselwörter:
„Jede Woche bekomme ich … eine Sprachnachricht“
„zu meinem jüngeren Bruder“
→ zeigt: Schwester des Vaters = Tante; jede Woche = regelmäßig

5

Jakob lernt in der Schule Zaubertricks.

❌ „Jakob lernt in der Schule Zaubertricks.“
Begründung:
Im Text heißt es: „Es heißt ‚Der Zauberer vom Schulhof‘.“ und „Er hat mir nur verraten, dass er einen Besen und eine graue Arbeitsjacke braucht – er spielt nämlich den Hausmeister.“
→ „Zauberer“ ist nur der Titel des Musicals. Jakob spielt den Hausmeister, deshalb braucht er einen Besen. Von Zaubertricks ist nicht die Rede.
→ Die Aussage ist daher falsch.

Schlüsselwörter:
„Der Zauberer vom Schulhof“ (Titel)
„er spielt nämlich den Hausmeister“
→ zeigt: Theaterrolle, keine Zaubertricks

6

Paul steht beim Musical auf der Bühne.

❌ „Paul steht beim Musical auf der Bühne.“
Begründung:
Im Text heißt es: „Er wollte erst unbedingt, er war sogar beim Vorsprechen. Aber jetzt malt er lieber die Plakate.“
→ Auf der Bühne steht Jakob. Paul wollte zuerst mitspielen, hilft jetzt aber nur bei den Plakaten.
→ Die Aussage ist daher falsch.

Schlüsselwörter:
„Er wollte erst unbedingt“
„Aber jetzt malt er lieber die Plakate“
→ zeigt: Paul hilft, spielt aber nicht mit

7

Eine Leipziger Lerche ist ein Gebäck.

✅ „Eine Leipziger Lerche ist ein Gebäck.“
Begründung:
Im Text heißt es: „Früher hat man die Vögel tatsächlich gegessen, aber das ist längst verboten. Heute ist das ein kleines Törtchen aus Mürbeteig, innen Marzipan und eine Kirsche.“
→ Der Name klingt nach einem Vogel, aber heute ist die Leipziger Lerche ein kleines Törtchen, also ein Gebäck.
→ Die Aussage ist daher richtig.

Schlüsselwörter:
„Heute ist das ein kleines Törtchen“
„aus Mürbeteig, innen Marzipan“
→ zeigt: Törtchen = Gebäck

Audio in dieser Übung wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

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