Einführungstag für neue Koch-Auszubildende
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Herzlich willkommen in unserer Sendung „Berufswelt heute“. Heute nehmen wir Sie mit hinter die Kulissen eines traditionsreichen Fünf-Sterne-Hotels im Süden Deutschlands, das in diesem Jahr 14 neue Auszubildende im Bereich Küche aufgenommen hat. Küchenchef Markus Stein begrüßt die Neuen mit klaren Worten – denn wer hier arbeiten will, braucht mehr als Leidenschaft fürs Kochen.
„Guten Morgen zusammen. Schön, dass Sie da sind“, beginnt er. „Ich weiß, der erste Tag ist aufregend – aber wir haben keine Zeit zu verlieren. Die Sommersaison steht bevor, die Küche ist voll gebucht. Heute haben wir drei größere Events im Haus – darunter ein Probeessen für eine Goldene Hochzeit, die in vier Wochen stattfindet. 120 Gäste werden erwartet – darunter Vegetarier, Veganer und Gäste mit Lebensmittelallergien.“
Was nach Routine klingt, ist für das Küchenteam echte Herausforderung. Denn: Alle Speisen sollen gleichzeitig angerichtet sein, elegant aussehen und geschmacklich überzeugen. Deshalb hat sich das Hotel für ein Buffet entschieden – eine Lösung, die Vielfalt zulässt, aber auch Organisationstalent erfordert.
„Viele unterschätzen den Aufwand“, erklärt Markus Stein. „Bei uns muss jeder Handgriff sitzen – auch wenn Stress herrscht. Dass wir trotzdem ruhig bleiben und professionell auftreten, gehört zu unserem Berufsethos.“ Besonders in der Hochsaison sei Gelassenheit gefragt, wenn gleichzeitig mehrere Bankette, ein À-la-carte-Service und Sonderwünsche zu bewältigen sind.
Nach dem ersten Briefing folgt ein persönliches Gespräch mit dem Brautpaar – hier sind Fingerspitzengefühl und Aufmerksamkeit gefragt. Die Azubis sind dabei und dürfen Notizen machen. Anschließend wird das gesamte Küchenteam die neue Speisekarte für die Frühjahrsmonate durchgehen. Diese wird in jedem Jahr neu entworfen – und setzt 2024 auf kreative, regional inspirierte Gerichte wie Wildkräuter-Tarte mit Ziegenkäse oder Sellerieschaumsuppe mit fermentierter Birne.
„Koch sein bedeutet heute nicht nur handwerkliches Können“, betont Stein. „Man muss kreativ sein, rechnen können, planen – und dabei immer den Gast im Blick haben.“
Am Abend steht noch ein weiteres Highlight an: Ein „Spanischer Abend“ mit Tapas, Musik und 65 Gästen. „Natürlich ist das nicht spontan“, so Stein. „Solche Veranstaltungen werden monatelang vorbereitet – vom Einkauf bis zur Deko.“
Die Azubis helfen später beim Anrichten und Vorbereiten – etwa beim Füllen von Empanadas oder dem Schneiden von Paprika. Und nach dem letzten Gang? „Da räumt natürlich jeder mit auf – auch das gehört zur Ausbildung dazu.“
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