Rosenmontag in Düsseldorf – Mehr als nur Kamelle

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Guten Tag und herzlich willkommen zu unserer Kultursendung auf WDR-Rheinland. Heute geht es um ein echtes Highlight des rheinischen Karnevals: den Rosenmontagszug in Düsseldorf. Seit 1825 schlängelt sich der Zug fast jedes Jahr durch die Innenstadt – und zählt mit über 1 Million Zuschauerinnen und Zuschauern zu den größten Straßenumzügen in Europa.

Was viele nicht wissen: Der Begriff „Rosenmontag“ stammt ursprünglich vom Wort „Rosensonntag“, das auf einen alten kirchlichen Brauch zurückgeht. Heute steht Rosenmontag aber ganz im Zeichen von Satire, Politik und Spaß – und besonders in Düsseldorf sind die Wagen bekannt für ihren bissigen Humor.

Rund 70 Mottowagen fahren jedes Jahr durch die Stadt, liebevoll gestaltet von Künstlern wie Jacques Tilly, dessen Figuren regelmäßig weltweite Aufmerksamkeit erregen – ob Trump als Clown oder Putin als Panzerfahrer. Auch 2024 sorgte der Zug für Schlagzeilen: Ein Wagen zeigte eine überdimensionale Künstliche Intelligenz, die Menschen ersetzt – ein Kommentar zur aktuellen Debatte um KI in der Arbeitswelt.

Der Zug beginnt traditionell um 12:11 Uhr am Stadtteil Pempelfort und führt über die Königsallee und den Rathausplatz. Die Strecke ist etwa 5 Kilometer lang, und entlang des Weges werfen die Teilnehmer tonnenweise „Kamelle“ – also Bonbons, Pralinen und kleine Spielzeuge – in die Menge. Besonders beliebt sind auch „Strüßjer“, kleine Blumengeschenke, die meist mit einem freundlichen „Helau!“ überreicht werden.

Sicherheit spielt eine immer größere Rolle: Seit 2017 ist der Zugang zum Zugbereich nur noch über bestimmte Kontrollstellen möglich. Außerdem achten rund 2.000 Ordnungskräfte darauf, dass der Alkohol nicht überhandnimmt – denn: Der Rosenmontag soll friedlich und familienfreundlich bleiben.

Besonders beeindruckend ist die Vielfalt der Teilnehmer: Schulen, Vereine, soziale Initiativen – sie alle gestalten die bunten Wagen mit. Für viele Kinder ist es der Höhepunkt des Jahres. Auch aus dem Ausland reisen immer mehr Gäste an – zuletzt waren es über 40.000 internationale Besucher, viele davon aus den Niederlanden, Belgien und Frankreich.

Ob jung oder alt, ob Düsseldorfer oder Tourist – am Rosenmontag sind alle gleich verkleidet und rufen fröhlich „Helau!“ auf den Straßen.

0 / 5 richtige Optionen

1

Der Rosenmontagszug in Düsseldorf …

✅ c) gehört zu den größten Straßenumzügen in Europa.

Begründung: Im Text heißt es: „… zählt mit über 1 Million Zuschauerinnen und Zuschauern zu den größten Straßenumzügen in Europa.“

→ Das zeigt eindeutig, dass die Aussage zutrifft und im Text direkt so formuliert ist.

a) hatte ursprünglich den Namen „Rosensonntag“ ❌

Das ist eine Fangfrage. Nicht der Zug, sondern das Wort „Rosenmontag“ stammt vom Begriff „Rosensonntag“. Der Umzug selbst hieß nie so.

b) zieht seit 1825 jedes Jahr durch die Innenstadt ❌

Falsch, da im Text steht: „Seit 1825 schlängelt sich der Zug fast jedes Jahr durch die Innenstadt“ – also nicht jedes Jahr, sondern mit Unterbrechungen.

2

Der Karneval …

✅ c) steht heute für Satire, Politik und Lebensfreude.

Begründung: Im Text heißt es: „Heute steht Rosenmontag […] ganz im Zeichen von Satire, Politik und Spaß“. Diese Aussage beschreibt klar die heutige Bedeutung des Karnevals in Düsseldorf.

→ Die Antwort c ist korrekt, weil sie die aktuelle gesellschaftliche Funktion des Karnevals trifft.

a) hatte rein christliche Wurzeln ❌

Diese Aussage ist irreführend. Im Text steht: „Der Begriff ‚Rosenmontag‘ stammt ursprünglich […] von einem kirchlichen Brauch“. Es geht also nur um den Namen „Rosenmontag“, nicht um den gesamten Karneval. Die Formulierung „rein christlich“ verallgemeinert das und ist deshalb falsch.

b) hat vorchristliche Wurzeln ❌

Im Text gibt es keinen Hinweis auf heidnische oder vorchristliche Ursprünge. Diese Option ist daher nicht belegbar.

3

Die Mottowagen in Düsseldorf …

✅ a) starten jedes Jahr genau um 12:11 Uhr.

Begründung: Im Text steht: „Der Zug beginnt traditionell um 12:11 Uhr am Stadtteil Pempelfort.“

→ Da die Mottowagen Teil des Zuges sind, starten auch sie zu dieser Uhrzeit. Die Aussage ist somit korrekt.

b) wurden 2024 erstmals von Jacques Tilly gestaltet. ❌

Im Text steht: „[…] gestaltet von Künstlern wie Jacques Tilly, dessen Figuren regelmäßig weltweite Aufmerksamkeit erregen.“

→ Daraus geht hervor, dass Jacques Tilly die Wagen schon seit Jahren gestaltet – also nicht erst seit 2024. Diese Aussage ist falsch.

c) arbeiten mit Künstlicher Intelligenz. ❌

Im Text heißt es: „Ein Wagen zeigte eine überdimensionale Künstliche Intelligenz, die Menschen ersetzt […].“

→ Die KI war nur das Thema eines Wagens, nicht die Technik, mit der die Mottowagen gestaltet wurden. Die Aussage ist also inhaltlich falsch und eine klassische Falle.

4

Auf dem Rosenmontagszug …

✅ c) werden auch kleine Geschenke wie Blumen verteilt.

Begründung: Im Text steht: „Besonders beliebt sind auch ‚Strüßjer‘, kleine Blumengeschenke, die meist mit einem freundlichen ‚Helau!‘ überreicht werden.“

→ Diese Aussage stimmt genau mit dem Text überein. Strüßjer = kleine Blumen.

a) werfen die Teilnehmer Schokolade und Konfetti. ❌

Im Text steht: „[…] werfen die Teilnehmer tonnenweise ‚Kamelle‘ – also Bonbons, Pralinen und kleine Spielzeuge – in die Menge.“

→ Schokolade und Konfetti werden im Text nicht erwähnt. Konfetti ist also eine Ablenkung. Diese Aussage ist falsch.

b) gibt es nur politische Wagen mit ernsten Themen. ❌

Der Text erwähnt zwar politische und satirische Themen, z. B. KI oder Putin, aber auch Humor, Spaß und bunte Vielfalt werden betont.

→ Das Wort „nur“ macht die Aussage falsch. Es ist eine typische Übertreibung als Falle.

5

Seit 2017 …

✅ c) arbeiten über 2.000 Ordnungskräfte.

Begründung: Im Text heißt es: „Außerdem achten rund 2.000 Ordnungskräfte darauf, dass der Alkohol nicht überhandnimmt.“

→ Diese Aussage ist exakt so im Text enthalten – sowohl inhaltlich als auch sprachlich korrekt.

a) darf man keinen Alkohol mehr übermäßig konsumieren. ❌

Diese Aussage klingt zwar logisch, ist aber im Text so nicht formuliert. Dort steht nur, dass darauf geachtet wird, dass der Alkohol nicht überhandnimmt. Ein ausdrückliches Verbot wird nicht erwähnt.

b) gibt es keinen Zugang zu bestimmten Zugbereichen. ❌

Im Text steht: „[…] ist der Zugang zum Zugbereich nur noch über bestimmte Kontrollstellen möglich.“

→ Das bedeutet, der Zugang ist eingeschränkt, aber nicht völlig verboten. Die Aussage ist also zu stark formuliert.

Audio in dieser Übung wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

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