Weit unterwegs mit einem Motorroller

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Moderator:
Herzlich willkommen zu unserer Sendung „Weit unterwegs“, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer. Viele Menschen träumen davon, einmal im Leben eine längere Reise zu unternehmen. Lena Berger, eine Grafikdesignerin aus Bern, hat sich diesen Traum erfüllt. Sie war ein ganzes Jahr allein unterwegs – und zwar mit einem Motorroller.
Nun lebt sie schon seit einiger Zeit wieder in der Schweiz und heute ist sie unser Gast.
Frau Berger, wie sind Sie eigentlich auf die Idee gekommen, eine Weltreise mit dem Roller zu machen?

Lena Berger:
Ich wollte schon immer eine große Reise machen. Und als ich vor sechs Jahren meinen Führerschein für Roller gemacht habe, war für mich sofort klar: Wenn ich reise, dann auf zwei Rädern.
Aber ehrlich gesagt habe ich eine Weile gezögert. Ich war mir nicht sicher, ob ich die Reise finanzieren kann und ob ich mich nicht irgendwann unterwegs zu einsam fühlen würde.

Moderator:
Viele starten solche Touren nach Italien oder Spanien. Ein Roller ist ja auch nicht besonders schnell. Haben Sie nie daran gedacht, zu fliegen?

Lena Berger:
Doch, natürlich. Aber ich wollte so viel wie möglich auf der Straße erleben. Es heißt ja: Der Weg ist das Ziel. Ich wollte die Entfernungen spüren und die Veränderungen der Landschaft sehen.
Natürlich war es manchmal nötig, zu fliegen – ich war ja nicht nur in Europa, sondern auch in Asien, Nordafrika und Südamerika unterwegs.

Moderator:
Ein Jahr auf Reisen – das ist nicht leicht zu organisieren. Wie haben Sie das geschafft?

Lena Berger:
Meine Wohnung konnte ich glücklicherweise zwischenvermieten. Und meinen Job in einer Werbeagentur hatte ich ein paar Monate vor der Reise verloren.
Das war natürlich erst ein Schock, aber im Nachhinein war es genau der richtige Moment für mein Vorhaben.

Moderator:
Wie hat denn Ihr Umfeld reagiert?

Lena Berger:
Meine Eltern waren nicht begeistert, aber sie wussten, dass ich meinen Plan durchziehe.
Meine Freunde waren sehr unterschiedlich eingestellt – manche fanden es super, andere haben nur den Kopf geschüttelt. Ich habe oft gehört: „Ich finde es toll, dass du das machst – aber ich würde es mich nicht trauen.“

Moderator:
Gab es unterwegs auch kritische Momente?

Lena Berger:
Ja, einen besonders erinnere ich mich. In Usbekistan bin ich mit meinem Roller auf einer wenig befahrenen Straße im Schlamm stecken geblieben.
Ich hatte großes Glück: Eine Gruppe Reisender auf Motorrädern kam zufällig vorbei, half mir heraus und wir sind danach sogar noch gemeinsam weitergefahren. Das war eine tolle Erfahrung.

Moderator:
So eine Reise kostet bestimmt einiges. Wie haben Sie das alles finanziert?

Lena Berger:
Ich hatte vorher jahrelang gespart. Der Roller war mein einziges teures Hobby.
Ich brauche nicht viel – meistens habe ich in einfachen Pensionen oder bei Gastfamilien übernachtet.
Außerdem habe ich unterwegs als freie Autorin gearbeitet und Reiseberichte verkauft.
Der teuerste Teil war eindeutig der Transport des Rollers per Flugzeug – einmal von Indien nach Chile und später noch von Kanada nach Marokko.

Moderator:
Sie konnten bestimmt nicht viel Gepäck mitnehmen, oder?

Lena Berger:
Nein, wirklich nur das Nötigste. Aber ich habe mein Lieblingskleid trotzdem eingepackt – obwohl ich es fast nie getragen habe.
Manchmal habe ich meine Badewanne vermisst oder meine Zeitung am Frühstückstisch – aber am meisten habe ich meine Familie und meine Freunde vermisst, nicht meine Wohnung.

Moderator:
Und jetzt, drei Monate später – wie geht es Ihnen zurück im Alltag?

Lena Berger:
Manchmal denke ich: Ich will gleich wieder losfahren. Aber insgesamt bin ich gut angekommen.
Ich habe ziemlich schnell eine neue Stelle in der Öffentlichkeitsarbeit bei einer Stiftung bekommen.
Ich bin sehr froh, dass ich die Reise gemacht habe. Sie hat mich persönlich enorm weitergebracht.

Moderator:
Vielen Dank, Frau Berger, für dieses spannende Gespräch!

0 / 10 richtige Optionen

1

Lena Berger ist gerade erst von ihrer Weltreise zurückgekehrt.

Sie ist bereits seit drei Monaten zurück – also nicht „gerade erst“.

2

Lena Berger hatte vor der Weltreise einige Zweifel und Bedenken.

Sie sagte, sie habe eine Weile gezögert und sich Sorgen über die Finanzierung und das Alleinreisen gemacht.

3

Während der Reise hat Lena auch das Flugzeug benutzt.

Sie erwähnte, dass sie manchmal fliegen musste, z. B. von Indien nach Chile.

4

Um ihre Reise anzutreten, kündigte Lena ihre Arbeitsstelle.

Sie erklärte, dass ihr Vertrag bereits vor der Reise geendet hatte.

5

Lenas Freundeskreis hatte unterschiedliche Meinungen zu ihrer Reiseidee.

Einige Freunde fanden die Idee großartig, andere waren kritisch oder unsicher.

6

In Usbekistan ist Lena einige Tage mit anderen Reisenden zusammen weitergefahren.

Sie berichtete, dass sie nach der Hilfe im Schlamm noch eine Zeit lang mit der Gruppe unterwegs war.

7

Lena musste während der Reise ihr gesamtes Erspartes aufbrauchen.

Sie sagte, dass sie sparsam lebte und auch durch freie Mitarbeit etwas Geld verdiente.

8

Lena hat unterwegs zusätzlich Geld durch ihre Arbeit als Autorin verdient.

Sie schrieb Reiseberichte für Online-Plattformen, um die Reisekasse aufzubessern.

9

Am stärksten hat Lena ihre eigene Wohnung vermisst.

Sie sagte, sie vermisste ihre Familie und Freunde am meisten – nicht die Wohnung.

10

Nach der Rückkehr in die Schweiz fand Lena schnell eine neue Arbeitsstelle.

Sie sagte: „Ich habe ziemlich schnell eine neue Stelle bei einer Stiftung gefunden.“

Audio in dieser Übung wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

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