Frauen, Familie und Beruf – Wie lässt sich das verbinden?
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Guten Tag und herzlich willkommen zu unserer heutigen Sendung. Wir haben fünf Frauen gefragt, wie sie ihren Berufsweg erleben – mit oder ohne Kinder, mit Vollzeitjob oder in Teilzeit.
Was sind die Herausforderungen, was die Chancen?
Hörerin 1:
Ich bin nach der Geburt meiner Tochter nach nur vier Monaten wieder arbeiten gegangen. Viele meinten, das sei zu früh, aber für mich war es die richtige Entscheidung. Mein Mann hat die Elternzeit übernommen, und wir teilen uns alles ziemlich gleich auf. Ich arbeite wieder Vollzeit als Projektmanagerin – klar ist es anstrengend, aber ich liebe meinen Job. Es wäre für mich schlimmer gewesen, nur zu Hause zu bleiben. Ohne Kinderbetreuung durch meinen Mann wäre das aber nie möglich gewesen.
Hörerin 2:
Ich habe mich ganz bewusst gegen eigene Kinder entschieden. Das war kein leichter Schritt, aber ich wusste schon früh, dass ich meine Energie in meine berufliche Entwicklung stecken möchte. Heute bin ich Abteilungsleiterin in einem großen Pharmaunternehmen. Ich reise viel, bin oft in Meetings, leite ein Team. Für mich passt das so – Kinder hätten in meinem Lebensmodell keinen Platz gehabt. Manche sagen, das sei egoistisch, aber ich finde: Jeder sollte selbst entscheiden dürfen.
Hörerin 3:
Nach acht Jahren als Vollzeitmutter bin ich wieder ins Berufsleben eingestiegen – erstmal mit 20 Stunden die Woche. Ich war vorher Lehrerin und habe jetzt eine Stelle an einer Sprachschule. Natürlich war es nicht leicht, wieder reinzukommen. Vieles hat sich verändert, und ich musste erst mein Selbstvertrauen zurückgewinnen. Aber jetzt macht es mir wieder richtig Spaß, und ich bin froh, dass ich nicht ganz aus dem Beruf raus bin. Vielleicht steigere ich die Stunden in ein paar Jahren noch.
Hörerin 4:
Ich habe keine Kinder und genieße die Freiheit, beruflich spontan zu sein. Ich bin Grafikdesignerin und arbeite oft projektbezogen – mal drei Wochen Vollgas, dann wieder ein paar ruhigere Tage. Ich muss mich mit niemandem absprechen, kann auch mal kurzfristig verreisen oder am Wochenende durcharbeiten. Natürlich ist es manchmal auch einsam, aber ich schätze diese Unabhängigkeit. Viele meiner Freundinnen mit Kindern beneiden mich – auch wenn ich ihnen oft bei der Betreuung helfe, wenn Not am Mann ist.
Hörerin 5:
Ich habe zwei Kinder und arbeite in Teilzeit in einer Steuerkanzlei. Ich habe wirklich Glück mit meinem Chef – er hat selbst drei Kinder und versteht, wenn mal etwas dazwischenkommt. Ich kann von zu Hause aus arbeiten, wenn eines der Kinder krank ist, und bekomme meine Stunden flexibel eingeteilt. Das macht es für mich überhaupt möglich, Beruf und Familie zu verbinden. Viele Kolleginnen in anderen Branchen haben es da deutlich schwerer – ohne familienfreundliche Strukturen wird es einfach zu stressig.
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