Selbstständigkeit oder Festanstellung
Entscheiden Sie beim Hören, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.
Sie haben dazu 30 Sekunden Zeit.
21% (219 von 1026 Personen konnten beim ersten Mal richtig antworten)
Viele Menschen stellen sich irgendwann im Leben die Frage: Soll ich mein eigener Chef sein oder lieber in einem Unternehmen arbeiten? Wir haben fünf Personen aus verschiedenen Berufen befragt, wie sie sich entschieden haben – und warum.
Hörerin 1:
Ich arbeite seit 15 Jahren in einem mittelständischen Unternehmen im Bereich Kundenservice. Natürlich habe ich manchmal davon geträumt, mein eigenes Café zu eröffnen oder eine kreative Idee umzusetzen. Aber ehrlich gesagt, ist mir ein sicheres Einkommen wichtiger. Ich weiß, was am Monatsende auf dem Konto ist, habe Urlaubsanspruch und muss mich nicht mit Steuern oder Versicherungen herumschlagen. Manche finden das langweilig, aber ich finde: Stabilität und planbare Arbeitszeiten geben mir Freiheit – nämlich die, nach Feierabend wirklich abschalten zu können.
Hörer 2:
Ich habe nach dem Studium zuerst als Angestellter gearbeitet – Bürojob, feste Zeiten, Vorgesetzte. Nach ein paar Jahren habe ich gemerkt, dass ich mich eingeengt fühle. Heute bin ich freiberuflicher Grafikdesigner. Ich arbeite mal im Homeoffice, mal beim Kunden, organisiere meinen Tag selbst. Klar, es gibt Monate mit weniger Aufträgen, aber ich entscheide, was ich mache. Ich kann meine kreativen Ideen direkt umsetzen – das war im alten Job nicht möglich. Für mich ist diese Freiheit viel mehr wert als ein fester Arbeitsvertrag.
Hörerin 3:
Vor sechs Jahren habe ich mich mit einer kleinen Marketingagentur selbstständig gemacht. Anfangs war es aufregend – eigene Entscheidungen, eigene Projekte. Aber ehrlich: Die Verantwortung ist enorm. Man denkt ständig an die Arbeit – auch am Wochenende. Ich habe Mitarbeiter, Rechnungen, Kundentermine – es gibt nie einen echten Feierabend. Finanziell läuft es gut, aber manchmal sehne ich mich nach geregelten Arbeitszeiten. Mein Bruder ist Angestellter in der Verwaltung – früher habe ich ihn darum beneidet, heute manchmal wieder.
Hörer 4:
Ich bin jetzt seit acht Jahren in der Personalabteilung eines großen Konzerns. Dort gibt es klare Strukturen, Weiterbildungen und Aufstiegsmöglichkeiten. Ich habe als Sachbearbeiter angefangen und leite inzwischen ein kleines Team. Manche Freunde sind selbstständig und verdienen kurzfristig vielleicht mehr – aber sie haben keine Sicherheiten. Bei mir gibt es Krankenversicherung, Elternzeit, Betriebsrente. Und ich kann mich auf meine Arbeit konzentrieren, ohne mich um alles drum herum kümmern zu müssen. Ich finde das sehr angenehm.
Hörerin 5:
Ich arbeite halbtags als Projektleiterin in einer Firma und habe nebenbei ein kleines Online-Geschäft für handgemachten Schmuck aufgebaut. Vollständig selbstständig zu sein, war mir zu riskant, aber ich wollte meine kreative Seite nicht ignorieren. So habe ich beides: Sicherheit und Flexibilität. Am Vormittag bin ich im Büro, am Nachmittag kümmere ich mich um Bestellungen und Social Media. Manchmal ist das anstrengend, aber es lohnt sich – ich habe meine Idee verwirklicht, ohne meinen festen Job aufgeben zu müssen.
0 / 5 richtige Optionen