Wer soll sich um kleine Kinder kümmern – Eltern selbst, Großeltern oder eine Betreuungskraft?

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Viele Eltern stehen vor der Entscheidung, wie sie Beruf und Familie unter einen Hut bekommen. Soll man selbst zu Hause bleiben? Die Großeltern um Hilfe bitten? Oder vielleicht eine professionelle Betreuungsperson engagieren? In unserer Sendung hören Sie fünf unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema.

Hörerin 1
Ich habe meinen Beruf als Krankenschwester unterbrochen, als meine Tochter geboren wurde. Viele haben mir gesagt: Du wirst es später bereuen, aber ich sehe das nicht so. Die ersten Jahre sind so wichtig, und ich wollte nichts verpassen. Klar, finanziell war es nicht immer leicht, aber wir haben uns angepasst. Jetzt, wo sie in die Schule geht, arbeite ich wieder stundenweise. Ich bin froh, dass ich diese Zeit mit ihr hatte – das kann mir niemand mehr zurückgeben.

Hörer 2
Als meine Frau nach der Elternzeit wieder Vollzeit arbeiten ging, hatten wir ein Problem: Kita-Platz? Fehlanzeige. Wir wohnen zum Glück nur zehn Minuten von meinen Eltern entfernt, und sie haben sofort gesagt: Wir helfen. Seitdem holt meine Mutter die Kleine ab, macht Mittagessen, spielt mit ihr. Ich weiß, das ist ein großer Glücksfall. Meine Eltern sagen oft, dass sie so eine enge Beziehung zu ihrer Enkelin haben wie nie zu uns damals – und das freut mich.

Hörerin 3:
Mein Mann und ich arbeiten beide viel – er im Außendienst, ich im Krankenhaus mit Schichtdienst. Ohne unsere Nanny würden wir das nie schaffen. Sie ist seit fast drei Jahren bei uns, bringt Struktur in den Tag, bringt die Kinder in den Kindergarten und kocht sogar manchmal. Anfangs hatte ich ein schlechtes Gewissen, aber inzwischen sehe ich, wie gut sich die Kinder bei ihr fühlen. Wir haben ein Vertrauensverhältnis aufgebaut, das inzwischen fast familiär ist.

Hörer 4:
Ich finde, viele junge Eltern setzen sich zu sehr unter Druck. Alles perfekt machen, zu Hause bleiben, gleichzeitig Karriere planen – das geht selten gut. Ich bin Opa von zwei kleinen Jungs, und meine Tochter ist froh, dass wir regelmäßig helfen. Ein-, zweimal die Woche holen wir die Kinder ab oder übernehmen sie über Nacht. Ich denke, es ist sinnvoll, Verantwortung zu teilen. Kinder profitieren davon, wenn mehrere Bezugspersonen da sind – das stärkt ihr soziales Lernen.

Hörerin 5:
Ich bin nach sechs Monaten wieder ins Büro zurückgekehrt, aber in Teilzeit. Meine Mutter kümmert sich vormittags um meinen Sohn, nachmittags bin ich selbst da. Ich wollte bewusst nicht alles abgeben, aber auch nicht komplett aus dem Beruf raus. Ich kenne Mütter, die alles allein machen – Respekt! Aber ich brauche die geistige Abwechslung. Ich denke, jede Familie muss ihren Weg finden, aber für uns ist dieses Modell genau richtig.

0 / 5 richtige Optionen

1

Die Frau bereut es nicht, dass sie ihren Beruf für ihr Kind eine Zeit lang aufgegeben hat.

Sie sagt ausdrücklich, dass sie die Entscheidung nicht bereut und froh ist über die Zeit mit ihrer Tochter.

2

Die Mutter der Frau nimmt das Baby, bereitet das Abendessen zu und spielt mit ihr.

Es ist nicht die Mutter der Frau, die das Baby nimmt, sondern die Mutter des Sprechers.

3

Die Kinder der Frau fühlen sich bei der Betreuungskraft unwohl.

Sie sagt im Gegenteil, dass sich die Kinder bei der Nanny wohlfühlen und das Verhältnis fast familiär ist.

4

Der Mann meint, Kinder lernen gut, wenn mehrere Erwachsene sich um sie kümmern.

Er sagt, es sei sinnvoll, Verantwortung zu teilen, und dass verschiedene Bezugspersonen das Sozialverhalten stärken.

5

Die Frau arbeitet wieder voll und lässt ihren Sohn komplett von ihrer Mutter betreuen.

Sie arbeitet Teilzeit und betreut den Sohn nachmittags selbst – also nicht komplett durch die Mutter.

Audio in dieser Übung wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

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