Arbeit und Leidenschaft
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Viele Menschen arbeiten nur, um Geld zu verdienen. Andere wiederum haben das Glück, dass sie in ihrem Beruf genau das tun, was sie auch in ihrer Freizeit gerne machen würden. In unserer heutigen Sendung berichten fünf Personen, wie sie ihre Arbeit erleben – als Pflicht oder als Passion.
Hörerin 1:
Ich arbeite seit fünf Jahren als Grafikdesignerin in einer Agentur. Viele denken, das ist nur am Computer sitzen und Bilder bearbeiten, aber für mich ist es viel mehr. Ich habe schon als Kind gern gezeichnet und Plakate entworfen – jetzt verdiene ich damit meinen Lebensunterhalt. Klar, es gibt stressige Phasen, vor allem wenn ein Projekt dringend fertig werden muss. Aber ich bin jedes Mal stolz, wenn ich etwas erschaffen habe, das auch anderen gefällt. Ich könnte mir keinen besseren Beruf vorstellen – es ist gleichzeitig auch mein liebstes Hobby geblieben.
Hörer 2:
Ich bin Lagerarbeiter in einer großen Firma. Der Job ist ehrlich gesagt nicht gerade spannend, aber er zahlt die Miete. Ich mache meine Arbeit gewissenhaft, komme pünktlich und bin zuverlässig – das wird auch geschätzt. In meiner Freizeit bin ich ein völlig anderer Mensch: Ich spiele Theater in einer Amateurgruppe und schreibe eigene Texte. Wenn ich davon leben könnte, würde ich sofort wechseln. Aber Kunst ist unsicher, und ich habe eine Familie zu versorgen. Also bleibt mein kreatives Talent ein Hobby – zumindest vorerst.
Hörerin 3:
Ich habe früher im Büro gearbeitet, aber das war nicht meins. Ich war jeden Tag unzufrieden, obwohl das Gehalt stimmte. Nebenbei habe ich schon lange Torten gebacken – erst für Freunde, dann kamen Aufträge. Vor zwei Jahren habe ich den Schritt gewagt und ein kleines Café eröffnet. Natürlich ist es viel Aufwand, und manchmal ist man auch erschöpft. Aber ich gehe jeden Tag mit Freude zur Arbeit, weil ich weiß, dass ich etwas Eigenes mache. Mein früheres Hobby ist jetzt mein Alltag – und ich bereue nichts.
Hörer 4:
Ich arbeite als IT-Spezialist in einem internationalen Unternehmen. Der Job ist technisch anspruchsvoll und gut bezahlt. Aber ich würde nicht sagen, dass ich ihn liebe. In meiner Freizeit bin ich gerne draußen, fahre Rad oder fotografiere Natur. Mein Beruf gibt mir die Sicherheit, die ich brauche, aber meine wahre Leidenschaft liegt woanders. Ich glaube, nicht jeder braucht einen Beruf, der auch Hobby ist – Hauptsache, man hat einen Ausgleich, der Freude macht. Für mich ist diese Trennung sogar ganz bewusst gewählt.
Hörerin 5:
Ich unterrichte Musik an einer Grundschule – das ist für mich das Schönste. Ich spiele selbst mehrere Instrumente, schon seit meiner Jugend. Dass ich Kindern heute die Freude an Musik weitergeben darf, ist für mich ein Geschenk. Natürlich gibt’s auch anstrengende Tage, wenn die Klasse laut ist oder ich viel korrigieren muss. Aber am Ende zählt für mich: Ich darf jeden Tag mit dem arbeiten, was ich liebe. Für mich ist das keine gewöhnliche Beschäftigung – es ist wirklich meine Berufung.
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