Antikes Spiegelstück versehentlich beschädigt

Situation:
Sie arbeiten in einer Antiquätenhandlung.  Ein wertvolles antikes Spiegelstück wurde versehentlich beschädigt.  Der Kunde, der das Stück kaufen wollte, ist verärgert und verlangt eine Lösung.

Aufgabe:
Überlegen Sie zusammen mit Ihrer Gesprächspartnerin oder Ihrem Gesprächspartner, wie Sie in dieser Situation angemessen reagieren können.

Diese Stichpunkte helfen Ihnen:

  1. Kunde: Wie auf die Beschwerde reagieren? Was anbieten?
  2. Kurzfristig: Was können wir sofort tun? Ist eine Reparatur möglich?
  3. Zahlung: Wer übernimmt die Kosten? Gibt es eine Versicherung?
  4. Langfristig: Wie können solche Schäden in Zukunft vermieden werden?
  5. …?
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TN1: „Hast du gehört, dass das wertvolle antike Spiegelstück, das ein Kunde kaufen wollte, versehentlich beschädigt wurde? Der Kunde ist sehr verärgert und verlangt sofort eine Lösung."
TN2: „Nein, das wusste ich noch nicht. Das ist eine sehr ernste Situation, denn bei Antiquitäten handelt es sich oft um Unikate, die sich nicht einfach ersetzen lassen. Wir müssen jetzt professionell und besonnen reagieren. Weißt du, wie es zu dem Schaden gekommen ist?"
TN1: „Ja, soweit ich weiß, ist das Stück beim Transport innerhalb des Geschäfts heruntergefallen. Es war nicht ausreichend gesichert. Das ist natürlich sehr ärgerlich, besonders weil der Kunde das Stück bereits fest kaufen wollte. Sollten wir zunächst das persönliche Gespräch mit dem Kunden suchen?"
TN2: „Da stimme ich dir vollkommen zu. Ein ruhiges und respektvolles Gespräch ist der erste und wichtigste Schritt. Wir sollten uns aufrichtig entschuldigen und dem Kunden zeigen, dass wir den Vorfall sehr ernst nehmen. Wie genauer erklären, wie wir das Gespräch am besten eröffnen, ohne den Kunden noch mehr zu verärgern?"
TN1: „Ich denke, wir sollten offen mit dem Schaden umgehen und keine Ausreden suchen. Eine ehrliche Entschuldigung kommt in solchen Situationen immer besser an als Erklärungsversuche. Danach sollten wir dem Kunden sofort konkrete Lösungsvorschläge machen. Was könnten wir dem Kunden als Ausgleich anbieten?"
TN2: „Das ist eine sehr wichtige Frage. Wenn eine Reparatur des Spiegels möglich ist, sollten wir diese sofort auf unsere Kosten in Auftrag geben. Falls das Stück nicht mehr reparierbar ist, müssten wir dem Kunden entweder den vollen Kaufpreis erstatten oder ein gleichwertiges alternatives Stück anbieten. Kannst du das genauer erklären, ob eine Reparatur bei antiken Spiegeln überhaupt möglich ist?"
TN1: „Ja, gerne. Bei antiken Spiegeln hängt eine Reparatur stark vom Ausmaß des Schadens ab. Kleinere Risse können von spezialisierten Restauratorinnen und Restauratoren oft fachgerecht behoben werden, ohne den Wert des Stücks wesentlich zu mindern. Bei größeren Schäden ist eine vollständige Wiederherstellung jedoch kaum möglich. Sollten wir sofort eine Restauratorin oder einen Restaurator kontaktieren, um den Schaden bewerten zu lassen?"
TN2: „Ja, das wäre ein sehr sinnvoller nächster Schritt. Eine fachkundige Einschätzung gibt uns und dem Kunden Klarheit darüber, was noch möglich ist. Außerdem zeigt das dem Kunden, dass wir professionell und lösungsorientiert vorgehen. Wer trägt eigentlich die Kosten für den entstandenen Schaden?"
TN1: „Da der Schaden in unserem Geschäft entstanden ist, liegt die Verantwortung eindeutig bei uns. Wir sollten unbedingt prüfen, ob unsere Betriebshaftpflichtversicherung solche Schäden abdeckt. Weißt du, ob wir für solche Fälle überhaupt versichert sind?"
TN2: „Ja, ich glaube, wir haben eine Betriebshaftpflichtversicherung, aber ich bin mir nicht sicher, ob Schäden an Waren im eigenen Geschäft davon abgedeckt sind. Das sollten wir dringend mit unserer Versicherung klären. Sollten wir dem Kunden gegenüber die Versicherungsfrage erwähnen?"
TN1: „Da bin ich anderer Meinung. Die Versicherungsfrage ist eine interne Angelegenheit, die den Kunden nicht direkt betrifft. Für ihn ist nur wichtig, dass wir den Schaden vollständig übernehmen und ihm schnell eine Lösung bieten. Sollten wir den gesamten Vorfall auch schriftlich dokumentieren?"
TN2: „Ja, auf jeden Fall. Eine lückenlose Dokumentation schützt uns rechtlich und hilft uns, ähnliche Vorfälle in Zukunft besser zu verstehen. Fotos vom Schaden und eine schriftliche Beschreibung des Hergangs sollten sofort erstellt werden. Wie können wir langfristig sicherstellen, dass so etwas nicht noch einmal passiert?"
TN1: „Das ist eine sehr wichtige Frage. Wir sollten alle wertvollen Stücke im Geschäft besser sichern, zum Beispiel durch spezielle Halterungen oder Vitrinen. Außerdem sollte jedes wertvolle Objekt grundsätzlich nur von zwei Personen gemeinsam bewegt werden. Sollten wir alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum sicheren Umgang mit wertvollen Antiquitäten schulen?"
TN2: „Da stimme ich dir vollkommen zu. Eine gezielte Schulung würde sicherstellen, dass alle im Team wissen, wie man empfindliche Stücke richtig trägt, sichert und lagert. Wäre es außerdem sinnvoll, alle Objekte im Geschäft fotografisch zu dokumentieren und ihren Wert schriftlich festzuhalten?"
TN1: „Ja, auf jeden Fall. Eine vollständige Dokumentation aller Stücke mit Fotos und geschätzten Werten ist sowohl für Versicherungsfragen als auch für den täglichen Betrieb sehr wichtig. So haben wir im Schadensfall immer einen klaren Nachweis. Ich glaube, wir haben jetzt alle wichtigen Punkte besprochen. Sollen wir kurz zusammenfassen?"
TN2: „Ja, gerne. Fassen wir kurz zusammen: Als Sofortmaßnahmen suchen wir das persönliche Gespräch mit dem Kunden, entschuldigen uns aufrichtig und kontaktieren sofort eine Restauratorin oder einen Restaurator für eine fachkundige Schadensbewertung. Je nach Ergebnis bieten wir eine Reparatur, eine vollständige Kostenerstattung oder ein gleichwertiges Ersatzstück an."
TN1: „Genau. Die Kostenfrage klären wir intern mit unserer Betriebshaftpflichtversicherung. Den gesamten Vorfall dokumentieren wir sofort schriftlich und fotografisch."
TN2: „Langfristig sichern wir alle wertvollen Stücke besser, führen klare interne Regeln für den Transport ein und schulen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entsprechend. Außerdem erstellen wir eine vollständige Dokumentation aller Objekte im Geschäft. Ich denke, damit sind wir uns einig."
TN1: „Ja, wir sind uns einig. Dann fangen wir jetzt sofort damit an."

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