Personalmangel vor Weihnachten im Supermarkt

Situation:
Sie arbeiten in einem Supermarkt. Vor Weihnachten häufen sich die Bestellungen, und Sie haben nicht genug Zeit, um alle Bestellungen rechtzeitig zu erfüllen.

Aufgabe:
Überlegen Sie zusammen mit Ihrer Gesprächspartnerin oder Ihrem Gesprächspartner, wie Sie in dieser Situation angemessen reagieren.

Diese Stichpunkte helfen Ihnen:

  1. Kunden und Kundinnen: Wie informieren? Was anbieten, wenn Bestellungen sich verzögern?
  2. Kurzfristig: Wo zusätzliche Arbeitskräfte finden? Was sofort organisieren?
  3. Personal: Wie Aufgaben besser verteilen? Überstunden möglich?
  4. Langfristig: Wie mit Spitzenzeiten künftig besser umgehen?
  5. …?
speedometer 4:00 Min
lock

Um diese Funktion zu nutzen, brauchst du ein Premium-Abo.

Premium freischalten

Antwortboben

Wörter: 0

Beispiel

0:00
0:00

TN1: „Hast du gehört, dass sich die Bestellungen vor Weihnachten so stark häufen, dass wir nicht mehr genug Zeit haben, um alle rechtzeitig zu erfüllen? Das könnte zu großer Unzufriedenheit bei unseren Kundinnen und Kunden führen."
TN2: „Nein, das wusste ich noch nicht. Das ist wirklich eine ernste Situation, denn Weihnachten ist für viele Kundinnen und Kunden der wichtigste Einkaufszeitraum des Jahres. Wenn Bestellungen zu spät ankommen oder gar nicht erfüllt werden, verlieren wir nicht nur Umsatz, sondern auch das Vertrauen unserer Stammkundschaft. Weißt du, wie viele Bestellungen aktuell nicht rechtzeitig bearbeitet werden können?"
TN1: „Ja, laut unserer aktuellen Übersicht haben wir zurzeit etwa dreißig Prozent mehr Bestellungen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Unser Team ist schlicht nicht groß genug, um diesen Ansturm alleine zu bewältigen. Wir müssen sofort handeln, sonst werden viele Bestellungen die Weihnachtsfrist nicht einhalten. Sollten wir die betroffenen Kundinnen und Kunden proaktiv informieren?"
TN2: „Da stimme ich dir vollkommen zu. Wir sollten alle Kundinnen und Kunden, deren Bestellungen sich verzögern könnten, sofort per E-Mail oder Telefon informieren und uns entschuldigen. Eine frühzeitige Information ist viel besser als eine Überraschung kurz vor Weihnachten. Kannst du das genauer erklären, was wir ihnen konkret anbieten könnten?"
TN1: „Ja, gerne. Wir könnten ihnen einen alternativen Liefertermin nennen und als Entschädigung einen Rabatt auf die aktuelle Bestellung oder einen Gutschein für den nächsten Einkauf anbieten. So zeigen wir, dass wir die Unannehmlichkeiten ernst nehmen. Weißt du, wo wir kurzfristig zusätzliche Arbeitskräfte finden könnten?"
TN2: „Ja, es gibt mehrere Möglichkeiten. Wir könnten zunächst bei einer Zeitarbeitsagentur anfragen, die auf den Einzelhandel spezialisiert ist und kurzfristig Personal vermitteln kann. Außerdem könnten wir Studierende oder Schülerinnen und Schüler als Aushilfen für die Weihnachtszeit einstellen. Weißt du, ob wir auch interne Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus anderen Abteilungen vorübergehend einsetzen könnten?"
TN1: „Ja, das wäre eine sehr schnelle und kostengünstige Lösung. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Verwaltung oder aus weniger ausgelasteten Abteilungen könnten vorübergehend bei der Bestellungsbearbeitung und beim Einpacken helfen. Sollten wir außerdem prüfen, ob freiwillige Überstunden für das bestehende Team möglich sind?"
TN2: „Da bin ich anderer Meinung, dass wir das einfach einfordern sollten. Überstunden sollten immer freiwillig und gut vergütet sein, damit die Motivation erhalten bleibt. Wenn wir das Team mit Pflichtüberstunden belasten, riskieren wir, dass die Arbeitsqualität leidet und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Weihnachten erschöpft sind. Kannst du das genauer erklären, wie wir die Aufgaben im Team besser verteilen könnten?"
TN1: „Ja, gerne. Wir könnten klare Zuständigkeiten einführen, zum Beispiel eine Gruppe für die Kommissionierung, eine für das Verpacken und eine für den Versand. So arbeitet jede Person effizienter, weil sie sich auf eine Aufgabe konzentriert. Außerdem könnten wir die Arbeitszeiten in Schichten aufteilen, um den Betrieb länger aufrechtzuerhalten. Sollten wir außerdem prüfen, ob wir mit einem externen Logistikpartner zusammenarbeiten können?"
TN2: „Ja, das halte ich für eine sehr gute Idee. Ein erfahrener Logistikpartner könnte uns helfen, einen Teil der Lieferungen zu übernehmen und so unsere eigenen Kapazitäten zu entlasten. Das wäre besonders sinnvoll für Lieferungen in weiter entfernte Regionen. Da stimme ich dir vollkommen zu, dass das eine sehr wirksame kurzfristige Maßnahme wäre. Wie können wir langfristig besser mit solchen Spitzenzeiten umgehen?"
TN1: „Das ist eine sehr wichtige Frage. Wir sollten in Zukunft bereits Monate vor Weihnachten mit der Personalplanung beginnen und frühzeitig Zeitarbeitskräfte und Aushilfen einplanen. Außerdem wäre es sinnvoll, die Bestellkapazitäten während der Hochsaison zu begrenzen, damit wir nur so viele Bestellungen annehmen, wie wir auch zuverlässig erfüllen können. Wäre es außerdem hilfreich, ein digitales Kapazitätsmanagementsystem einzuführen?"
TN2: „Ja, auf jeden Fall. Ein System, das in Echtzeit anzeigt, wie viele Bestellungen wir noch zuverlässig bearbeiten können, würde uns helfen, rechtzeitig gegenzusteuern. So könnten wir bei Überlastung sofort reagieren und Kundinnen und Kunden frühzeitig auf mögliche Verzögerungen hinweisen. Sollten wir außerdem die Erfahrungen dieser Weihnachtszeit schriftlich festhalten, um daraus für das nächste Jahr zu lernen?"
TN1: „Da stimme ich dir vollkommen zu. Ein detaillierter Abschlussbericht nach der Weihnachtszeit würde uns helfen, die gleichen Fehler nicht zu wiederholen. Alle Erkenntnisse zur Personalplanung, Aufgabenverteilung und Lieferlogistik sollten festgehalten und im nächsten Jahr rechtzeitig umgesetzt werden. Ich glaube, wir haben jetzt alle wichtigen Punkte besprochen. Sollen wir kurz zusammenfassen?"
TN2: „Ja, gerne. Fassen wir kurz zusammen: Als Sofortmaßnahmen informieren wir alle betroffenen Kundinnen und Kunden proaktiv über mögliche Verzögerungen und bieten einen Rabatt oder Gutschein als Entschädigung an. Wir fragen bei einer Zeitarbeitsagentur nach kurzfristigem Personal und setzen interne Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus anderen Abteilungen vorübergehend ein."
TN1: „Genau. Wir führen klare Zuständigkeiten und Schichtpläne ein, um effizienter zu arbeiten, und prüfen eine Zusammenarbeit mit einem externen Logistikpartner für die Lieferungen."
TN2: „Langfristig beginnen wir die Personalplanung für Spitzenzeiten deutlich früher, führen ein digitales Kapazitätsmanagementsystem ein und halten alle Erfahrungen in einem Abschlussbericht fest. So sind wir nächstes Weihnachten deutlich besser vorbereitet. Ich denke, damit sind wir uns einig."
TN1: „Ja, wir sind uns einig. Dann fangen wir jetzt sofort damit an."

Andere B2 Beruf Übungen auswählen