Haustiere im Büro — Angst vor großen Hunden

Situation:
Sie arbeiten zusammen in einem Großraumbüro einer großen Firma. Seit Kurzem dürfen Kolleginnen und Kollegen ihre Haustiere ins Büro mitbringen. Viele nutzen diese Möglichkeit tatsächlich. Sie sind mit dieser Einführung nicht einverstanden, da Sie beide Angst vor großen Hunden haben.

Aufgabe:
Überlegen Sie zusammen mit Ihrer Gesprächspartnerin oder Ihrem Gesprächspartner, wie Sie in dieser Situation angemessen reagieren.

Diese Stichpunkte helfen Ihnen:

  1. Kolleginnen und Kollegen: Um was bitten? Wie das Gespräch suchen?
  2. Firmenleitung: Wie das Problem ansprechen? Welche Lösung vorschlagen?
  3. Maßnahmen: Was kann die Firma konkret unternehmen?
  4. Langfristig: Was können Sie selbst tun?
  5. …?
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TN1: „Hast du gehört, dass immer mehr Kolleginnen und Kollegen ihre Haustiere ins Büro mitbringen, seit die Firma das erlaubt hat? Ich finde das sehr schwierig, denn ich habe wirklich Angst vor großen Hunden und kann mich kaum noch konzentrieren."
TN2: „Nein, das wusste ich noch nicht. Das ist wirklich eine unangenehme Situation, denn ein Großraumbüro sollte ein sicherer und produktiver Arbeitsplatz für alle sein. Angst vor Hunden ist eine sehr verbreitete und ernsthafte Reaktion, die man nicht einfach ignorieren kann. Weißt du, wie viele Kolleginnen und Kollegen ihre Tiere regelmäßig mitbringen?"
TN1: „Ja, momentan bringen etwa acht Kolleginnen und Kollegen regelmäßig ihre Hunde mit, darunter auch zwei sehr große Hunde, die frei im Büro herumlaufen. Das macht mir persönlich sehr zu schaffen, und ich glaube, auch anderen geht es ähnlich. Sollten wir zunächst das direkte Gespräch mit den betroffenen Kolleginnen und Kollegen suchen?"
TN2: „Da stimme ich dir vollkommen zu. Ein ruhiges und respektvolles Gespräch ist der erste Schritt. Wir sollten erklären, dass wir grundsätzlich nichts gegen Haustiere haben, aber dass große Hunde, die frei herumlaufen, für uns ein echtes Problem darstellen. Vielleicht sind die Kolleginnen und Kollegen gar nicht bewusst, wie belastend das für uns ist. Kannst du das genauer erklären, was wir sie konkret bitten könnten?"
TN1: „Ja, gerne. Wir könnten sie bitten, ihre Hunde an der Leine zu halten oder in einem festen Bereich des Büros zu halten, zum Beispiel in der Nähe ihres eigenen Schreibtisches. Außerdem wäre es sinnvoll, bestimmte hundefreie Zonen im Büro einzurichten, in denen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Angst oder Allergien sicher aufhalten können. Weißt du, ob wir das Problem auch der Firmenleitung melden sollten?"
TN2: „Ja, ich halte das für sehr wichtig. Die Firmenleitung hat diese Regelung eingeführt, ohne offenbar alle Konsequenzen zu bedenken. Wir sollten ihr gegenüber sachlich und konstruktiv erklären, dass die aktuelle Umsetzung nicht für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter funktioniert. Da bin ich anderer Meinung als Kolleginnen und Kollegen, die sagen, wir sollten uns einfach daran gewöhnen. Angst ist keine Frage des guten Willens. Kannst du das genauer erklären, wie wir das Gespräch mit der Firmenleitung am besten vorbereiten sollten?"
TN1: „Ja, gerne. Wir sollten konkrete Beispiele nennen, wie die aktuelle Situation unsere Arbeit beeinträchtigt, und gleichzeitig konstruktive Lösungsvorschläge mitbringen. So wirken wir nicht wie Beschwerdeführende, sondern wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die aktiv zur Lösung beitragen wollen. Weißt du, welche konkreten Maßnahmen wir der Firmenleitung vorschlagen könnten?"
TN2: „Ja, wir könnten vorschlagen, klare Regeln für das Mitbringen von Haustieren einzuführen. Zum Beispiel könnten nur kleinere Tiere erlaubt sein, oder Hunde müssen immer an der Leine bleiben. Außerdem sollten mindestens eine oder zwei Etagen oder Bereiche des Büros als tierfreie Zonen ausgewiesen werden. Weißt du, ob es außerdem sinnvoll wäre, eine Abstimmung unter allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durchzuführen?"
TN1: „Ja, das halte ich für eine sehr gute Idee. Wenn alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Meinung äußern können, fühlt sich niemand übergangen. Vielleicht stellt sich heraus, dass mehr Menschen Bedenken haben, als bisher bekannt ist. Eine anonyme Umfrage wäre dabei am fairsten. Da stimme ich dir vollkommen zu, dass das die Lösung auf eine breitere Grundlage stellen würde. Weißt du, ob es rechtliche Aspekte gibt, die wir beachten sollten?"
TN2: „Ja, tatsächlich. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen sicheren Arbeitsplatz zu gewährleisten. Wenn jemand nachweislich durch Tiere im Büro in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt wird, kann das als Verletzung der Fürsorgepflicht gewertet werden. Das ist ein starkes Argument in unserem Gespräch mit der Firmenleitung. Was können wir langfristig selbst tun, um mit dieser Situation besser umzugehen?"
TN1: „Das ist eine sehr wichtige Frage. Kurzfristig könnten wir mit unserer Arbeitszeit flexibler umgehen und an Tagen, an denen viele Hunde im Büro sind, vermehrt im Homeoffice arbeiten. Außerdem könnte ein professionelles Angstbewältigungstraining langfristig helfen, die Angst vor Hunden zu reduzieren. Weißt du, ob die Firma solche Schulungen oder Coachings anbietet?"
TN2: „Ja, viele Unternehmen bieten betriebliche Gesundheitsförderung an, die auch psychologische Unterstützung umfassen kann. Wir sollten nachfragen, ob die Firma die Kosten für ein solches Training übernehmen würde. Außerdem sollten wir uns bis dahin gezielt einen ruhigen Arbeitsbereich suchen, der möglichst weit von den Hunden entfernt ist. Ich glaube, wir haben jetzt alle wichtigen Punkte besprochen. Sollen wir kurz zusammenfassen?"
TN1: „Ja, gerne. Fassen wir kurz zusammen: Als Sofortmaßnahmen suchen wir das direkte Gespräch mit den betroffenen Kolleginnen und Kollegen und bitten sie, ihre Hunde an der Leine zu halten und in ihrem eigenen Bereich zu lassen. Wir sprechen außerdem die Firmenleitung an und bringen konkrete Lösungsvorschläge mit."
TN2: „Genau. Wir schlagen der Firmenleitung klare Regeln für Haustiere im Büro vor, die Einrichtung tierfreier Zonen und eine anonyme Umfrage unter allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das rechtliche Argument der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers bringen wir ebenfalls ein."
TN1: „Langfristig nutzen wir Homeoffice-Optionen an tierreichen Tagen und fragen nach betrieblicher Unterstützung für ein Angstbewältigungstraining. So verbessern wir sowohl die Situation im Büro als auch unsere eigene Belastbarkeit. Ich denke, damit sind wir uns einig."
TN2: „Ja, wir sind uns einig. Dann fangen wir jetzt sofort damit an."

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