Bobsport

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Sie hören nun ein Gespräch. Dazu sollen Sie 10 Aufgaben lösen. Sie hören das Gespräch zweimal. Entscheiden Sie beim Hören, ob die Aussagen richtig oder falsch sind.

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J:
Guten Tag und herzlich willkommen zu unserer Sportsendung. Heute sprechen wir über eine Sportart, die bei Olympischen Spielen regelmäßig Millionen Menschen vor den Fernseher bringt, im Alltag aber eher im Hintergrund steht: den Bobsport. Unser Gast ist Francesco Friedrich, mehrfacher Weltmeister und einer der erfolgreichsten deutschen Bobpiloten der letzten Jahre. Guten Tag, Herr Friedrich.

G:
Guten Tag, ich freue mich, hier zu sein.

J:
Wenn man sich internationale Zahlen ansieht, fällt auf: Bei großen Turnieren verfolgen weltweit mehrere hundert Millionen Menschen die Wettkämpfe im Eiskanal. Trotzdem hört man oft, dass Bobsport keine große Rolle spielt. Wie nehmen Sie das wahr?

G:
Das stimmt schon, auf den ersten Blick wirkt Bobsport eher klein. Bei Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen ist das Interesse allerdings sehr hoch. Über das ganze Jahr gesehen bleibt die Zuschauerzahl im Vergleich zu anderen Wintersportarten jedoch begrenzt.

J:
Bobs fahren mit Geschwindigkeiten von über 140 Kilometern pro Stunde. Viele denken dabei sofort an schwere Unfälle. Gab es in Ihrer Karriere gefährliche Situationen?

G:
Ja, solche Situationen gab es. Stürze gehören leider dazu. Glücklicherweise hatte ich zwar Blessuren und Schmerzen, aber keine Verletzungen, die mich für lange Zeit aus dem Training genommen hätten.

J:
Hat diese Erfahrung Ihre Art zu fahren verändert?

G:
Man würde erwarten, dass man vorsichtiger wird. In meinem Fall ist es aber so, dass ich heute nicht langsamer fahre, sondern eher noch konzentrierter.

J:
Viele Zuschauer fragen sich: Hat man als Bobfahrer eigentlich Angst?

G:
Angst ist ein starkes Wort. Auf der Bahn selbst fühle ich mich meist sicher. Schwieriger finde ich dagegen Situationen außerhalb des Sports, zum Beispiel im normalen Straßenverkehr, wo ich weniger Kontrolle habe.

J:
Ihr Trainingsplan ist sehr voll. Bleibt da überhaupt Platz für ein Privatleben?

G:
Ich bin in einer festen Beziehung. Wir sprechen über viele Dinge aus dem Alltag. Sport kommt zwar vor, ist aber längst nicht unser einziges Thema.

J:
Im Profisport sieht man oft teure Autos, Uhren oder andere Luxusartikel. Wie wichtig ist Ihnen so etwas?

G:
Erfolg wird oft mit Besitz verbunden. Für mich persönlich spielen solche Dinge allerdings kaum eine Rolle. Ich investiere meine Zeit lieber in einfache Aktivitäten.

J:
Sie sind in Deutschland aufgewachsen, verbringen aber viel Zeit an Trainingsorten im Ausland. Denken Sie manchmal an die Zeit nach Ihrer Karriere?

G:
Ja, darüber denke ich nach. Ich kann mir vorstellen, später auch etwas anderes zu machen, vielleicht im Sportbereich, vielleicht auch ganz außerhalb.

J:
Viele erfolgreiche Sportler besitzen Flugzeuge oder Yachten. Ist das für Sie ein Ziel?

G:
Nein. Ich habe gelernt, dass man so etwas nicht braucht, um zufrieden zu sein. Ich lege darauf keinen Wert.

J:
Wann begann Ihre sportliche Laufbahn?

G:
Mit ungefähr zwölf Jahren habe ich intensiv Sport getrieben. Damals stand allerdings nicht der Bob im Mittelpunkt, sondern eine andere Disziplin. Der Wechsel kam erst später.

J:
Also kein direkter Weg?

G:
Genau. Nach der Schule habe ich mich nicht sofort ausschließlich auf den Bobsport konzentriert. Der Weg dahin war eher schrittweise.

J:
Vielen Dank für das Gespräch.

G:
Danke ebenfalls.

0 / 10 richtige Optionen

1

Der Bobsport erreicht weltweit ein ähnlich großes Publikum wie andere bekannte Wintersportarten.

1 – FALSCH (–)

Warum? Im Interview klingt es zuerst groß („weltweit“, „mehrere hundert Millionen“), aber dann wird es relativiert.

  • Textstütze (sinngemäß): Bei großen Ereignissen schauen viele zu, über das ganze Jahr ist es im Vergleich begrenzt.
  • Trigger-Wörter: „Trotzdem“, „über das ganze Jahr gesehen“, „jedoch begrenzt“
  • telc-Falle: Statistik/Publikum: Ein großer Moment (Olympia/WM) ≠ das ganze Jahr „ähnlich groß“.
  • Merktipp: Wenn du „über das ganze Jahr“ hörst, prüfe: Wird etwas abgeschwächt?
2

Francesco Friedrich musste nach einem schweren Sturz mehrere Monate pausieren.

2 – FALSCH (–)

Warum? Es gab Stürze, aber keine monatelange Pause.

  • Textstütze (sinngemäß): Er hatte Blessuren/Schmerzen, aber keine Verletzungen, die ihn lange aus dem Training genommen hätten.
  • Trigger-Wörter: „Glücklicherweise“, „zwar … aber“, „keine … für lange Zeit“
  • telc-Falle: Übertreibung: „gefährlich“ im Text → Aussage macht daraus „mehrere Monate pausieren“.
  • Merktipp: Achte auf „zwar“ und warte auf das „aber“!
3

Nach mehreren Unfällen fährt Friedrich heute deutlich langsamer als früher.

3 – FALSCH (–)

Warum? Erwartung: nach Unfällen langsamer. Im Text kommt das Gegenteil.

  • Textstütze (sinngemäß): Er fährt heute nicht langsamer, sondern noch konzentrierter.
  • Trigger-Wörter: „Man würde erwarten …“, „aber“, „nicht langsamer“, „sondern“
  • telc-Falle: Kontrast: „vorsichtiger“ wird angekündigt, dann durch „aber/sondern“ gedreht.
  • Merktipp: Wenn du „nicht … sondern …“ hörst, ist die Aussage mit „deutlich“ sehr oft falsch.
4

Im Alltag empfindet Friedrich mehr Unsicherheit als während eines Wettkampfs.

4 – RICHTIG (+)

Warum? Er sagt eindeutig: Alltag (Straßenverkehr) macht ihn unsicherer als die Bahn.

  • Textstütze (sinngemäß): Auf der Bahn fühlt er sich meist sicher; im Straßenverkehr ist er eher nervös, weil er weniger Kontrolle hat.
  • Trigger-Wörter: „dagegen“, „weniger Kontrolle“, „eher nervös“
  • telc-Falle: Vergleich: Zwei Situationen werden direkt gegenübergestellt.
  • Merktipp: Wörter wie „dagegen“ oder „im Vergleich“ zeigen oft den Prüfpunkt.
5

In Gesprächen mit seiner Partnerin spielt der Sport fast keine Rolle.

5 – FALSCH (–)

Warum? Sport kommt vor, aber eben nicht „fast keine Rolle“.

  • Textstütze (sinngemäß): Sport kommt in Gesprächen vor, ist aber längst nicht das einzige Thema.
  • Trigger-Wörter: „zwar“, „aber“, „längst nicht“, „nicht unser einziges Thema“
  • telc-Falle: „fast“: „fast keine Rolle“ ist eine starke Minimierung – der Text sagt nur „nicht nur“.
  • Merktipp: „nicht nur“ ≠ „fast gar nicht“. Das ist ein klassischer telc-Trick.
6

Luxusgegenstände gehören für Friedrich selbstverständlich zu einem erfolgreichen Sportlerleben.

6 – FALSCH (–)

Warum? Luxus wird erwähnt, aber er sagt klar, dass ihn das kaum interessiert.

  • Textstütze (sinngemäß): Andere verbinden Erfolg mit Besitz, für ihn spielt das kaum eine Rolle.
  • Trigger-Wörter: „oft“, „allerdings“, „kaum“, „interessiert mich kaum“
  • telc-Falle: Allgemein vs. persönlich: „manche“ machen X, aber „ich“ nicht.
  • Merktipp: Achte auf Perspektivwechsel: „manche“„für mich“.
7

Friedrich denkt darüber nach, auch außerhalb des Leistungssports beruflich tätig zu sein.

7 – RICHTIG (+)

Warum? Er nennt klar die Möglichkeit einer Tätigkeit nach der Karriere – sogar außerhalb des Sports.

  • Textstütze (sinngemäß): Nach der Laufbahn kann er sich Trainerarbeit vorstellen, oder auch etwas ganz außerhalb.
  • Trigger-Wörter: „später“, „nach meiner Laufbahn“, „kann ich mir vorstellen“, „auch außerhalb“
  • telc-Falle: Zukunft: Möglichkeitsform (nicht fest), aber eindeutig als Option genannt.
  • Merktipp: „kann ich mir vorstellen“ ist kein Versprechen – aber es reicht für „er denkt darüber nach“.
8

Für seine Reisen nutzt Friedrich manchmal ein eigenes Flugzeug.

8 – FALSCH (–)

Warum? Flugzeuge werden genannt, aber nur als Beispiel für Luxus, den er nicht braucht.

  • Textstütze (sinngemäß): Er braucht weder Yacht noch eigenes Flugzeug, um zufrieden zu sein.
  • Trigger-Wörter: „weder … noch“, „nicht braucht“, „kein Wert“
  • telc-Falle: brauchen ≠ besitzen: „nicht nötig“ bedeutet nicht „hat es manchmal“.
  • Merktipp: Wenn eine Aussage „manchmal“ behauptet, suche im Text nach „weder/kein“ – das zerstört „manchmal“.
9

Mit etwa zwölf Jahren begann Friedrich zunächst mit einer anderen Sportart als Bobsport.

9 – RICHTIG (+)

Warum? Er nennt das Alter und sagt deutlich: zuerst eine andere Sportart, Bob kam später.

  • Textstütze (sinngemäß): Mit ungefähr zwölf begann er intensiv Sport zu treiben; zuerst war es nicht Bob, sondern etwas anderes.
  • Trigger-Wörter: „mit ungefähr zwölf“, „allerdings nicht“, „sondern“, „erst später“
  • telc-Falle: Reihenfolge: Anfang im Sport ≠ Anfang im Bobsport.
  • Merktipp: „zuerst“ und „erst später“ sind Schlüsselwörter für Reihenfolgefragen.
10

Direkt nach dem Schulabschluss konzentrierte sich Friedrich ausschließlich auf den Bobsport.

10 – FALSCH (–)

Warum? Er sagt ausdrücklich: nicht sofort und nicht ausschließlich Bob nach der Schule.

  • Textstütze (sinngemäß): Der Weg war schrittweise; nach der Schule nicht sofort nur Bob.
  • Trigger-Wörter: „nicht sofort“, „nicht ausschließlich“, „schrittweise“
  • telc-Falle: Absolute Wörter: „direkt“ und „ausschließlich“ sind klassische Falschauslöser.
  • Merktipp: In telc ist „ausschließlich/nur“ oft der Grund, warum eine Aussage kippt.

Audio in dieser Übung wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

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