Wander-Tour

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Guten Morgen zusammen – schön, dass ihr alle da seid.

Ich bin Elias Neubauer, euer Tourenleiter für die kommenden fünf Tage. Ich freue mich ehrlich gesagt riesig auf diese gemeinsame Zeit mit euch – draußen unterwegs sein, offline sein, raus aus dem Alltag. Und bevor wir gleich loswandern, braucht ihr noch ein paar wichtige Infos, damit alles gut läuft und keine Missverständnisse entstehen.

Zunächst kurz zur Orientierung: Wir befinden uns gerade im kleinen Ort Hüttenstein im südlichen Teil des Nationalparks Hunsrück-Hochwald, etwa 480 Meter über dem Meeresspiegel. Unsere erste Etappe heute ist entspannt – wir laufen nur knapp zwei Stunden bis zur Schutzhütte an der Gasselwiese. Dort gibt es ein Lagerfeuer, Würstchen und vegane Spieße, und natürlich lernen wir uns bei der Gelegenheit ein bisschen besser kennen. Viele von euch kommen ja aus ganz verschiedenen Ecken Deutschlands – von Regensburg bis Oldenburg, das finde ich super.

Heute Nacht schlafen wir zum ersten Mal im Stroh – in einer Scheune, die ein Biohof zur Verfügung stellt. Das ist für viele ein kleines Abenteuer, aber glaubt mir: wer sich drauf einlässt, erlebt eine Nacht wie aus einer anderen Zeit.

Ab morgen wird es dann sportlicher. Geplant sind täglich zwischen fünf und sechseinhalb Stunden Gehzeit. Wir bewegen uns meist auf befestigten Wegen, aber stellenweise wird’s auch steil, besonders an Tag drei rund um die Eifelhöhe. 2024 gab’s dort nach Starkregen einige Rutschbereiche – deshalb gilt: Nur wer gute Wanderschuhe mit Profil hat, darf auf diesen Abschnitt mitkommen. Wer mit Sneakern unterwegs ist, muss an dem Tag aussetzen und wird mit einem Regionalbus zur nächsten Station gebracht. Bitte nehmt das ernst – die Sicherheit geht vor.

Was die Verpflegung angeht, machen wir es pragmatisch und nachhaltig: Jeden Abend, wenn wir an unserem Tagesziel ankommen, bekommt ihr ein Paket mit Lebensmitteln und Getränken für den nächsten Tag – inklusive Snacks, etwas Obst und einem kleinen Erste-Hilfe-Set mit Pflaster. Morgens könnt ihr euch zusätzlich Brote schmieren – wir haben dafür eine mobile Frühstücksstation mit fair gehandeltem Brot, Aufstrichen und Kaffee aufgebaut. Ich weiß aus Erfahrung: mit leerem Magen läuft niemand gern durch den Wald.

Ein wichtiger Punkt: Bitte kontrolliert jeden Morgen und Abend euren Rucksack. Fehlt etwas? Dann kommt zu mir – lieber vorher melden als unterwegs improvisieren müssen.

Und noch zwei Dinge, die mir persönlich am Herzen liegen: Erstens – wir sind in einem Naturraum, der geschützt ist. Laute Musik aus Bluetooth-Boxen oder Handys stört nicht nur die Stimmung, sondern auch das Ökosystem. Wir hatten letztes Jahr das Thema mit Rehen, die sich zurückgezogen haben – das wollen wir nicht nochmal erleben. Also bitte: Handy auf Flugmodus und Natur bewusst erleben.

Zweitens – hinterlasst keinen Müll. Wenn wir picknicken, nehmt eure Verpackungen wieder mit. Klingt banal, aber leider ist es nicht selbstverständlich. Und wenn wir schon draußen unterwegs sind, sollten wir die Orte mindestens so verlassen, wie wir sie vorgefunden haben.

So, das war das Wichtigste. Wenn ihr Fragen habt, kommt einfach auf mich zu – keine falsche Scheu. Und jetzt: Rucksäcke fertig, Schuhe geschnürt – und los geht’s Richtung Gasselwiese.

0 / 5 richtige Optionen

1

Am ersten Tag …

a) gibt es eine Einführung mit Lagerfeuer.

Begründung: Gleich zu Beginn der Rede sagt Elias, dass die erste Etappe nur etwa zwei Stunden dauert und mit einem Lagerfeuer an der Gasselwiese endet. Dort gibt es eine Einführung und Gelegenheit zum Kennenlernen. → Diese Aussage ist sachlich korrekt und entspricht dem Originaltext.

b) wandert die Gruppe zwei Stunden bis zum Nationalpark Hunsrück-Hochwald.

Diese Aussage enthält eine typische lexikalisch-grammatische Falle: Der Ort "Hunsrück-Hochwald" ist zwar korrekt erwähnt, aber die Formulierung "bis zum Nationalpark" ist irreführend. Die Gruppe startet bereits im Nationalpark – sie wandert nicht erst dorthin. → Der Ausdruck ist daher logisch falsch.

c) müssen wir uns unbedingt sehr gut kennenlernen.

Diese Formulierung wirkt grammatikalisch korrekt, ist aber eine stilistisch-semantische Falle: Im Text heißt es, dass es beim Lagerfeuer „Gelegenheit gibt, sich kennenzulernen“. Es wird jedoch kein Zwang („müssen“) oder eine so starke Betonung („unbedingt sehr gut“) verwendet. → Diese Option übertreibt die Aussage des Textes.

2

Wer keine geeigneten Wanderschuhe trägt, …

b) darf an einem Abschnitt nicht teilnehmen.

Begründung: Elias sagt klar, dass Personen ohne feste Wanderschuhe am dritten Tag nicht mitwandern dürfen. → Die Teilnahme ist also nur teilweise ausgeschlossen, nicht vollständig.

a) muss die Wanderung komplett abbrechen.

Diese Aussage ist eine logische Übertreibung: Im Text heißt es nicht, dass Betroffene ganz aussteigen müssen. Sie setzen nur einen Tag aus. → Diese Option ist somit inhaltlich falsch.

c) wird von Station zu Station mit einem Regionalbus fahren.

Diese Formulierung enthält eine stilistisch-semantische Falle: Elias spricht nur vom Transport zum nächsten Schlafplatz – nicht davon, dass jemand die ganze Tour per Bus macht. → Die Aussage ist übertrieben und nicht korrekt.

3

Die Teilnehmenden …

c) verbringen eine Nacht im Stroh – in einer Scheune.

Begründung: Im Text wird deutlich gesagt, dass die erste Nacht in einer Scheune auf einem Biohof verbracht wird – „zum ersten Mal im Stroh“. → Diese Aussage ist eindeutig korrekt.

a) frühstücken nur an der mobilen Frühstücksstation und essen abends an der Station.

Diese Aussage klingt stilistisch glaubwürdig, ist aber eine semantische Falle: Im Text heißt es, dass man das Essen für den nächsten Tag am Vorabend bekommt – und nicht, dass es nur Frühstück und Abendessen gibt. → Die Option unterschlägt das Tagespaket und ist deshalb falsch.

b) bewegen sich die ganze Woche nur auf befestigten Wanderwegen.

Das ist eine typische Bedeutungsverzerrung: Elias erklärt klar, dass zwar meist feste Wege genutzt werden, es aber auch steile und rutschige Passagen gibt (z. B. an Tag 3). → Diese absolute Formulierung ist also unzutreffend.

4

Während der Wanderung …

a) ist es untersagt, mit Musikgeräten laut durch die Natur zu gehen.

Begründung: Elias betont ausdrücklich, dass laute Musik vom Handy oder Lautsprecher in der Natur nicht erlaubt ist, um Tiere nicht zu stören. → Diese Aussage ist inhaltlich korrekt.

b) tragen alle Teilnehmenden verpflichtend ein Erste-Hilfe-Set bei sich.

Diese Aussage klingt glaubwürdig, ist aber eine stilistisch-grammatische Übertreibung: Es wird lediglich erwähnt, dass man kleine Pflaster bekommt – von einer „Pflicht“ zum Mitführen eines vollständigen Erste-Hilfe-Sets ist keine Rede. → Falsch.

c) müssen täglich Fotos von Pflanzen und Tieren gemacht werden.

Das ist eine stilistisch plausible, aber frei erfundene Anforderung: Im Text wird der Naturrespekt betont, aber nicht, dass Beobachtungen dokumentiert oder fotografiert werden sollen. → Diese Aussage ist frei erfunden.

5

Die Teilnehmenden sollen …

c) die Natur so hinterlassen, wie sie sie vorgefunden haben.

Begründung: Elias sagt deutlich: „Wenn wir schon draußen unterwegs sind, sollten wir die Orte mindestens so verlassen, wie wir sie vorgefunden haben.“ → Diese Aussage ist inhaltlich identisch, nur kürzer formuliert. Sie ist somit korrekt.

a) während der Wanderung gut auf ihre Ausrüstung achten.

Diese Aussage ist eine stilistische Umdeutung: Im Text geht es darum, den Rucksack vor und nach der Wanderung zu kontrollieren – nicht explizit „beim Wandern aufpassen“. → Der zeitliche Bezug ist hier falsch gesetzt.

b) ihre Mobiltelefone unterwegs nicht benutzen.

Diese Aussage ist eine semantische Verallgemeinerung: Elias verbietet ausdrücklich nur laute Musik oder Handynutzung mit Störung der Natur. Ein generelles Handyverbot erwähnt er nicht. → Diese Aussage ist zu pauschal.

Audio in dieser Übung wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

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