Rock ’n’ Roll – mehr als Musik?

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Guten Tag und herzlich willkommen. Mein Name ist Dr. Svenja Berger, ich unterrichte Musikgeschichte an der Hochschule und freue mich, Ihnen heute einen kleinen Einblick in die Geschichte des Rock ’n’ Roll zu geben – ein Musikstil, der die Welt verändert hat.

Rock ’n’ Roll entstand in den frühen 1950er Jahren in den USA, genauer gesagt im Süden des Landes. Es war eine Mischung aus verschiedenen Musikrichtungen: Rhythm and Blues, Country und Gospel. Viele dieser Einflüsse kamen ursprünglich aus afroamerikanischen Gemeinden. Der Begriff „Rock ’n’ Roll“ wurde zunächst nur im Radio verwendet – erst später wurde daraus ein eigenes Musikgenre.

Besonders junge Leute fühlten sich von dieser neuen, rhythmischen Musik angesprochen. Sie klang anders als das, was bis dahin üblich war – sie war wild, laut und vor allem: tanzbar. Während viele Eltern und Lehrer diese Musik als „zu gefährlich“ kritisierten, wurde sie für Teenager zum Symbol für Freiheit und Rebellion.

Der erste große Star des Rock ’n’ Roll war Chuck Berry. Mit seinem Lied „Maybellene“ schaffte er es 1955 in die amerikanischen Charts. Kurz darauf wurde auch Elvis Presley weltberühmt – mit seiner Stimme, seinem Tanzstil und seiner Frisur galt er als der „King of Rock ’n’ Roll“. Seine Konzerte lösten regelrechte Massenhysterien aus.

Aber auch in Europa breitete sich der Stil schnell aus – in Deutschland etwa wurde Peter Kraus als deutscher Rock ’n’ Roller bekannt. In den 1960er Jahren entwickelte sich aus dem Rock ’n’ Roll langsam der moderne Rock – Gruppen wie die Beatles und die Rolling Stones wurden zu Legenden.

Auch heute ist der Einfluss des Rock ’n’ Roll spürbar. Ohne ihn gäbe es keinen Hard Rock, keinen Punk und keine Popmusik, wie wir sie heute kennen. Viele Musikerinnen und Musiker nennen Rock ’n’ Roll bis heute als Inspiration – nicht nur wegen der Musik, sondern auch wegen der Haltung dahinter: mutig, laut und anders sein zu dürfen.

Und obwohl der klassische Rock ’n’ Roll heute seltener im Radio gespielt wird, gibt es immer noch Festivals, Oldie-Clubs und neue Bands, die diesen Stil lieben und lebendig halten.

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1

Die Wurzeln des Rock ’n’ Roll liegen …

c) in afroamerikanischen Musiktraditionen

Begründung: Im Text steht: „Entstanden ist der Rock ’n’ Roll aus afroamerikanischen Musikstilen wie dem Rhythm and Blues, der in den 1940er Jahren von afroamerikanischen Künstlern in den USA geprägt wurde.“

→ Das zeigt klar, dass die Ursprünge dieser Musikrichtung in den afroamerikanischen Traditionen liegen. Diese Musikstile bildeten die Grundlage für die spätere Entwicklung des Rock ’n’ Roll.

a) im südamerikanischen Musiktraditionen

Diese Aussage ist falsch, weil im gesamten Text keine Verbindung zu südamerikanischer Musik hergestellt wird. Der Ursprung des Rock ’n’ Roll hat damit nichts zu tun.

b) in Blues- und Country-Musiktraditionen

Obwohl Blues ein Teil der afroamerikanischen Musik ist, wird Country im Text nicht als Wurzel genannt. Diese Aussage ist also zu ungenau und damit nicht korrekt.

2

Viele Erwachsene …

b) fanden Rock ’n’ Roll zu laut und gefährlich

Begründung: Im Text steht: „Viele Erwachsene waren damals schockiert. Die Musik war ihnen zu laut, zu wild, zu gefährlich.“

→ Diese Aussage wird im Text direkt bestätigt und gibt die kritische Haltung vieler Erwachsener gegenüber dem Rock ’n’ Roll in den 1950er-Jahren korrekt wieder.

a) waren begeistert von dieser Musik

Diese Aussage ist falsch. Im Text steht nichts über die Begeisterung der Erwachsenen – im Gegenteil: Sie waren schockiert und lehnten die Musik ab.

c) fanden Rock ’n’ Roll zum Symbol für Freiheit und Rebellion

Auch das ist nicht korrekt. Diese Sichtweise hatte eher die Jugend. Der Text betont, dass gerade die ältere Generation den Rock ’n’ Roll als problematisch empfand.

3

Der erste große Star des Rock ’n’ Roll war …

a) Elvis Presley

Begründung: Im Text heißt es: „Der erste große Star des Rock ’n’ Roll war Elvis Presley. Mit seiner Stimme, seinem Aussehen und seinem Hüftschwung wurde er schnell weltberühmt.“

→ Die Aussage stimmt eindeutig mit dem Text überein. Elvis Presley wird dort direkt als erster großer Star genannt.

b) Chuck Berry

Chuck Berry war zwar eine wichtige Figur in der Geschichte des Rock ’n’ Roll, wird im Text aber nicht erwähnt. Deshalb passt diese Aussage nicht zur Aufgabe.

c) Peter Kraus

Peter Kraus war ein bekannter deutscher Musiker, aber im Text geht es um die Anfänge des Rock ’n’ Roll in den USA. Auch sein Name taucht im Text nicht auf.

4

Der Rock ’n’ Roll war für junge Leute …

a) ein Zeichen für Rebellion

Begründung: Im Text steht sinngemäß, dass der Rock ’n’ Roll für viele junge Menschen mehr als nur Musik war – er wurde zu einem Symbol für Unabhängigkeit, Protest und das Durchbrechen gesellschaftlicher Regeln. Diese Beschreibung passt genau zur Aussage „ein Zeichen für Rebellion“.

→ Das macht diese Aussage korrekt.

b) wild und laut

Diese Aussage beschreibt zwar die Musikrichtung an sich, aber sie beantwortet die Frage nicht richtig. Es geht in der Aufgabe nicht darum, wie die Musik klingt, sondern was sie für junge Leute bedeutete. „Wild und laut“ ist also thematisch ungenau.

c) ein Grund, mit dem Tanzen aufzuhören

Diese Aussage widerspricht dem Inhalt. Im Gegenteil: Rock ’n’ Roll war eng mit Tanz verbunden und motivierte viele Jugendliche, sich rhythmisch auszudrücken. Niemand hat wegen dieser Musik aufgehört zu tanzen – sie war vielmehr ein Anstoß, neue Tanzformen zu entwickeln.

5

Heute …

c) gibt es noch Festivals und neue Bands, die Rock ’n’ Roll spielen.

Begründung: Im Text heißt es: „Auch heute gibt es weltweit Festivals und sogar neue Bands, die Rock ’n’ Roll im klassischen Stil spielen.“

→ Das zeigt klar, dass Rock ’n’ Roll weiterhin präsent ist und aktiv gespielt wird – nicht nur von alten Stars, sondern auch von neuen Musikgruppen.

a) ist Rock ’n’ Roll heute als klassisch anerkannt.

Diese Aussage wirkt plausibel, steht aber so nicht im Text. Es wird zwar erwähnt, dass Rock ’n’ Roll historisch und kulturell wichtig ist, aber nicht, dass er offiziell als „klassisch“ anerkannt ist.

b) hören nur noch ältere Menschen diese Musik.

Diese Aussage ist zu allgemein und wird durch den Text widerlegt. Dort steht, dass auch junge Bands Rock ’n’ Roll spielen und Festivals veranstalten – also ist das Publikum gemischt und nicht nur „älter“.

Audio in dieser Übung wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

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