Mitarbeiteranerkennungssystem

Sie hören gleich eine Präsentation. Dazu gibt es vier Aufgaben. Welche Lösung (a, b oder c) passt jeweils am besten? Markieren Sie Ihre Lösungen für die Aufgaben. Lesen Sie jetzt die Aufgaben. Dazu haben Sie eine Minute Zeit.

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Das Anerkennungssystem

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Richtig ist a) soll die Einsatzbereitschaft der Belegschaft stärken. Herr Wenzel formuliert das Ziel des Systems so: „Das Engagement aller Beschäftigten zu fördern und die Bereitschaft zu stärken, sich aktiv für den Betrieb einzubringen." Im Text steht also nicht das Wort „Einsatzbereitschaft" — aber genau das ist gemeint. Das ist die sogenannte Paraphrasefalle: Der richtige Antwort klingt nicht wie ein Zitat aus dem Text — er gibt den Sinn wieder. Wer nur nach bekannten Wörtern sucht, übersieht ihn. Wer den Sinn versteht, findet ihn sofort!

b) fördert den Wettbewerb unter den Kolleginnen und Kollegen ist eine Umkehrfalle mit besonderer Raffinesse. Frau Hartmann stellt genau diese Befürchtung als Frage — und das klingt so überzeugend, dass viele Studierende es als Tatsache übernehmen. Aber Herr Wenzel widerlegt es ausdrücklich: „Wir haben das Modell bewusst so entwickelt, dass es sowohl individuelle Leistungen als auch den gemeinsamen Teamerfolg berücksichtigt." Eine Frage im Text ist keine Tatsache — hör immer auf die Antwort, nicht auf die Frage!

c) geht auf eine Initiative der Mitarbeitenden zurück ist eine Hinzufügungsfalle. Herr Wenzel sagt gleich zu Beginn: „Die Unternehmensleitung hat beschlossen." Die Initiative kommt klar von oben — nicht von den Mitarbeitenden. Klingt sozial wünschenswert, wurde aber nie so gesagt!

soll die Einsatzbereitschaft der Belegschaft stärken. fördert den Wettbewerb unter den Kolleginnen und Kollegen. geht auf eine Initiative der Mitarbeitenden zurück.

 

Mit den Erhebungsbögen wird

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Richtig ist c) ein individuelles Kompetenzprofil erstellt. Herr Wenzel erklärt es konkret: „Mit dem individuellen Bogen soll ein umfassendes Kompetenzprofil jeder Mitarbeiterin und jedes Mitarbeiters erfasst werden." Kompetenzprofil jeder einzelnen Person = individuelles Profil — die Logik ist eindeutig.

Bei a) die Stimmung im Betrieb gemessen steckt eine klassische Kontextfalle. Das Wort „Betriebsklima" fällt tatsächlich im Text — aber von Frau Hartmann, die eine Befürchtung äußert. Mit den Bögen hat das nichts zu tun. Kontextfalle bedeutet: Ein Wort kommt vor — aber in einem völlig anderen Zusammenhang. Hör immer auf den Kontext, nicht nur auf das Wort!

Bei b) die Unternehmensentwicklung dokumentiert steckt die subtilste Falle dieses gesamten Aufgabenblocks — die Verwechslungsfalle zwischen zwei Bedeutungen desselben Wortes. Im Text steht: „persönliche Entwicklungspotenziale identifiziert werden." Entwicklung klingt wie Unternehmensentwicklung — aber gemeint ist die persönliche Entwicklung jedes Mitarbeitenden. Gleiche Wortwurzel, völlig andere Bedeutung. Wenn du ein vertrautes Wort hörst, frag dich immer: Von wessen Entwicklung ist hier die Rede?

die Stimmung im Betrieb gemessen. die Unternehmensentwicklung dokumentiert. ein individuelles Kompetenzprofil erstellt.

 

Das erste Auswertungsgespräch

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Richtig ist a) findet nach einem Jahr statt. Herr Wenzel sagt klar: „Nach Ablauf von zwölf Monaten findet dann ein erstes verpflichtendes Auswertungsgespräch statt." Zwölf Monate = ein Jahr — das ist eine klassische Zahlenfalle. Wer beim Hören nicht umrechnet, hört nur „zwölf Monate" und findet keinen passenden Antwort. Gewöhne dir an: Zahlen im Text immer sofort umrechnen und aufschreiben!

b) ist für die Mitarbeitenden freiwillig ist eine besonders klare Umkehrfalle. Im Text steht schwarz auf weiß: „verpflichtendes Auswertungsgespräch." Verpflichtend ist das genaue Gegenteil von freiwillig. Das Schlüsselwort „verpflichtend" ist hier entscheidend — auf solche Adjektive muss man beim Hören besonders achten, denn sie verändern den Sinn komplett!

c) erfordert keine besondere Vorbereitung ist ebenfalls eine Umkehrfalle — diesmal mit Nachdruck. Herr Wenzel sagt ausdrücklich: „Wichtig ist, dass sich beide Seiten ernsthaft auf dieses Gespräch vorbereiten." Sogar das Wort „ernsthaft" betont die Erwartung. Wenn jemand etwas so nachdrücklich einfordert, kann das Gegenteil nie die richtige Antwort sein!

findet nach einem Jahr statt. ist für die Mitarbeitenden freiwillig. erfordert keine besondere Vorbereitung.

 

Als Anerkennung für gute Leistungen

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Richtig ist b) werden Sachleistungen wie Gutscheine gewährt. Herr Wenzel sagt es sehr konkret: „Sachleistungen wie Fitnessstudio-Zuschuss oder Tankgutschein ... ausschließlich als Sachleistungen gewährt — eine Barauszahlung ist ausdrücklich nicht vorgesehen." Zwei Formulierungen, beide bestätigen dasselbe: kein Geld — nur Sachleistungen.

a) erhalten die Mitarbeitenden eine Geldzahlung ist eine Umkehrfalle — und besonders tückisch, weil ein Bonussystem instinktiv nach Geld klingt. Aber Herr Wenzel schließt das ausdrücklich aus: „Barauszahlung ist ausdrücklich nicht vorgesehen." Das Wort „ausdrücklich" lässt keinen Interpretationsspielraum. Wenn etwas so klar ausgeschlossen wird, kann es nie die richtige Antwort sein!

Bei c) unternehmen die Mitarbeitenden mit ihren Familien Ausflüge stecken gleich zwei Fallen in einem Distractor — die Ja-Falle und die Verwechslungsfalle. Herr Brauer schlägt Familienausflüge vor — und Herr Wenzel antwortet: „Ja, wir haben uns auch darüber Gedanken gemacht ... wir sind offen." Dieses „Ja" klingt wie eine Bestätigung — aber er bestätigt nur die Offenheit für Vorschläge, nicht den Vorschlag selbst. Dazu kommt: Restaurantbesuche werden im Text erwähnt — aber als Abteilungsbonus nach einem Bowling-Abend, nicht als Familienausflug. Zwei Verwechslungen in einem Distractor: falsche Personengruppe und falscher Kontext. Hör niemals nur auf das erste Wort — und prüfe immer, für wen und in welchem Zusammenhang etwas gesagt wird!

erhalten die Mitarbeitenden eine Geldzahlung. werden Sachleistungen wie Gutscheine gewährt. unternehmen die Mitarbeitenden mit ihren Familien Ausflüge.

 

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