Die richtige Antwort ist a) Bei bestimmten privaten Ereignissen haben Beschäftigte Anspruch auf bezahlten Sonderurlaub.
Der Kern des Dialogs ist nicht die Hochzeit selbst, sondern die arbeitsrechtliche Folge dieses privaten Ereignisses. Tim sagt ausdrücklich: „Ich hatte keine Ahnung, dass man dafür eigentlich Sonderurlaub beantragen kann.“ Danach erklärt er die Regel noch genauer: „Bei bestimmten persönlichen Ereignissen — Hochzeit, Geburt eines Kindes, Todesfall in der Familie — hat man einen gesetzlichen Anspruch darauf.“ und „Dann bekommt man die freien Tage, ohne eigene Urlaubstage zu verbrauchen.“ Genau daraus ergibt sich Antwort a).
Die wichtigsten Schlüsselwörter und Schlüsselphrasen sind: „geheiratet“, „Sonderurlaub beantragen“, „bei bestimmten persönlichen Ereignissen“, „gesetzlichen Anspruch“, „ohne eigene Urlaubstage zu verbrauchen“, „Antrag … rechtzeitig“. Diese Hinweise führen eindeutig zu Antwort a).
Die wichtigste Falle ist f). Diese Antwort enthält ebenfalls das Wort „Sonderurlaub“ und wirkt deshalb besonders gefährlich. Aber f) bezieht sich auf Krankheit an einem Gleittag. In diesem Dialog geht es um ein privates Ereignis, nämlich eine Hochzeit. Das gleiche Schlüsselwort taucht also in einem völlig anderen Zusammenhang auf. Genau das ist eine typische dialogübergreifende Wortfalle.
Eine zusätzliche Ulovka ist, dass Tim zuerst davon spricht, dass ihm die Regelung erst im Nachhinein erklärt wurde. Dadurch könnte man sich zu sehr auf den Zeitpunkt des Antrags konzentrieren. Für die Aufgabe ist aber nicht entscheidend, wann er davon erfahren hat, sondern welcher Anspruch grundsätzlich bei bestimmten privaten Ereignissen besteht.