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Sie haben in einer Zeitschrift etwas zum Thema gelesen. Berichten Sie Ihrer Gesprächs- partnerin/Ihrem Gesprächspartner darüber. Ihre Gesprächspartnerin/Ihr Gesprächspartner hat eine andere Meinung dazu gelesen und berichtet Ihnen auch darüber.
Unterhalten Sie sich dann mit Ihrer Gesprächspartnerin/Ihrem Gesprächspartner über das Thema. Sagen Sie Ihre Meinung und erzählen Sie von eigenen Erfahrungen.
Meinung dafür, dass man behalten darf, was man findet:
Ich finde, wer etwas auf der Straße findet, darf es behalten – besonders, wenn niemand es vermisst oder kein Name darauf steht.
Erstens: Wenn jemand etwas verliert und es nicht kennzeichnet, zeigt das wenig Verantwortung. Warum sollte der Finder dann suchen, wenn der Eigentümer sich auch keine Mühe gibt, sein Eigentum zu sichern?
Zweitens: In vielen Fällen wird eine gefundene Sache nie abgeholt – selbst wenn man sie ins Fundbüro bringt. Dort liegen oft monatelang Taschen oder Handys, ohne dass jemand kommt. Der Finder hat sich Mühe gemacht, aber niemand reagiert. Das ist frustrierend.
Drittens: Wer etwas findet, kann es brauchen. Vielleicht ist der Finder selbst nicht reich. Warum soll er ein Portemonnaie mit 100 Euro abgeben, wenn der Besitzer nicht auffindbar ist? Der Finder hat Glück gehabt – und Glück sollte man nicht bestrafen.
Ich habe einmal eine Armbanduhr im Park gefunden. Ich habe zwei Wochen gewartet, aber niemand hat sie gesucht. Danach habe ich sie behalten. Sie funktioniert noch heute – und ich denke, es war in Ordnung, weil ich ehrlich gewartet habe.
Deshalb sage ich: Wenn man ehrlich sucht und niemand meldet sich – darf man es behalten.
Meinung dafür, dass man alles abgeben sollte:
Ich finde, wer etwas findet, sollte es immer abgeben oder versuchen, den Eigentümer zu finden. Alles andere ist unfair.
Erstens: Jeder kann einmal etwas verlieren. Man möchte doch selbst auch, dass andere ehrlich sind. Wenn ich mein Handy verliere, hoffe ich, dass jemand es abgibt – nicht dass es einfach weg ist.
Zweitens: Es gibt klare Gesetze, die sagen, dass man Dinge abgeben muss. Wer das nicht tut, macht sich in manchen Fällen sogar strafbar – zum Beispiel bei Geld oder Schmuck. Wer ehrlich ist, hat kein Problem.
Drittens: Ehrlichkeit zahlt sich oft aus. In vielen Fällen bekommt der Finder eine Belohnung. Und wenn sich niemand meldet, bekommt er den Gegenstand später sowieso. So gewinnt man etwas – und bleibt fair.
Ich habe mal ein Portemonnaie mit 60 Euro gefunden. Ich habe es zur Polizei gebracht. Zwei Wochen später rief mich die Besitzerin an und bedankte sich. Ich bekam 10 Euro Finderlohn – und ein gutes Gefühl. Ich war stolz auf mich.
Deshalb sage ich: Ehrlichkeit ist wichtiger als ein schneller Gewinn.

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