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Deutsch
Sie haben in einer Zeitschrift etwas zum Thema gelesen. Berichten Sie Ihrer Gesprächs- partnerin/Ihrem Gesprächspartner darüber. Ihre Gesprächspartnerin/Ihr Gesprächspartner hat eine andere Meinung dazu gelesen und berichtet Ihnen auch darüber.
Unterhalten Sie sich dann mit Ihrer Gesprächspartnerin/Ihrem Gesprächspartner über das Thema. Sagen Sie Ihre Meinung und erzählen Sie von eigenen Erfahrungen.
Sandra Vogel, 39 Jahre, Erzieherin
Wir haben unseren Sohn Lukas einmal gefragt, ob er im Verein Fußball spielen möchte. Er hatte aber gar keine Lust, wollte dafür unbedingt einen Theaterkurs besuchen. Nun besucht er seit zwei Jahren regelmäßig die Theatergruppe in unserer Stadt und das macht ihm wirklich riesig Spaß. Außerdem hat er dort viele neue Freunde gefunden. Für Sport interessiert er sich gar nicht und das ist völlig in Ordnung. Wir lassen unseren Kindern selbst die Wahl, was sie in ihrer Freizeit machen möchten. Ein Kind muss nicht alles können, sondern das, was es liebt.
Volker Hartwig, 36 Jahre, Bankberater
Wir wollten, dass unsere Tochter Mia zwei Musikinstrumente lernt und auch noch Sport im Verein macht. Jetzt lernt sie Klavier, sie spielt Geige und macht Karate. Vielleicht fängt sie bald mit der Gitarre an. Das würde uns sehr gefallen. Außerdem nimmt sie auch noch Englisch-Unterricht und besucht eine Mathe-Nachhilfe. Wir wollen, dass unsere Tochter später alle Türen offen hat und im Leben Erfolg hat. Sie ist erst neun Jahre alt, aber sie kann schon viele Sachen. Manchmal ist sie zwar müde, aber wir glauben, dass sich der Aufwand später wirklich lohnen wird.
TN 1: Ich habe hier einen Text über das Thema Kinder im Freizeitstress – Ehrgeizige Eltern gelesen. Darin geht es um eine Erzieherin, die Sandra Vogel heißt. Sie ist 39 Jahre alt. Da steht, dass sie und ihr Mann ihren Sohn Lukas einmal gefragt haben, ob er im Verein Fußball spielen möchte. Sie ist der Meinung, dass Kinder selbst entscheiden sollten, was sie in der Freizeit machen. Außerdem sagt sie, dass Lukas keine Lust auf Sport hatte. Stattdessen wollte er unbedingt einen Theaterkurs besuchen. Zum Beispiel besucht er seit zwei Jahren regelmäßig die Theatergruppe und hat dort viele neue Freunde gefunden. Sie findet auch, dass ein Kind nicht alles können muss, sondern das, was es liebt. Außerdem geben sie ihren Kindern die volle Wahlfreiheit. Und worum geht es in deinem Text?
TN 2: Ah, das ist ja interessant! In meinem Text geht es auch um das Thema Kinder im Freizeitstress – Ehrgeizige Eltern, aber die Meinung ist ganz anders. Da geht es um einen Bankberater, der Volker Hartwig heißt. Er ist 36 Jahre alt. Da steht, dass er und seine Frau wollten, dass ihre Tochter Mia zwei Musikinstrumente lernt und auch Sport im Verein macht. Er ist der Meinung, dass dieser Aufwand sich später lohnen wird. Außerdem sagt er, dass Mia jetzt Klavier lernt, Geige spielt und Karate macht. Zum Beispiel soll sie bald auch noch mit der Gitarre anfangen. Sie nimmt auch noch Englisch-Unterricht und besucht eine Mathe-Nachhilfe. Sie ist erst neun Jahre alt, aber sie kann schon viele Sachen. Manchmal ist sie zwar müde, aber sie wollen, dass ihre Tochter alle Türen offen hat. Und was meinst du persönlich dazu?
TN 1: Aha, verstehe. Also, meiner Meinung nach sollten Kinder selbst wählen, was sie in der Freizeit machen. Ich bin eher der Meinung von Sandra. Bei mir ist es so, dass ich zwei Kinder habe und sie ihre eigenen Hobbys aussuchen dürfen. Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass Kinder dann viel motivierter sind. Zum Beispiel macht meine Tochter seit drei Jahren Ballett, weil sie es selbst wollte. Sie geht jeden Donnerstag mit großer Freude zum Training. Außerdem finde ich, dass Kinder auch freie Zeit zum Spielen brauchen. Ich finde auch, dass zu viele Aktivitäten Stress machen können. Und wie ist das bei dir? Hast du Kinder oder Erfahrung mit diesem Thema?
TN 2: Hmm, das verstehe ich gut. Da stimme ich dir teilweise zu, weil die Motivation der Kinder wirklich wichtig ist. Aber meiner Meinung nach müssen Eltern auch früh ihren Kindern Chancen geben. Ich bin eher der Meinung von Volker. Bei mir ist es so, dass mein Sohn schon mit fünf Jahren Englisch lernt. Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass Kinder im jungen Alter schnell lernen. Zum Beispiel sprechen viele meiner Bekannten als Erwachsene kein Englisch und das ist heute ein großer Nachteil. Außerdem finde ich, dass Eltern wissen, was später wichtig ist. Ich finde auch, dass Kinder ohne Druck nicht alles erreichen, was möglich wäre. Wie viel Zeit verbringen deine Kinder pro Woche mit Hobbys?
TN 1: Das finde ich auch spannend. Da stimme ich dir voll zu, weil eine zweite Sprache wirklich wichtig ist. Aber meiner Meinung nach darf das Lernen nicht zur Belastung werden. Bei mir ist es so, dass meine Kinder etwa drei Stunden pro Woche mit Hobbys verbringen. Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass das genau die richtige Menge ist. Zum Beispiel hat meine Tochter Ballett am Donnerstag und mein Sohn Schwimmen am Samstag. Außerdem haben sie genug Zeit zum freien Spielen oder zum Lesen. Ich finde auch, dass Familienzeit am wichtigsten ist. Wir kochen, gehen spazieren oder spielen gemeinsam Brettspiele. Was meinst du, ist die Familienzeit wichtig?
TN 2: Ja, da stimme ich dir voll zu. Familienzeit ist wirklich sehr wichtig. Meiner Meinung nach kann man aber Familienzeit und viele Aktivitäten gut kombinieren. Bei mir ist es so, dass wir am Wochenende immer als Familie zusammen sind. Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass Kinder mit vielen Hobbys auch viele Erfolgserlebnisse haben. Zum Beispiel hat mein Sohn letzte Woche bei einem Klavier-Wettbewerb gewonnen. Sein Selbstbewusstsein ist seitdem deutlich gewachsen. Außerdem finde ich, dass Disziplin durch viele Hobbys erlernt wird. Diese Eigenschaft hilft den Kindern später im Beruf. Und gibt es deiner Meinung nach Kinder, die zu viel Druck haben?
TN 1: Bei mir ist es so, dass ich in unserer Stadt viele solche Kinder kenne. Meiner Meinung nach ist zu viel Druck wirklich gefährlich. Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass meine Nachbarstochter ein Burnout im Alter von zwölf Jahren hatte. Zum Beispiel hatte sie jeden Tag Termine: Nachhilfe, Sport, Musik, Sprachkurse. Sie war ständig müde und wollte am Ende gar nichts mehr machen. Außerdem haben ihre Eltern dann verstanden, dass sie zu viel verlangt hatten. Aber ich verstehe auch, dass Eltern nur das Beste für ihre Kinder wollen. Also, ich denke, das Thema Kinder im Freizeitstress ist wirklich interessant.
TN 2: Da stimme ich dir voll zu. Meiner Meinung nach muss man die richtige Balance finden. Bei mir ist es so, dass viele Aktivitäten für meine Kinder gut sind, aber bei dir ist die Wahlfreiheit perfekt. Beide Wege haben ihre Vor- und Nachteile. Ich denke, jede Familie muss selbst entscheiden, wie viele Hobbys ihre Kinder haben sollten. Vielen Dank für das nette Gespräch!

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