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Deutsch
Sie haben in einer Zeitschrift etwas zum Thema gelesen. Berichten Sie Ihrer Gesprächs- partnerin/Ihrem Gesprächspartner darüber. Ihre Gesprächspartnerin/Ihr Gesprächspartner hat eine andere Meinung dazu gelesen und berichtet Ihnen auch darüber.
Unterhalten Sie sich dann mit Ihrer Gesprächspartnerin/Ihrem Gesprächspartner über das Thema. Sagen Sie Ihre Meinung und erzählen Sie von eigenen Erfahrungen.
Daniela Krause, 25 Jahre, Studentin
Ich habe meine Großeltern leider nie kennengelernt, weil sie schon vor meiner Geburt gestorben sind. Heute tut mir das wirklich weh. Gerne hätte ich mit ihnen über ihre Kindheit, ihre Jugend und unsere ganze Familiengeschichte gesprochen. Außerdem hätte ich ihnen viele Fragen über ihr Leben gestellt: Wie war es im Krieg, wie haben sie geheiratet, was haben sie geliebt? Meine Großeltern hätten mir bestimmt viele wertvolle Geschichten erzählt. Ich finde, Großeltern sind eine wunderbare Quelle der Familienweisheit und des Familienwissens. Sie verbinden die Generationen miteinander.
Sebastian Berg, 30 Jahre, Projektleiter
Ich besuche meine Großeltern wirklich nur sehr selten. Sie sind schon über 80 Jahre alt und erzählen mir immer wieder die gleichen Geschichten von früheren Zeiten. Das finde ich ehrlich gesagt etwas langweilig. Außerdem verstehen sie meine moderne Welt mit Computern, Apps und meiner Arbeit als Projektleiter überhaupt nicht. Aber so ist das eben. Manche Menschen in diesem Alter leben einfach in einer ganz anderen Welt. Ich rufe sie zwar manchmal an, aber wir haben einfach zu wenige gemeinsame Themen. Vielleicht wird das mit der Zeit besser, aber im Moment ist das so.
TN 1: Ich habe hier einen Text über das Thema Großeltern gelesen. Darin geht es um eine Studentin, die Daniela Krause heißt. Sie ist 25 Jahre alt. Da steht, dass sie ihre Großeltern leider nie kennengelernt hat, weil sie schon vor ihrer Geburt gestorben sind. Sie ist der Meinung, dass Großeltern eine wunderbare Quelle der Familienweisheit sind. Außerdem sagt sie, dass ihr das heute wirklich wehtut. Gerne hätte sie mit ihnen über ihre Kindheit, ihre Jugend und die Familiengeschichte gesprochen. Zum Beispiel hätte sie ihnen viele Fragen über ihr Leben gestellt: Wie war es im Krieg, wie haben sie geheiratet, was haben sie geliebt? Außerdem findet sie, dass Großeltern die Generationen miteinander verbinden. Und worum geht es in deinem Text?
TN 2: Ah, das ist ja interessant! In meinem Text geht es auch um das Thema Großeltern, aber die Meinung ist ganz anders. Da geht es um einen Projektleiter, der Sebastian Berg heißt. Er ist 30 Jahre alt. Da steht, dass er seine Großeltern wirklich nur sehr selten besucht. Er ist der Meinung, dass es zu wenige gemeinsame Themen gibt. Außerdem sagt er, dass seine Großeltern schon über 80 Jahre alt sind und immer wieder die gleichen Geschichten erzählen. Zum Beispiel findet er das ehrlich gesagt etwas langweilig. Sie verstehen auch seine moderne Welt mit Computern, Apps und seiner Arbeit überhaupt nicht. Manche Menschen in diesem Alter leben einfach in einer ganz anderen Welt. Außerdem ruft er sie zwar manchmal an, aber sie haben zu wenige gemeinsame Themen. Und was meinst du persönlich dazu?
TN 1: Aha, verstehe. Also, meiner Meinung nach sind Großeltern wirklich wertvoll. Ich bin eher der Meinung von Daniela. Bei mir ist es so, dass meine Großmutter noch lebt und 87 Jahre alt ist. Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass ihre Geschichten wirklich kostbar sind. Zum Beispiel hat sie mir letzte Woche erzählt, wie sie meinen Großvater nach dem Krieg kennengelernt hat. Außerdem habe ich von ihr viele alte Familienrezepte gelernt. Ich finde auch, dass die ältere Generation uns sehr viel beibringen kann. Sie hat schon viel im Leben erlebt und kann gute Ratschläge geben. Und wie ist das bei dir? Hast du noch lebende Großeltern?
TN 2: Hmm, das verstehe ich gut. Da stimme ich dir teilweise zu, weil alte Geschichten wirklich interessant sein können. Aber meiner Meinung nach gibt es auch Generationskonflikte. Ich bin eher der Meinung von Sebastian. Bei mir ist es so, dass ich meinen Großvater zwar noch habe, aber wir sehen uns nur zweimal im Jahr. Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass die Gespräche oft schwierig sind. Zum Beispiel versteht mein Großvater nicht, warum ich keine Kinder habe. Außerdem haben wir ganz unterschiedliche Meinungen über Politik und das moderne Leben. Ich finde auch, dass die Welt sich heute zu schnell verändert. Was meine Großeltern in 80 Jahren erlebt haben, ist nichts gegen die Veränderungen der letzten 20 Jahre. Wie oft besuchst du deine Großmutter?
TN 1: Das finde ich auch spannend. Da stimme ich dir voll zu, weil unterschiedliche Meinungen wirklich zu Konflikten führen können. Aber meiner Meinung nach kann man auch trotz Unterschieden gute Gespräche führen. Bei mir ist es so, dass ich meine Großmutter etwa zweimal im Monat besuche. Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass diese Treffen sehr wertvoll sind. Zum Beispiel kochen wir oft zusammen oder schauen alte Familienfotos an. Außerdem hat meine Großmutter mir geholfen, als ich Probleme im Studium hatte. Sie hat mir Mut gemacht und gute Ratschläge gegeben. Ich finde auch, dass kleine Gesten viel bedeuten. Ein kurzer Anruf am Sonntag macht sie sehr glücklich. Was meinst du, sind regelmäßige Anrufe eine gute Idee?
TN 2: Ja, da stimme ich dir voll zu. Regelmäßige Anrufe sind wirklich eine gute Idee. Meiner Meinung nach reicht das auch oft schon aus. Bei mir ist es so, dass ich meinen Großvater jeden Sonntag anrufe. Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass er sich schon riesig darüber freut. Zum Beispiel erzähle ich ihm dann fünf Minuten lang, was ich in der Woche gemacht habe. Außerdem fragt er auch, wie es mir geht. Ich finde auch, dass moderne Technik dabei hilft. Wir machen jetzt manchmal Videoanrufe mit dem Tablet, das mein Vater meinem Großvater gekauft hat. Und gibst du deiner Großmutter auch Geschenke?
TN 1: Bei mir ist es so, dass ich meiner Großmutter immer kleine Geschenke mitbringe. Meiner Meinung nach freuen sich ältere Menschen besonders über Aufmerksamkeit. Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass es nicht teuer sein muss. Zum Beispiel mache ich ihr oft selbstgebackene Plätzchen oder bringe Blumen aus dem Garten. Außerdem habe ich ihr einmal ein Album mit alten Familienfotos gemacht und sie hat geweint vor Freude. Aber ich verstehe auch, dass nicht jeder Mensch zu seinen Großeltern eine enge Beziehung hat. Also, ich denke, das Thema Großeltern ist wirklich interessant.
TN 2: Da stimme ich dir voll zu. Meiner Meinung nach hängt die Beziehung zu den Großeltern von vielen Faktoren ab. Bei mir ist es so, dass die Distanz manchmal hilfreich ist, aber bei dir ist eine enge Beziehung wirklich ein Geschenk. Beide Wege sind richtig. Ich denke, jeder muss selbst entscheiden, wie viel Kontakt er zu seinen Großeltern haben möchte. Vielen Dank für das nette Gespräch!

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