Urban Gardening im Stadtpark

Lesen Sie den Text und die Aufgaben. Welche Lösung (a, b oder c) ist jeweils richtig?

26% (11 von 43 Personen konnten beim ersten Mal richtig antworten)

Stadtgarten mit Geschichte
Ein neues Bürgerprojekt im Stadtpark Hamburg-Altona

Die Schaufel klappert. Streng klingt die Stimme der Gärtnerin: Die Tomaten müssen direkt am ersten Beet eingepflanzt sein. Bisher gibt es aber noch keine weiteren Hinweise. Hinter der Schubkarre steht aber keine Gärtnerin, sondern die Studentin Lisa Brückner. Lisa ist Teilnehmerin an einem Projekt, das einen Gemeinschaftsgarten im Rahmen der Stadtteilarbeit gestaltet. Die Bürger des Gartenprojektes des Stadtparks Hamburg-Altona waren von Anfang an begeistert von der Idee, einen eigenen Gemeinschaftsgarten anzulegen. Tobias Hartmann, der im Garten die Hauptverantwortung trägt, erinnert sich noch genau: Unser erster Eindruck bei der Vorstellung des Projektes war einfach toll, denn wer nimmt schon gerne an Versammlungen teil, wenn er dafür auch was anderes machen kann. Trotzdem sieht das Projekt vor wie in einer regulären Vereinsarbeit auch Verantwortung zu übernehmen. Dabei wird auf Kreativität, Fleiß und Teamarbeit Wert gelegt.
Die Gemeinschaft wurde für den Stadtgarten in vier Gruppen eingeteilt: Eine Pflanzgruppe, eine Bewässerungsgruppe, eine Gruppe, die für die Gartenwege zuständig ist, und eine, die sich um die Gestaltung der Infotafeln und die Präsentation kümmert. So gibt es wirklich für jeden etwas zu tun und jeder bringt sich auf seine Weise ein.
Für die Pflanzerinnen und Pflanzer gibt es eine Schulung, so muss Lisa üben, wie eine Gärtnerin zu arbeiten. Die Bewässerungsgruppe wiederum sitzt mit dem Profigärtner Klaus Berger am Computer und arbeitet an dem passenden Bewässerungsplan zu den verschiedenen Beeten im Garten. Die Wegegruppe zieht mit Spaten und Schubkarre hinaus auf den Hof, um die dazu passenden Pfade anzulegen. Jetzt wissen wir auch, wie und womit man Wege gestaltet und Pflanzen versorgt, freuen sich die Bürger. Zum Beispiel klingt zertretener Kies wie schnelle Schritte im Park oder das langsame Öffnen einer Gartentür wie das Öffnen eines Zeltes – wir haben Verschiedenes ausprobiert. Da lernt man dann auch, dass bei einer Pflanzung, die im Winter stattfindet, kein Vogelgesang zu hören sein darf, erinnert sich Philipp lachend und erzählt, wie sie die Pflanzung noch einmal von vorn beginnen mussten.
Bei den Pflanzarbeiten im Beet hilft der Gartentechniker Martin Decker den Bürgern. Er gibt viele Tipps, sagt was geht und was wir lassen sollten, welche Werkzeuge gut sind und welche Methoden möglich sind. Und er hat heute zum Schluss sogar selbst bei einem Beet mitgepflanzt, erzählt Tobias begeistert. Die Bürger sind so mit ihrem Projekt verwachsen, dass sie teilweise von abends um sechs bis nachts halb drei im Garten sitzen und mit Martin herumexperimentieren.
Das Projekt ist zwar irrsinnig anstrengend und zeitaufwändig, aber es lohnt sich. Weil man viel mehr gelernt hat als bei einem normalen Vereinstreffen, meint Tobias. Und auch sein Freund Philipp ist sich sicher: Das ist nun mal einfach viel besser, als wenn du ewig zuhören oder irgendwelche Reden halten musst.

Lisa Brückner

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Richtige Lösung: b

Schlüsselstelle:
„Lisa ist Teilnehmerin an einem Projekt … Gemeinschaftsgarten …“

Logik:
Lisa nimmt aktiv teil. Sie arbeitet dort nicht beruflich, sondern ist Teilnehmerin des Projekts.

Paraphrase:
„Teilnehmerin an einem Projekt“ → „macht beim Projekt mit“

Falle bei a:
Das Wort „Gärtnerin“ kommt im Text vor. Es beschreibt aber nur eine Rolle in der Übung, nicht ihren Beruf.

Falle bei c:
„möchte später Gärtnerin werden“ klingt logisch, wird im Text aber nicht gesagt. Das ist eine Ergänzungsfalle.

arbeitet im Stadtpark Hamburg-Altona als Gärtnerin. macht beim Projekt „Gemeinschaftsgarten im Stadtpark möchte später Gärtnerin werden.

 

Der Gartentechniker Martin Decker

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Richtige Lösung: b

Schlüsselstelle:
„Er gibt viele Tipps … sagt was geht und was wir lassen sollten …“

Logik:
seine Funktion = Unterstützung + Beratung

Paraphrase:
„Tipps geben“ → „Ratschläge geben und helfen“

Falle bei a:
Nachtarbeit wird erwähnt → aber das betrifft die Bürger, nicht ihn als Aufgabe

Falle bei c:
„Hauptverantwortung“ → gehört zu Tobias, nicht zu Martin

arbeitet für das Projekt jeden Tag bis in die Nacht. gibt den Bürgern Ratschläge und hilft ihnen. ist im Stadtgarten der Hauptverantwortliche.

 

Die Gruppe von Herrn Berger

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Richtige Lösung: b

Schlüsselstelle:
„… arbeitet … an dem passenden Bewässerungsplan …“

Logik:
klare Funktionsgruppe → jede Gruppe hat eine spezifische Aufgabe

Paraphrase:
„arbeitet an dem Plan“ → „macht den Bewässerungsplan“

Falle bei a:
Werkzeuge werden erwähnt → aber nicht als Hauptaufgabe dieser Gruppe

Falle bei c:
Pflanzunterricht gehört zur Pflanzgruppe, nicht zur Gruppe von Berger

lernt verschiedene Gartengeräte kennen. macht den Bewässerungsplan für den Stadtgarten. nimmt Pflanzunterricht.

 

Tobias und Philipp

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Richtige Lösung: a

Schlüsselstellen:
„… viel mehr gelernt …“
„… viel besser als … nur zuhören …“

Logik:
Vergleich: Projekt vs. klassische Treffen → Projekt = effektiveres Lernen

Paraphrase:
„viel mehr gelernt“ → „sehr viel lernen kann“

Falle bei b:
Kritik an Aufwand → könnte negativ wirken → aber Gesamtbewertung ist positiv

Falle bei c:
Reden halten wird im Text negativ dargestellt → Gegenteil der Aussage

finden, dass man bei diesem Projekt sehr viel lernen kann. möchten beim Projekt nicht mehr mitarbeiten. möchten bei den Vereinstreffen lieber Reden halten lernen.

 

Jede Bürgerin und jeder Bürger der Gemeinschaft des Stadtgartens

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Richtige Lösung: a

Schlüsselstelle:
„… für jeden etwas zu tun … jeder bringt sich … ein“

Logik:
Struktur des Projekts = Aufteilung in Gruppen → klare Rollenverteilung

Paraphrase:
„für jeden etwas zu tun“ → „hat eine bestimmte Aufgabe“

Falle bei b:
Pflanzgruppe ist nur eine von mehreren → nicht alle haben diese Rolle

Falle bei c:
Wegegruppe existiert → aber nicht jeder gestaltet Wege

hat eine bestimmte Aufgabe beim Gartenprojekt. hat eine Pflanzrolle im Garten. gestaltet einen eigenen Weg für den Stadtgarten.

 


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