Ein unerwarteter Nebenjob im Café

Lesen Sie den Text und schließen Sie die Lücken. Welche Lösung ist jeweils richtig?

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Liebe Jana,

ich möchte dir   vonüberaus meiner neuen Erfahrung erzählen. Vor ein paar Wochen habe ich spontan einen Nebenjob in   einereineneinem kleinen Café in unserer Nachbarschaft angenommen. Eigentlich wollte ich nur meinen Lebenslauf verbessern, aber inzwischen macht   michmirsich die Arbeit Spaß.

Das Café ist modern eingerichtet und besonders bei Studierenden   beliebenbeliebtenbeliebt . Ich bereite Getränke zu, nehme Bestellungen an und arbeite   auf deran derin der Kasse. Am Anfang war ich unsicher,   denndeshalbweil ich noch nie im Service tätig   habebinwar . Zum Glück haben mir meine Kolleginnen alles ruhig erklärt.

Am Nachmittag ist oft   vielvielesviele los, und man muss schnell reagieren. Trotzdem gefällt mir die   freundlichefreundlichenfreundliches Atmosphäre im Team.

Vielleicht kommst du einmal vorbei und probierst   deineeurenunseren Kuchen. Dann zeige ich dir alles persönlich.

Liebe Grüße
Mila

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Erklärungen zur Übung

Lücke 1: „ich möchte dir von meiner neuen Erfahrung erzählen.“

  • von – richtig: Das Verb heißt fest „von etwas erzählen“. Es geht um ein Thema/Erlebnis, über das man berichtet. Beispiel: „Ich erzähle dir von meinem Urlaub.“
  • über – falsch: „über“ kann man zwar manchmal bei Themen benutzen („über Politik sprechen“), aber bei „erzählen“ ist die typische und sichere Verbindung „von“. Für B1 gilt: erzählen + von.
  • aus – falsch: „aus“ bedeutet Herkunft/Quelle („aus Deutschland“, „aus einem Buch“). Man sagt nicht „aus einer Erfahrung erzählen“.

Lücke 2: „… einen Nebenjob in einem kleinen Café …“

  • einem – richtig: „in“ bei einem Ort beantwortet die Frage „Wo?“ und verlangt dann Dativ. „das Café“ ist neutral → Dativ: „in einem Café“.
  • einen – falsch: Das ist Akkusativ maskulin. „Café“ ist aber neutral und außerdem ist hier keine Bewegung („wohin?“) gemeint, sondern Ort („wo?“).
  • einer – falsch: Das wäre Dativ feminin, aber „Café“ ist nicht feminin.

Lücke 3: „… aber inzwischen macht mir die Arbeit Spaß.“

  • mir – richtig: Die feste Struktur lautet „jemandem Spaß machen“. Die Person steht im Dativ. Frage: Wem macht die Arbeit Spaß? → mir.
  • mich – falsch: Akkusativ passt nicht, weil „Spaß machen“ die Person im Dativ verlangt.
  • sich – falsch: Das ist reflexiv, aber „Spaß machen“ ist nicht reflexiv.

Lücke 4: „… und besonders bei Studierenden beliebt.“

  • beliebt – richtig: „beliebt“ ist hier ein prädikatives Adjektiv nach „sein“ (ist beliebt). Prädikative Adjektive haben keine Endung. Beispiel: „Das Café ist beliebt.“
  • beliebten – falsch: Das wäre eine Adjektivendung vor einem Nomen („die beliebten Orte“). Hier steht aber kein Nomen danach.
  • belieben – falsch: Diese Form gibt es hier nicht (das wäre kein korrektes Adjektiv).

Lücke 5: „… und arbeite an der Kasse.“

  • an der – richtig: Die feste Verbindung lautet „an der Kasse arbeiten“ (= Kassendienst machen). „die Kasse“ ist feminin → Dativ: „an der Kasse“.
  • auf der – falsch: „auf“ benutzt man eher für Oberflächen oder „auf der Straße“. Bei der Kasse sagt man standardmäßig „an der Kasse“.
  • in der – falsch: „in der Kasse“ bedeutet „im Inneren der Kasse“ (z.B. Geld liegt in der Kasse). Das ist eine andere Bedeutung.

Lücke 6: „… war ich unsicher, weil ich noch nie …“

  • weil – richtig: „weil“ gibt einen Grund an. Wichtig: Bei „weil“ ist es ein Nebensatz, daher steht das Verb am Ende: „weil ich … tätig war“.
  • denn – falsch: „denn“ verbindet zwei Hauptsätze. Danach steht das Verb normal auf Position 2. Hier passt die Struktur mit Nebensatz besser (und im Text folgt auch genau diese Nebensatzstruktur).
  • deshalb – falsch: „deshalb“ steht im Hauptsatz und zeigt eine Folge („deshalb war ich unsicher“). Hier wird aber der Grund erklärt, nicht die Folge.

Lücke 7: „… weil ich noch nie im Service tätig war.“

  • war – richtig: „tätig sein“ beschreibt einen Zustand/Status. Für die Vergangenheit nutzt man Präteritum: „ich war tätig“.
  • bin – falsch: Präsens. Der Satz spricht über früher („noch nie“ bis zu diesem Zeitpunkt).
  • habe – falsch: „haben“ passt nicht, weil das Verb „sein“ gebraucht wird („tätig sein“, nicht „tätig haben“).

Lücke 8: „Am Nachmittag ist oft viel los …“

  • viel – richtig: Die feste Wendung lautet „viel los sein“ (= sehr beschäftigt, viele Kunden, viel Stress). „viel“ steht hier ohne Endung.
  • vieles – falsch: „vieles“ ist ein Pronomen und braucht einen Bezug („vieles ist neu“). Das passt nicht zur festen Wendung „los sein“.
  • viele – falsch: „viele“ braucht ein Nomen im Plural („viele Leute“, „viele Kunden“). Hier steht aber kein Nomen.

Lücke 9: „… gefällt mir die freundliche Atmosphäre …“

  • freundliche – richtig: „Atmosphäre“ ist feminin. Nach dem bestimmten Artikel „die“ steht das Adjektiv im Nominativ feminin mit Endung -e: „die freundliche Atmosphäre“.
  • freundlichen – falsch: Diese Endung wäre z.B. Dativ („mit der freundlichen Atmosphäre“) oder Plural/andere Fälle. Hier ist es Nominativ als Subjekt des Satzes.
  • freundliches – falsch: Das wäre neutral („das freundliche …“), aber „Atmosphäre“ ist feminin.

Lücke 10: „… und probierst unseren Kuchen.“

  • unseren – richtig: „Kuchen“ ist maskulin („der Kuchen“). Nach dem Verb „probieren“ steht Akkusativ: Wen oder was probierst du? → unseren Kuchen (Akkusativ maskulin = -en).
  • deine – falsch: Falsches Possessivpronomen (das wäre „dein Kuchen“ = Kuchen von Jana). Gemeint ist der Kuchen vom Café/Team: „unser“.
  • euren – falsch: „euren“ wäre 2. Person Plural („ihr“). Hier wird Jana direkt mit „du“ angesprochen, und gemeint ist außerdem der Kuchen des Cafés („unser“).

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