Ein Museumsbesuch in Wien
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Herzlich willkommen im Haus der Musik! Schön, dass Sie da sind. Bevor wir losgehen, möchte ich Ihnen ein paar Dinge erzählen.
Wie Sie vielleicht im Flyer gelesen haben, wurde das Haus der Musik im Jahr 2000 eröffnet. Das Gebäude ist aber viel älter: Im 16. Jahrhundert stand hier eine kaiserliche Gießerei, in der man Kanonen hergestellt hat. Ab 1805 wohnte hier Erzherzog Carl, ein bekannter Feldherr, und von 1841 bis 1847 der Komponist Otto Nicolai, der 1842 die Wiener Philharmoniker gegründet hat. Heute ist das Palais bei Gästen aus aller Welt sehr beliebt.
Viele Leute denken bei unserem Namen an einen Konzertsaal oder an eine Musikschule. Falsch gedacht! Konzerte und Musikunterricht sind bei uns höchstens eine Nebensache. Wir sind ein Klangmuseum: Bei uns erfahren Sie, wie Klänge entstehen, wie unser Ohr sie aufnimmt und welche Wirkung Geräusche auf uns haben.
Auf vier Etagen gibt es bei uns sehr viel zu entdecken. Im ersten Stock zeigt das Museum der Wiener Philharmoniker Fotos, Noten und Instrumente aus über 180 Jahren – dort sehen Sie sogar den Taktstock von Herbert von Karajan. Weiter oben geht es um das Ohr und die Welt der Geräusche, dann um die großen Komponisten wie Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert und Strauss. Außerdem gibt es einen Bereich für digitale Musik und virtuelle Realität. Besonders beliebt bei Groß und Klein ist der virtuelle Dirigent: Sie stehen am Pult, und die Wiener Philharmoniker spielen auf einer großen Leinwand genau in Ihrem Tempo.
Das Besondere an unserem Haus: Hier dürfen Sie fast alles anfassen und ausprobieren – drücken, klopfen, singen, tanzen. So begreifen Sie mit allen Sinnen, wie Musik funktioniert.
Unser gemeinsamer Rundgang dauert eineinhalb Stunden, da müssen wir natürlich eine Auswahl treffen. Ich zeige Ihnen vier Stationen, die besonders gern besucht werden: Wir beginnen auf der Klangtreppe, deren Stufen wie Klaviertasten klingen. Dann treffen wir Otto Nicolai in seinem Wohnzimmer, danach kommen die großen Komponisten, und zum Schluss gehen wir in einen Raum, in dem Sie miterleben, was ein Baby im Bauch der Mutter mitbekommt. Viele sind dort überrascht: Der Herzschlag der Mutter klingt wie eine große Trommel!
Nach der Führung können Sie noch bis zur Schließung um zehn Uhr abends bleiben und sich die Bereiche ansehen, die wir aus Zeitgründen auslassen mussten. Ein Hinweis noch: Der Bereich für digitale Musik und virtuelle Realität ist zurzeit wegen Umbau gesperrt.
So, und jetzt folgen Sie mir bitte zur Treppe!
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