Veganes Buffet — falsche Lieferung

Situation:
Sie sind bei einer Catering-Firma beschäftigt und bereiten ein Buffet vor.  Das Buffet sollte vegan sein, aber die Catering-Firma hat normale Speisen geliefert und keine veganen Gerichte.

Aufgabe:
Überlegen Sie zusammen mit Ihrer Gesprächspartnerin oder Ihrem Gesprächspartner, wie Sie in dieser Situation angemessen reagieren.

Diese Stichpunkte helfen Ihnen:

  1. Kunden: Wie informieren? Was anbieten, wenn keine veganen Speisen vorhanden sind?
  2. Kurzfristig: Was können wir sofort tun, um das Buffet zu retten?
  3. Lieferant: Wie kontaktieren? Was fordern?
  4. Langfristig: Wie solche Fehler bei Bestellungen in Zukunft vermeiden?
  5. …?
speedometer 4:00 Min
lock

Um diese Funktion zu nutzen, brauchst du ein Premium-Abo.

Premium freischalten

Antwortboben

Wörter: 0

Beispiel

0:00
0:00

TN1: „Hast du gehört, dass die Catering-Firma normale Speisen geliefert hat, obwohl das Buffet komplett vegan sein sollte? Die Veranstaltung beginnt in wenigen Stunden, und wir haben kein einziges veganes Gericht."
TN2: „Nein, das wusste ich noch nicht. Das ist wirklich eine sehr ernste Situation, denn ein veganes Buffet war ausdrücklich die Anforderung des Kunden. Wenn wir das nicht erfüllen können, könnte das schwere Konsequenzen für unsere Geschäftsbeziehung haben. Weißt du, ob der Fehler bei der Bestellung oder bei der Lieferung entstanden ist?"
TN1: „Ja, ich habe die Bestellunterlagen geprüft. Die Bestellung war eindeutig als vegan gekennzeichnet. Der Fehler liegt also klar auf der Seite des Lieferanten. Das ist wichtig zu wissen, bevor wir das Gespräch mit dem Kunden suchen. Sollten wir den Kunden sofort über die Situation informieren?"
TN2: „Da stimme ich dir vollkommen zu. Wir sollten den Kunden so früh wie möglich kontaktieren und offen erklären, was passiert ist. Je früher wir informieren, desto mehr Zeit bleibt uns gemeinsam, eine Lösung zu finden. Kannst du das genauer erklären, wie wir das Gespräch mit dem Kunden am besten führen sollten?"
TN1: „Ja, gerne. Wir sollten ruhig und professionell bleiben und sofort konkrete Lösungsvorschläge mitbringen, anstatt nur die schlechten Neuigkeiten zu überbringen. Ein Kunde akzeptiert Fehler viel leichter, wenn er merkt, dass wir aktiv an einer Lösung arbeiten. Was könnten wir dem Kunden als kurzfristige Lösung anbieten?"
TN2: „Das ist die wichtigste Frage gerade. Wir könnten versuchen, kurzfristig vegane Speisen selbst zuzubereiten, falls wir die nötigen Zutaten beschaffen können. Alternativ könnten wir bei einem anderen Caterer oder einem veganen Restaurant in der Nähe anfragen, ob sie uns kurzfristig aushelfen können. Weißt du, ob wir in der Umgebung Kontakte zu veganen Anbietern haben?"
TN1: „Ja, ich kenne ein veganes Café in der Nähe, das auch Catering anbietet. Ich könnte sofort dort anrufen und fragen, ob sie uns kurzfristig mit einigen Gerichten aushelfen können. Das wäre wahrscheinlich die schnellste Lösung. Sollten wir außerdem die nicht veganen Speisen trotzdem auf dem Buffet anbieten, als Ergänzung?"
TN2: „Da bin ich anderer Meinung. Wenn der Kunde ein rein veganes Buffet bestellt hat, sollten wir nicht einfach Fleisch- und Milchprodukte dazustellen. Das könnte als respektlos wahrgenommen werden, besonders wenn unter den Gästen Menschen mit ethischen oder religiösen Überzeugungen sind. Sollten wir die falsch gelieferten Speisen stattdessen an den Lieferanten zurückschicken?"
TN1: „Ja, das halte ich für richtig. Wir sollten die falsch gelieferten Speisen dokumentieren und dem Lieferanten zurückgeben. Gleichzeitig sollten wir ihn sofort kontaktieren und eine vollständige Erklärung sowie eine sofortige Lösung fordern. Weißt du, ob der Lieferant noch Zeit hätte, die richtigen Speisen nachzuliefern?"
TN2: „Das ist eine sehr wichtige Frage. Wenn die Veranstaltung erst am Abend stattfindet, könnte eine Nachlieferung noch möglich sein. Wir sollten den Lieferanten sofort anrufen und klar machen, dass wir eine sofortige Nachlieferung der veganen Speisen erwarten. Kannst du das genauer erklären, welche Konsequenzen wir dem Lieferanten gegenüber ansprechen sollten, falls er nicht reagiert?"
TN1: „Ja, gerne. Wir sollten klar kommunizieren, dass wir bei einem Scheitern des Events Schadensersatz fordern werden. Außerdem sollten wir darauf hinweisen, dass wir die Zusammenarbeit überdenken, wenn solche Fehler weiterhin passieren. Das ist eine ernste Botschaft, aber in dieser Situation notwendig. Sollten wir den gesamten Vorfall schriftlich dokumentieren?"
TN2: „Da stimme ich dir vollkommen zu. Eine lückenlose Dokumentation ist sehr wichtig, sowohl für eine mögliche Schadensersatzforderung als auch für interne Berichte. Fotos der falschen Lieferung und eine Kopie der originalen Bestellung sollten sofort gesichert werden. Wie können wir langfristig sicherstellen, dass solche Fehler bei Bestellungen nicht mehr vorkommen?"
TN1: „Das ist eine sehr wichtige Frage. Wir sollten in Zukunft jede Bestellung vor der Lieferung schriftlich mit dem Lieferanten bestätigen lassen. Außerdem wäre eine detaillierte Checkliste bei der Warenannahme sehr hilfreich, damit wir sofort erkennen, wenn etwas nicht stimmt. Sollten wir außerdem für wichtige Events immer einen Backup-Lieferanten kontaktieren?"
TN2: „Ja, auf jeden Fall. Bei speziellen Anforderungen wie veganen oder allergiefreien Menüs ist ein Backup-Lieferant besonders wichtig. So sind wir auch bei Lieferfehlern handlungsfähig. Außerdem sollten wir intern klären, wer bei der Bestellung und bei der Warenannahme verantwortlich ist, damit es keine Kommunikationslücken gibt. Ich glaube, wir haben jetzt alle wichtigen Punkte besprochen. Sollen wir kurz zusammenfassen?"
TN1: „Ja, gerne. Fassen wir kurz zusammen: Als Sofortmaßnahmen informieren wir den Kunden sofort und professionell über die Situation und bieten konkrete Lösungen an. Wir kontaktieren das vegane Café in der Nähe für eine kurzfristige Unterstützung und fordern vom Lieferanten eine sofortige Nachlieferung der richtigen Speisen."
TN2: „Genau. Die falsch gelieferten Speisen werden dokumentiert und an den Lieferanten zurückgegeben. Wir fordern eine vollständige Erklärung sowie Schadensersatz, falls das Event beeinträchtigt wird."
TN1: „Langfristig führen wir eine schriftliche Bestätigung jeder Bestellung vor der Lieferung ein und erstellen eine Checkliste für die Warenannahme. Für Events mit besonderen Anforderungen haben wir künftig immer einen Backup-Lieferanten. Die Verantwortlichkeiten bei Bestellung und Warenannahme werden intern klar geregelt. Ich denke, damit sind wir uns einig."
TN2: „Ja, wir sind uns einig. Dann fangen wir jetzt sofort damit an."

Andere B2 Beruf Übungen auswählen