Falsche Möbellieferung beim Kunden

Situation:
Sie arbeiten bei einer Möbelspedition und stellen beim Kunden fest, dass ein falsches Produkt geliefert wurde.

Aufgabe:
Überlegen Sie zusammen mit Ihrer Gesprächspartnerin oder Ihrem Gesprächspartner, wie Sie in dieser Situation angemessen reagieren.

Diese Stichpunkte helfen Ihnen:

  1. Kunden und Kundinnen: Wie reagieren? Was anbieten?
  2. Verantwortung: Wer ist zuständig? Wen sofort informieren?
  3. Richtige Lieferung: Wann möglich? Wer trägt die Kosten?
  4. Langfristig: Wie Lieferfehler in Zukunft vermeiden?
  5. …?
speedometer 4:00 Min
lock

Um diese Funktion zu nutzen, brauchst du ein Premium-Abo.

Premium freischalten

Antwortboben

Wörter: 0

Beispiel

0:00
0:00

TN1: „Hast du gehört, dass wir beim letzten Kunden ein falsches Produkt geliefert haben? Statt des bestellten Sofas haben wir einen Sessel angeliefert, und der Kunde ist verständlicherweise sehr verärgert."
TN2: „Nein, das wusste ich noch nicht. Das ist wirklich eine unangenehme Situation, denn der Kunde hat auf seine Lieferung gewartet und bekommt nun etwas völlig anderes. Weißt du, wie es zu diesem Fehler gekommen ist?"
TN1: „Ja, soweit ich weiß, wurden im Lager zwei Aufträge mit ähnlichen Artikelnummern verwechselt. Das deutet auf ein Problem bei der Kommissionierung hin. Wir sollten zunächst den Kunden persönlich ansprechen und uns aufrichtig entschuldigen. Weißt du, wie wir das Gespräch am besten eröffnen sollten?"
TN2: „Da stimme ich dir vollkommen zu. Wir sollten ruhig und professionell bleiben, die Situation offen eingestehen und dem Kunden sofort zeigen, dass wir aktiv an einer Lösung arbeiten. Eine ehrliche Entschuldigung ohne Ausreden kommt in solchen Situationen immer besser an. Kannst du das genauer erklären, was wir dem Kunden konkret anbieten könnten?"
TN1: „Ja, gerne. Als erstes sollten wir anbieten, das falsch gelieferte Produkt sofort wieder mitzunehmen, damit der Kunde keinen unnötigen Aufwand hat. Außerdem sollten wir ihm einen verbindlichen Termin für die korrekte Nachlieferung nennen. Weißt du, wann das richtige Produkt verfügbar und lieferbar wäre?"
TN2: „Ja, ich habe kurz im Lager nachgefragt und das bestellte Sofa ist tatsächlich vorrätig. Eine Nachlieferung könnte bereits übermorgen organisiert werden. Das ist eine sehr gute Nachricht, die die Situation erheblich entschärft. Sollten wir dem Kunden außerdem eine Entschädigung für die Unannehmlichkeiten anbieten?"
TN1: „Ja, das halte ich für sehr wichtig. Ein Rabatt auf die aktuelle Bestellung oder ein Gutschein für den nächsten Einkauf wäre eine faire Geste. Da bin ich anderer Meinung als Kolleginnen und Kollegen, die sagen, eine schnelle Nachlieferung reiche als Entschädigung aus. Der Kunde hat Zeit und Nerven investiert. Kannst du das genauer erklären, wer intern für diesen Fehler verantwortlich ist?"
TN2: „Ja, gerne. Die Verantwortung liegt eindeutig im Lager, wo die Aufträge falsch kommissioniert wurden. Wir sollten sofort die Lagerleitung informieren und den konkreten Fehler im Prozess identifizieren. Nur so können wir sicherstellen, dass derselbe Fehler nicht noch einmal passiert. Sollten wir auch die Geschäftsleitung über den Vorfall informieren?"
TN1: „Ja, auf jeden Fall. Die Geschäftsleitung sollte über solche Vorfälle informiert sein, besonders wenn sie auf ein systematisches Problem hinweisen. Außerdem kann sie entscheiden, ob dem Kunden eine zusätzliche Entschädigung zusteht. Weißt du, wer die Kosten für die zweite Lieferung tragen muss?"
TN2: „Das ist eindeutig: Da der Fehler auf unserer Seite liegt, müssen wir selbstverständlich die gesamten Kosten für die Rückholung des falschen Produkts und die erneute Lieferung des richtigen übernehmen. Dem Kunden darf kein zusätzlicher Cent entstehen. Da stimme ich dir vollkommen zu, dass das eine Selbstverständlichkeit ist. Wie können wir langfristig sicherstellen, dass solche Lieferfehler nicht mehr vorkommen?"
TN1: „Das ist eine sehr wichtige Frage. Wir sollten im Lager ein verbessertes Kontrollsystem einführen, bei dem jede Bestellung vor dem Verladen mit dem Lieferschein abgeglichen wird. Ein Barcode-Scanner-System würde Verwechslungen fast vollständig ausschließen. Weißt du, ob ein solches System bei uns realistisch umsetzbar wäre?"
TN2: „Ja, viele moderne Speditionen arbeiten bereits mit Barcode- oder QR-Code-Systemen, die sehr zuverlässig sind und die Fehlerquote erheblich senken. Die Investition würde sich durch weniger Nachlieferungen und zufriedenere Kundinnen und Kunden schnell amortisieren. Sollten wir außerdem alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Lager gezielt schulen?"
TN1: „Da stimme ich dir vollkommen zu. Eine gezielte Schulung zu korrekter Kommissionierung und Qualitätskontrolle würde das Bewusstsein für die Konsequenzen von Fehlern schärfen. Außerdem sollten wir eine verbindliche Vier-Augen-Kontrolle einführen, bei der jede Lieferung vor dem Verladen von einer zweiten Person überprüft wird. Ich glaube, wir haben jetzt alle wichtigen Punkte besprochen. Sollen wir kurz zusammenfassen?"
TN2: „Ja, gerne. Fassen wir kurz zusammen: Als Sofortmaßnahmen entschuldigen wir uns beim Kunden persönlich und nehmen das falsch gelieferte Produkt sofort mit. Wir vereinbaren eine Nachlieferung des richtigen Produkts für übermorgen, komplett auf unsere Kosten, und bieten dem Kunden einen Rabatt als Entschädigung an."
TN1: „Genau. Wir informieren sofort die Lagerleitung und die Geschäftsleitung über den Vorfall und identifizieren den genauen Fehler im Kommissionierungsprozess."
TN2: „Langfristig führen wir ein Barcode-Scanner-System im Lager ein, etablieren eine verbindliche Vier-Augen-Kontrolle vor jeder Lieferung und schulen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezielt zu korrekter Kommissionierung. Ich denke, damit sind wir uns einig."
TN1: „Ja, wir sind uns einig. Dann fangen wir jetzt sofort damit an."

Andere B2 Beruf Übungen auswählen