Kosteneinsparungen

Lesen Sie das Protokoll und die Aufgaben. Welche Antwort (a, b oder c) passt am besten?

25% (1 von 4 Personen konnten beim ersten Mal richtig antworten)

Protokoll 09.09.20XX, 10:00–11:30 Uhr
Sitzungsraum 114 | Ort: Ringstraße 55, 04103 Leipzig
Anwesende: Miriam Seidel (MS, Geschäftsleitung), Tobias Franke (TF, Vertrieb), Annette Krohn (AK, Buchhaltung und Finanzen), Stefan Pohl (SP, Produktion), Nadine Rühl (NR, Logistik), Claudia Berg (CB, Personal), Markus Lehr (ML, Marketing), Dennis Witt (DW, IT-Abteilung)
Sitzungsleitung: Miriam Seidel | Protokollant: Dennis Witt
Tagesordnungspunkte:

  • Begrüßung und Tagesordnung
  • Kosteneinsparungen
  • Lagebericht Produktion
  • Abgang der Arbeitsmedizinerin
  • Betriebliche Gesundheitsvorsorge
  • Sonstiges


TOP 1 Begrüßung und Tagesordnung
MS begrüßt alle Anwesenden herzlich zur heutigen Besprechung und stellt fest, dass alle eingeladenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer vollständig erschienen sind. Anschließend fragt MS, ob noch weitere Punkte in die heutige Tagesordnung aufgenommen werden sollen. Da keine Ergänzungen gewünscht werden, wird die Tagesordnung ohne Änderungen einstimmig bestätigt.

TOP 2 Kosteneinsparungen
MS erläutert, dass sich das wirtschaftliche Umfeld im Vergleich zum Vorjahr erheblich verändert hat. Vor diesem Hintergrund müssen die Betriebskosten grundlegend überprüft werden. Einsparpotenzial wird vor allem im Bereich der internen Kommunikation gesehen. CB wurde im Vorfeld von der Geschäftsleitung beauftragt, eine detaillierte Aufstellung der laufenden Kosten zu erstellen und konkrete Maßnahmen zur Reduzierung vorzuschlagen. CB legt dar, dass die telefonischen Anfragen, die derzeit im Sekretariat eingehen, künftig von einem externen Dienstleister übernommen werden könnten. Mehrere Angebote wurden bereits eingeholt. Das Unternehmen Profi-Connect scheint den Anforderungen am besten zu entsprechen. Daher sollen Vertragsverhandlungen eingeleitet und parallel dazu Einarbeitungspläne für die Mitarbeitenden des Dienstleisters erstellt werden, damit die Zusammenarbeit zügig anlaufen kann. Durch die dadurch entstehende Entlastung im Sekretariat können die dortigen Mitarbeitenden künftig vielseitiger eingesetzt werden — etwa in der Veranstaltungsbetreuung und bei der Begleitung von Geschäftsreisenden. MS begrüßt die vorgestellten Maßnahmen und bittet um deren Umsetzung.

TOP 3 Lagebericht Produktion
SP weist darauf hin, dass auch in seinem Bereich Kosten eingespart werden könnten, wenn das Materialmanagement optimiert würde. Derzeit kommt es sowohl zu Überbeständen als auch zu Engpässen bei Rohstoffen und Halbfertigprodukten. Beide Extremsituationen verursachen unnötige Kosten: Bei zu hohen Beständen wird zusätzliche Lagerfläche benötigt, bei zu niedrigen drohen ungeplante Produktionsstopps. MS beauftragt SP, das Thema gemeinsam mit NR zu analysieren und zur nächsten Sitzung konkrete Handlungsempfehlungen und Zahlen vorzulegen.

TOP 4 Abgang der Arbeitsmedizinerin
MS teilt mit Bedauern mit, dass unsere langjährige Arbeitsmedizinerin das Unternehmen zum Quartalsende verlässt, da sie eine eigene Praxis aufbauen möchte. Als Reaktion darauf hat die Geschäftsleitung beschlossen, die innerbetriebliche Ersthelferausbildung auszubauen, damit bei kleineren Verletzungen im Arbeitsalltag schnell reagiert werden kann. Die medizinische Betreuung wird ab dem kommenden Quartal von der Gemeinschaftspraxis Dr. Hoffmann übernommen. Die entsprechenden Kontaktdaten werden zeitnah bekannt gegeben.

TOP 5 Betriebliche Gesundheitsvorsorge
Seit mehr als einem Jahr stellt die Firma den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein bezuschusstes Sportangebot zur Verfügung. Bislang wird diese Möglichkeit jedoch nur von einem kleinen Teil der Belegschaft genutzt. Daher werden alle Abteilungsleiterinnen und Abteilungsleiter erneut gebeten, in ihren Teams auf dieses Angebot aufmerksam zu machen. Nähere Informationen können in der Personalabteilung erfragt werden. Darüber hinaus bietet der Kooperationspartner jeden Dienstag eine offene Informationsstunde an, für die jedoch eine vorherige Anmeldung erforderlich ist.

TOP 6 Sonstiges
Die Belegschaft wird gebeten, im Intranet abzustimmen, ob die Firma in diesem Jahr einen gemeinsamen Tagesausflug oder einen Sommerabend mit Grillfeier veranstalten soll. Bei Interesse am Tagesausflug können direkt Zielvorschläge eingereicht werden. Die Abstimmung muss bis zum 15.04. abgeschlossen sein, damit das Organisationsteam ausreichend Vorlaufzeit hat.

Bei der Besprechung

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Die richtige Antwort ist c, weil der Text am Ende von TOP 1 eindeutig sagt: „Da keine Ergänzungen gewünscht werden, wird die Tagesordnung ohne Änderungen einstimmig bestätigt.“ Genau das entspricht der Aussage in Antwort c. Die entscheidenden Schlüsselwörter sind hier „keine Ergänzungen gewünscht“, „ohne Änderungen“ und „einstimmig bestätigt“. Diese Formulierungen zeigen klar: Es kommt nichts Neues hinzu, die Tagesordnung bleibt so, wie sie ist.

Die Antwort a ist eine klassische Umkehrungsfalle. Im Text fragt MS zwar zuerst, ob noch weitere Punkte aufgenommen werden sollen, aber direkt danach steht, dass keine Ergänzungen gewünscht werden. Die Antwort greift also nur den ersten Teil der Situation auf und ignoriert das eigentliche Ergebnis. Genau solche Fallen sind typisch: Eine Handlung wird erwähnt, aber der Distraktor macht daraus fälschlich ein tatsächlich beschlossenes Resultat.

Die Antwort b ist eine Übertreibungsfalle. Im Text steht nur, dass „alle eingeladenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer vollständig erschienen sind“. Das bezieht sich auf die zu dieser Besprechung eingeladenen Personen, nicht auf alle Mitarbeitenden des ganzen Unternehmens. Der Distraktor entfernt den wichtigen Begrenzungsbegriff „eingeladenen“ und erweitert die Aussage unzulässig auf die gesamte Belegschaft.

werden auf Wunsch der Teilnehmenden zusätzliche Themen aufgenommen. sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens erschienen. wird die Tagesordnung ohne Ergänzungen bestätigt.

 

Um Kosten zu sparen,

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Die richtige Antwort ist b, weil im Text ausdrücklich erklärt wird, dass die Mitarbeitenden im Sekretariat durch die Entlastung „künftig vielseitiger eingesetzt werden“ können, zum Beispiel „in der Veranstaltungsbetreuung und bei der Begleitung von Geschäftsreisenden“. Genau das bedeutet: Ihre Aufgabenbereiche werden erweitert. Die Schlüsselphrasen sind hier „Entlastung im Sekretariat“, „vielseitiger eingesetzt“ und die zwei konkreten neuen Einsatzfelder.

Die Antwort a ist eine mehrschichtige Falle aus Personenverwechslung, Wortfalle und Umkehrung der Richtung. Im Text steht, dass ein externer Dienstleister künftig die telefonischen Anfragen übernimmt. Das bedeutet: Die Anfragen gehen vom Sekretariat weg zum Dienstleister. Es steht aber nirgends, dass Mitarbeitende aus dem Sekretariat selbst beim Dienstleister arbeiten sollen. Der Distraktor verdreht also die Zuständigkeit und macht aus einer Aufgabenverlagerung eine Personalverlagerung.

Die Antwort c ist eine Hinzufügungsfalle. Im Text wird nicht gesagt, dass das Sekretariat aufgelöst wird. Im Gegenteil: Die dortigen Mitarbeitenden sollen nach der Entlastung andere zusätzliche Aufgaben übernehmen. Das Sekretariat bleibt also bestehen, nur seine Funktion verändert sich teilweise. Der Distraktor fügt eine drastische Konsequenz hinzu, die im Protokoll überhaupt nicht genannt wird.

sollen Mitarbeitende aus dem Sekretariat künftig beim externen Dienstleister arbeiten. werden die Aufgabenbereiche der Sekretariatsmitarbeitenden künftig erweitert. wird das Sekretariat in Kürze aufgelöst.

 

Der Materialbestand muss

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Die richtige Antwort ist a, weil der Text ausdrücklich zwei gegensätzliche Probleme nennt: „sowohl Überbestände als auch Engpässe“. Beide Situationen verursachen unnötige Kosten. Daraus folgt logisch, dass der Materialbestand besser auf den tatsächlichen Bedarf der Produktion abgestimmt werden muss. Genau das ist die einzige Antwort, die beide Seiten des Problems erfasst. Das wichtigste Signal ist hier die Struktur „sowohl ... als auch“.

Die Antwort b ist nur eine Teilwahrheit. Natürlich könnten höhere Bestände helfen, Engpässe und Produktionsstopps zu vermeiden. Aber der Text sagt gleichzeitig, dass zu hohe Bestände ebenfalls Kosten verursachen, weil zusätzliche Lagerfläche benötigt wird. Der Distraktor löst also nur eine Hälfte des Problems und ignoriert die andere.

Die Antwort c ist die spiegelbildliche Teilwahrheit. Ein Abbau der Bestände könnte zwar Lagerkosten senken, würde aber das Risiko von Engpässen und Produktionsstopps erhöhen. Auch hier wird also nur ein Extrem betrachtet. Genau deshalb ist Antwort a richtig: Sie beschreibt nicht einseitig „mehr“ oder „weniger“, sondern die passende Abstimmung auf den realen Bedarf.

auf den tatsächlichen Bedarf der Produktion abgestimmt werden. dauerhaft erhöht werden, um Produktionsstopps zu vermeiden. kurzfristig abgebaut werden, um Lagerkosten zu senken.

 

Die Arbeitsmedizinerin wird

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Die richtige Antwort ist b, weil im Text klar steht, dass die Arbeitsmedizinerin das Unternehmen verlässt, „da sie eine eigene Praxis aufbauen möchte“. Das bedeutet eindeutig: Sie wird künftig in eigener Praxis tätig sein. Die entscheidende Logik ist hier freiwilliger Wechsel aus eigenem Entschluss. Das Schlüsselverb „möchte“ zeigt zusätzlich, dass die Initiative von ihr selbst ausgeht.

Die Antwort a ist eine Personenverwechslungsfalle. Im Text wird zwar auch „Dr. Hoffmann“ genannt, aber diese Gemeinschaftspraxis übernimmt künftig die medizinische Betreuung des Unternehmens. Das bedeutet nicht, dass die bisherige Arbeitsmedizinerin dort mitarbeiten wird. Hier stehen zwei medizinische Bezüge im selben Absatz, und genau dadurch wirkt der Distraktor glaubwürdig. Man muss aber sauber unterscheiden: Die eine Person geht, die andere Praxis übernimmt.

Die Antwort c ist eine Wortfalle mit Inhaltsverfälschung. Im Text steht „verlässt das Unternehmen“, weil sie eine eigene Praxis aufbauen will. Das ist ein freiwilliger Schritt. Die Antwort benutzt dagegen das Wort „entlassen“. Das würde bedeuten, dass das Unternehmen die Initiative ergreift und sie kündigt. Diese Bedeutungsverschiebung ist zentral. Im Text geht sie selbst, sie wird nicht entlassen.

künftig mit Dr. Hoffmann zusammenarbeiten. zukünftig in eigener Praxis tätig sein. zum Quartalsende vom Unternehmen entlassen.

 

Das betriebliche Sportangebot

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Die richtige Antwort ist a, weil im Text zwei wichtige Informationen kombiniert werden: Nähere Informationen zum Sportangebot können in der Personalabteilung erfragt werden, und der Kooperationspartner bietet „jeden Dienstag eine offene Informationsstunde an, für die jedoch eine vorherige Anmeldung erforderlich ist“. Daraus folgt: Das Angebot kann nach vorheriger Anmeldung genauer besprochen werden. Die Signalwörter sind hier „Informationsstunde“ und „vorherige Anmeldung erforderlich“.

Die Antwort b ist eine Umkehrungsfalle. Im Text steht ausdrücklich, dass das Angebot „nur von einem kleinen Teil der Belegschaft genutzt“ wird. Die Antwort behauptet aber das Gegenteil, nämlich dass es bereits viele nutzen. Hier ist das kleine Signal „nur von einem kleinen Teil“ entscheidend. Solche Mengenangaben werden in Distraktoren sehr häufig ins Gegenteil verkehrt.

Die Antwort c ist eine Umkehrungsfalle mit Zeitbezug. Im Text heißt es: „Seit mehr als einem Jahr stellt die Firma ... ein bezuschusstes Sportangebot zur Verfügung.“ Das Angebot existiert also schon länger. Die Antwort tut aber so, als werde es gerade erst neu eingeführt. Wer auf Zeitmarker wie „seit mehr als einem Jahr“ achtet, erkennt sofort, dass diese Aussage nicht stimmen kann.

kann nach vorheriger Anmeldung genauer besprochen werden. nutzen bereits viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. wird gerade neu im Unternehmen eingeführt.

 


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