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In einem Forum wird diskutiert, was Menschen über das Piercing denken.
Welche Aussagen passen zu welchen der vier Personen? Eine Person kann mehrmals genannt werden.
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a) Laura
Mit 16 Jahren habe ich mir ein Nasenpiercing machen lassen, weil ich das damals besonders angesagt fand. Seitdem sind einige Jahre vergangen, und inzwischen bin ich 27 Jahre alt, das Piercing trage ich aber immer noch. Ganz so harmlos ist das Thema jedoch nicht. Man sollte auf jeden Fall bestimmte Dinge beachten.
An erster Stelle steht die Hygiene. Wird unsauber gearbeitet, kann ein Piercing ernsthafte gesundheitliche Risiken mit sich bringen. Außerdem sollte man sich ausschließlich von gut ausgebildeten und geprüften Piercern behandeln lassen. Was viele Jugendliche nicht wissen: Unter 18 Jahren ist das Einverständnis der Eltern erforderlich. Als ich mein Piercing bekam, hat danach niemand gefragt, was im Nachhinein unverantwortlich war.
Kurz nach dem Stechen bin ich in den Urlaub gefahren, was sich als ungünstig herausgestellt hat, denn auf Baden und Sonnen musste ich eine Zeit lang verzichten. Zum Glück kann ich sagen, dass sich die frische Wunde nicht entzündet hat.
b) Sebastian
Über viele Jahrzehnte hinweg galten Ohrringe hauptsächlich bei Frauen als akzeptiert. In den 1980er-Jahren wurden Piercings dann vor allem als Zeichen des Protests in bestimmten Subkulturen populär. Gruppen wie Punks wollten sich bewusst vom Mainstream abgrenzen und entwickelten eine eigene Gegenkultur.
Als Erkennungszeichen diente dabei häufig die durch eine Sicherheitsnadel gestochenen Hautstellen. Heute haben Piercings diese Bedeutung längst verloren und sind Teil der Alltagskultur geworden. Ich selbst habe mir ein Helix-Piercing stechen lassen, was ehrlich gesagt ziemlich schmerzhaft war. Der Schmerz hielt jedoch nur sehr kurz an.
Wichtig war vor allem, in den ersten Wochen besonders auf Sauberkeit zu achten, um Entzündungen zu vermeiden – etwas, das bei vielen meiner Bekannten leider vorgekommen ist. Auch langfristig ist Vorsicht nötig, besonders beim Schlafen auf der Seite, auf der sich das Piercing befindet. Trotzdem hat sich das Ganze für mich letztlich gelohnt.
c) Natalie
Seit zwei Wochen trage ich ein Piercing an der Unterlippe. Eigentlich hatte ich ursprünglich ein Zungenpiercing im Sinn. Wenn man jedoch genauer darüber nachdenkt, ist ein Lippenpiercing letztlich die bessere Wahl. In den ersten Tagen tat es deutlich weh, vor allem wenn ich die Stelle gereinigt habe.
Inzwischen sind die Beschwerden jedoch fast vollständig verschwunden, und nur in bestimmten Situationen, etwa bei Kälte, spüre ich noch ein unangenehmes Gefühl. Manchmal kommt es mir dann so vor, als wäre meine Unterlippe leicht taub. Alles, was ich vorher im Internet über starke Schmerzen gelesen hatte, stellte sich als stark übertrieben heraus.
Der Heilungsprozess lässt sich mit einer Impfung vergleichen, da die Wunde deutlich schneller verheilt als erwartet. Besonders wichtig sind dabei die Erfahrung des Piercers sowie die hygienischen Bedingungen. Mit dem Schmuckwechsel werde ich allerdings noch etwas warten, da ich kein Risiko für eine Infektion eingehen möchte.
d) Daniel
Ich habe mich bewusst gegen ein Piercing entschieden, da ich große Angst vor möglichen Komplikationen habe. Dazu zählen Unverträglichkeiten, allergische Reaktionen auf Materialien oder Medikamente sowie gesundheitliche Risiken. Außerdem habe ich mich intensiv mit Traditioneller Chinesischer Medizin beschäftigt.
Nach dieser Lehre verlaufen sogenannte Energiebahnen, die Meridiane, durch den menschlichen Körper. Diese Bahnen liegen oft direkt unter der Haut und können beim Stechen eines Piercings verletzt werden. Dadurch kann der Energiefluss gestört werden, was laut dieser Theorie gesundheitliche Probleme nach sich zieht.
Je nach Art des Piercings können außerdem Schwellungen, Blutungen, Nervenschäden, Muskelprobleme oder Infektionen auftreten. Ein weiteres Problem sehe ich darin, dass der Beruf des Piercers nicht staatlich anerkannt ist. Zwar lernen viele Piercer ihr Handwerk durch Zuschauen oder mithilfe von Lehrvideos, doch eine standardisierte Ausbildung gibt es nicht. Dieses Risiko möchte ich persönlich nicht eingehen.

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