Zug, Bibliothek und Flohmarkt

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Lesen Sie die 10 Überschriften (A–K) und die 5 Texte (1–5). Welche Überschrift passt zu welchem Text? Schreiben Sie den Buchstaben auf die Linie über dem Text. Zu jedem Text passt nur eine Überschrift.

1 Überschrift: ______
Mit Kindern viele Stunden im Zug? Das muss nicht stressig sein. Kinder unter sechs Jahren fahren gratis mit, ältere Kinder brauchen eine eigene Fahrkarte. Packen Sie genug Essen und Getränke ein, nehmen Sie Bücher oder kleine Spiele mit und reservieren Sie früh Plätze im Familienbereich. Mehr Ideen für eine ruhige Reise finden Sie unter www.familie-unterwegs.de.
[aus einer deutschen Zeitung]

2 Überschrift: ______
Bus und Straßenbahn sind in Graz sehr beliebt: 42 Prozent der Grazerinnen und Grazer nehmen die Öffis für den Weg in die Arbeit. 18 Prozent fahren mit dem Auto, alle anderen gehen zu Fuß oder fahren Rad. Das zeigen 1.500 Telefon-Interviews, die die Stadt im Frühling gemacht hat. Alle Ergebnisse im Detail:
Weg in die Arbeit – alle Befragten
Öffis 42 % | zu Fuß 25 % | Auto 18 % | Rad 15 %
[aus einer österreichischen Zeitung]

3 Überschrift: ______
Ab Oktober ist die Bibliothek am Seeplatz in Luzern auch am Sonntag von 10 bis 17 Uhr offen. Für Familien gibt es dann ein besonderes Programm: Um 11 Uhr liest eine Mitarbeiterin den Kleinen Geschichten vor, für die Grösseren gibt es eine Ecke mit Brettspielen. Die Eltern können in Ruhe im Bibliothekscafé sitzen. Bücher ausleihen ist für Kinder bis 16 Jahre gratis.
[aus einer Schweizer Zeitung]

4 Überschrift: ______
Im Stadtpark von Wels steht seit Mai ein alter Holzschrank voller Bücher. Das Prinzip ist einfach: Man nimmt ein Buch mit und stellt dafür ein anderes Buch in den Schrank. Anmelden muss man sich nicht, bezahlen auch nicht. Die Idee hatten zwei Schülerinnen aus der Nachbarschaft. Nach nur drei Wochen waren schon über 300 Bücher im Schrank.
[von einer österreichischen Website]

5 Überschrift: ______
Zu klein, zu alt, nicht mehr interessant? Am Samstag, 18. Oktober, gibt es im Hof der Volksschule Mödling einen großen Flohmarkt von Kindern für Kinder. Mädchen und Buben zwischen 6 und 14 Jahren verkaufen dort Spielsachen, Bücher und Kleidung. Einen Tisch bekommt man gratis, man muss sich aber bis 10. Oktober im Gemeindeamt anmelden. Das Geld dürfen die Kinder behalten.
[aus einer österreichischen Tageszeitung]

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1 Überschrift: ______

✓ Lösung: K – Mit der Familie im Zug: Das sollten Sie wissen.

Der Text gibt Tipps für eine Zugreise mit Kindern: genug Essen und Getränke einpacken, Bücher oder kleine Spiele mitnehmen, früh Plätze im Familienbereich reservieren. Das sollten Sie wissen bedeutet: Hier sind Tipps.

💡 Falle: B (Grazer Kinder fahren gratis mit Bus und Bahn) hat die Wörter Kinder und gratis aus dem Text. Aber gratis fahren nur Kinder unter sechs Jahren, ältere Kinder brauchen eine Fahrkarte. Und von Graz und vom Bus steht in Text 1 nichts – diese Wörter kommen aus Text 2.

👉 Schlüsselwörter: einpacken, mitnehmen, reservieren = Tipps; mit Kindern im Zug = mit der Familie im Zug; unter sechs Jahren = nicht alle Kinder gratis.

Grammatik: Packen Sie … ein, nehmen Sie … mit – Imperativ mit Sie; einpacken und mitnehmen sind trennbar. Das muss nicht stressig sein = es ist nicht nötig, dass es stressig ist.

2

2 Überschrift: ______

✓ Lösung: F – Mit Bus, Rad oder Auto zur Arbeit? Graz hat nachgefragt.

Die Stadt hat 1.500 Telefon-Interviews gemacht und gefragt, wie die Menschen in die Arbeit kommen: mit den Öffis, mit dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad. Interviews machen = nachfragen. Die Grafik zeigt alle Ergebnisse.

💡 Falle: B (Grazer Kinder fahren gratis mit Bus und Bahn) passt auf den ersten Blick: Im Text stehen Grazerinnen und Grazer und Bus. Aber Text 2 sagt nichts über Kinder und nichts über Preise. K passt auch nicht: Das Thema ist Verkehr, aber Text 2 gibt keine Tipps, er zeigt Zahlen. Die Information über die Befragung steht erst in der Mitte.

👉 Schlüsselwörter: Telefon-Interviews, alle Befragten = nachgefragt; Öffis, Auto, zu Fuß, Rad = wie zur Arbeit; Prozent = Ergebnisse, keine Tipps.

Grammatik: Öffis ist das österreichische Wort für Bus, Straßenbahn und U-Bahn. In die Arbeit sagt man in Österreich, in Deutschland meist zur Arbeit. Interviews, die die Stadt gemacht hat – Relativsatz, das Verb steht am Ende.

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3 Überschrift: ______

✓ Lösung: A – Sonntags in die Bibliothek: ein Programm für die ganze Familie.

Die Bibliothek ist jetzt auch am Sonntag offen und hat ein besonderes Programm für Familien: Geschichten für die Kleinen, Brettspiele für die Grösseren und ein Café für die Eltern. Es gibt also etwas für alle in der Familie.

💡 Falle: I (Kinder lesen am Sonntag in der Bibliothek vor) hat viele Wörter aus dem Text: Kinder, Sonntag, Bibliothek, vorlesen. Aber im Text liest eine Mitarbeiterin den Kindern vor – nicht die Kinder. D (Neue Bibliothek: Anmeldung ab Mai) ist auch falsch: Die Bibliothek ist nicht neu, nur die Öffnungszeit am Sonntag ist neu, und von Mai steht nichts im Text.

👉 Schlüsselwörter: auch am Sonntag offen = sonntags in die Bibliothek; Programm für Familien, Kinder und Eltern = für die ganze Familie; eine Mitarbeiterin liest vor = nicht die Kinder.

Grammatik: Sie liest den Kleinen Geschichten vor – vorlesen ist trennbar; den Kleinen ist Dativ (wem?). In der Schweiz schreibt man Grösseren statt Größeren. Bis 16 Jahre = bis zum Alter von 16 Jahren.

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4 Überschrift: ______

✓ Lösung: H – Im Park Bücher tauschen.

Im Stadtpark steht ein Schrank voller Bücher: Man nimmt ein Buch mit und stellt dafür ein anderes Buch in den Schrank. Ein Buch nehmen und ein anderes geben = tauschen. Das Wort tauschen steht nicht im Text.

💡 Falle: D (Neue Bibliothek: Anmeldung ab Mai) mischt zwei Informationen aus dem Text: seit Mai und anmelden. Aber beide sind falsch verbunden: Der Schrank ist keine Bibliothek, und anmelden muss man sich nicht. Achtung: Die Schülerinnen und die 300 Bücher sind nur Details.

👉 Schlüsselwörter: ein Buch mitnehmen, ein anderes hineinstellen = Bücher tauschen; im Stadtpark = im Park; anmelden muss man sich nicht = keine Anmeldung.

Grammatik: Man nimmt ein Buch mit – mitnehmen ist trennbar. Anmelden muss man sich nicht, bezahlen auch nicht – die Verben stehen am Anfang und sind betont. Dafür = als Ersatz für das Buch.

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5 Überschrift: ______

✓ Lösung: C – Kinder verkaufen ihre alten Sachen.

Beim Flohmarkt verkaufen Mädchen und Buben Spielsachen, Bücher und Kleidung, die zu klein, zu alt oder nicht mehr interessant sind. Spielsachen, Bücher und Kleidung = Sachen; zu alt, zu klein = alte Sachen. Das Geld dürfen die Kinder behalten.

💡 Falle: G (Spielsachen gratis für alle Kinder) hat die Wörter Spielsachen, gratis und Kinder aus dem Text. Aber gratis ist nur der Tisch – die Spielsachen muss man kaufen. E (Schulfest in der Volksschule) hat das Wort Volksschule, aber der Flohmarkt ist kein Schulfest: Er findet nur im Hof der Schule statt.

👉 Schlüsselwörter: verkaufen Spielsachen, Bücher und Kleidung = verkaufen ihre Sachen; zu klein, zu alt = alte Sachen; einen Tisch bekommt man gratis = nicht die Spielsachen.

Grammatik: Buben ist das österreichische Wort für Jungen. Man muss sich anmelden – sich anmelden ist trennbar und reflexiv. Das Geld dürfen die Kinder behalten – behalten = nicht abgeben.

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