Generation Sensibelchen
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Freizeit statt Karriere, Auszeit statt Dauerstress: Junge Menschen wollen für den Beruf nicht mehr alles opfern. Fortschritt oder Rückschritt?
Man kann wirklich verzweifeln mit der jungen Generation. Eine bekannte deutsche Firma hat eine attraktive Stelle in Chicago zu vergeben. Trotzdem sagt keiner der Bewerber sofort zu. Ein Job in den USA – vor einem Jahrzehnt hätten sich die Mitarbeiter darum gerissen. Heute fragen sich die Kandidaten: Passt das zu meinem Lebensstil? Was meint mein Partner dazu? Habe ich überhaupt noch Zeit für Sport, Musik oder die Familie? Wenn ich mich überfordere, bleibe ich lieber hier – auch ohne Spitzengehalt in Chicago.
Viele wundern sich: Ist das eine positive Entwicklung oder ein Zeichen von Bequemlichkeit? Sind die jungen Leute wirklich empfindliche Weichlinge, die keine Lust auf Karriere und Führungspositionen haben? Oder handelt es sich um eine klügere Generation, die verstanden hat, dass ein erfülltes Leben mehr bedeutet als Arbeit?
Eines steht fest: Die Werte haben sich verändert. Zwei Drittel, so zeigen Umfragen, sind heute nicht mehr bereit, ihre privaten Interessen dem Beruf unterzuordnen. Eine ausgewogene Work-Life-Balance spielt eine zentrale Rolle. Mitspracherecht und ein angenehmes Arbeitsklima sind ihnen ebenso wichtig wie flexible Arbeitszeiten. Am liebsten arbeiten sie im Team – und dabei bringen sie oft beachtliche Leistungen.
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