Zu wenig barrierefreie Wohnungen in Threnemünde

Lesen Sie den Text und die Aufgaben. Wählen Sie bei jeder Aufgabe die richtige Lösung a, b oder c.

Vor allem Küche, Bad und Flure sind für Senioren in der Regel zu eng

(aus einer Regionalzeitung)

Dass die Bevölkerung in Deutschland immer älter wird, ist schon lange bekannt. Bekannt ist auch, dass diese Entwicklung im ländlichen Raum und in kleineren Städten stärker und schneller bemerkbar wird als in den Großstädten. In Threnemünde ist bereits jetzt ein Fünftel der Bevölkerung über 65 Jahre alt, und dieser Anteil wird in den kommenden Jahren, wenn zehntausende Menschen in Rente gehen werden, noch einmal deutlich zunehmen.

Wenn im höheren Alter Hilfsmittel wie Rollatoren und Rollstühle benötigt werden, ist die Art und Weise, wie die Wohnung gebaut ist, für die Lebensqualität sehr wichtig. Die vielen Altbauten, die das Stadtbild von Threnemünde zweifellos verschönern, sind in dieser Hinsicht problematisch, denn in der Zeit, als sie gebaut wurden, dachte man nicht an die Bedürfnisse älterer Menschen. Dann sind vor allem die Küchen, Flure und Bäder zu eng. „Rund ein Viertel aller Hausflure sind für Rollstühle nicht groß genug – oft betrifft das schon die Haustüren“, sagt Ralf Krämer, der Sprecher einer größeren Threnemündener Baufirma. „Weiter gilt es, alle Arten von Schwellen, Stufen oder Treppen wenn möglich zu vermeiden. Die Duschen sollten begehbar sein.“

Um den Bedarf für Seniorenwohnungen zu ermitteln, hat der Stadtrat Threnemünde ein Gutachten in Auftrag gegeben, dessen Ergebnisse nun vorliegen. Nur 9200 der rund 195000 Wohnungen sind für ältere Menschen gut geeignet. In 64700 Küchen könne man mit dem Rollstuhl nicht wenden. Von den Bädern ist fast die Hälfte zu klein.

Krämer begrüßt die Initiative des Stadtrats. „Es ist wichtig, dass früh über das Thema nachgedacht und dass früh gehandelt wird.“ Er spricht über die hohen Kosten für einen Platz in einem Seniorenheim. „Wer länger in seiner Wohnung bleiben kann, spart viel Geld. Da lohnt sich eine seniorengerechte Sanierung allemal.“

In dem Artikel geht es darum, dass

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✓ Richtig ist c.

Im Text steht: Der Stadtrat hat ein Gutachten in Auftrag gegeben, und das Ergebnis zeigt, dass nur 9200 der rund 195000 Wohnungen für ältere Menschen geeignet sind. Ein Gutachten, das den hohen Bedarf an Seniorenwohnungen feststellt – genau das meint Antwort c.

✗ a ist falsch: Dass die Senioren in Deutschland mehr werden, steht nur als Einleitung im Text. Das Thema des Artikels ist der Wohnungsmangel in Threnemünde, nicht die Alterung ganz Deutschlands. a ist zu weit.

✗ b ist falsch: Die Zahl stimmt nicht. Geeignet sind nur 9200 von 195000 Wohnungen – das ist weit weniger als die Hälfte. Etwa die Hälfte bezieht sich im Text auf die zu kleinen Bäder, nicht auf die geeigneten Wohnungen.

💡 Falle: a weitet das Thema auf ganz Deutschland aus (nur die Einleitung); b nimmt das echte fast die Hälfte (das gehört zu den Bädern) und hängt es an die geeigneten Wohnungen. Die richtige Antwort c fasst den Kern zusammen: das Gutachten und der große Bedarf.

👉 Schlüsselwörter: hat der Stadtrat … ein Gutachten in Auftrag gegeben, Nur 9200 der rund 195000 Wohnungen sind … gut geeignet.

der Anteil der Senioren in Deutschland zunimmt. nur etwa die Hälfte der Wohnungen in Threnemünde für alte Menschen geeignet sind. ein Gutachten den hohen Bedarf von Seniorenwohnungen in Threnemünde festgestellt hat.

 

Die vielen Altbauten in Threnemünde

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✓ Richtig ist a.

Im Text steht: Die Altbauten verschönern zweifellos das Stadtbild, sind aber problematisch, weil man beim Bau nicht an die Bedürfnisse älterer Menschen dachte – Küchen, Flure und Bäder sind zu eng. Schön, aber für Senioren meist ungeeignet – genau das meint Antwort a.

✗ b ist falsch: Dass die Altbauten etwa die Hälfte aller Wohnungen ausmachen, steht nicht im Text. Die Zahlen (9200, 64700, fast die Hälfte der Bäder) beziehen sich auf die Eignung, nicht auf den Anteil der Altbauten.

✗ c ist falsch: Die Stadt saniert die Altbauten nicht in einem neuen Projekt. Sie hat nur ein Gutachten in Auftrag gegeben, um den Bedarf zu ermitteln – von einer laufenden Sanierung durch die Stadt steht nichts.

💡 Falle: b streut eine Zahl (Hälfte) ein, die es zu den Altbauten nicht gibt; c nimmt das echte Wort Sanierung (die sich lohne) und macht daraus ein schon laufendes städtisches Projekt. Die richtige Antwort a umschreibt verschönern das Stadtbild …, aber problematisch … zu eng als schön, für Senioren aber meist ungeeignet.

👉 Schlüsselwörter: die das Stadtbild … zweifellos verschönern, in dieser Hinsicht problematisch, zu eng.

sind schön, für Senioren aber meist ungeeignet. enthalten etwa die Hälfte der in Threnemünde verfügbaren Wohnungen. werden von der Stadt in einem neuen Projekt seniorengerecht saniert.

 

Eine seniorengerechte Sanierung

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✓ Richtig ist c.

Krämer sagt: Wer länger in seiner Wohnung bleiben kann, spart viel Geld. Da lohnt sich eine seniorengerechte Sanierung allemal. Die Sanierung erlaubt es also, länger in der Wohnung zu leben – genau das meint Antwort c.

✗ a ist falsch: Die 9200 Wohnungen sind gerade die, die schon gut geeignet sind – dort ist keine Sanierung nötig. a dreht die Zahl um: nötig wäre die Sanierung in den übrigen, nicht in diesen 9200.

✗ b ist falsch: Die Sanierung betrifft nicht ausschließlich Bad, Küche und Flure. Krämer nennt auch Schwellen, Stufen, Treppen und begehbare Duschen – das Absolutwort ausschließlich ist zu eng.

💡 Falle: a nimmt die echte Zahl 9200 und dreht ihren Sinn um (das sind die geeigneten, nicht die zu sanierenden); b benutzt das Absolutwort ausschließlich, obwohl mehr Bereiche genannt werden. Die richtige Antwort c umschreibt Wer länger in seiner Wohnung bleiben kann als erlaubt es alten Menschen, länger in ihrer Wohnung zu leben.

👉 Schlüsselwörter: Wer länger in seiner Wohnung bleiben kann, spart viel Geld, lohnt sich eine seniorengerechte Sanierung allemal.

wäre zunächst in 9200 Wohnungen dringend nötig. betrifft ausschließlich Bad, Küche und Flure. erlaubt es alten Menschen, länger in ihrer Wohnung zu leben.

 


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