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Kommunen fordern mehr Verantwortung und informieren über richtige Entsorgung
(aus einer Regionalzeitung)
Alte Möbel, kaputte Elektrogeräte oder volle Müllsäcke werden immer wieder an Straßenrändern, in Parks oder in der Natur abgestellt. Diese illegalen Müllablagerungen sind nicht nur ein Ärgernis für die Bevölkerung, sondern verursachen auch hohe Kosten. Die Stadt Niedersuld teilte jetzt mit, dass sie jedes Jahr etwa eine Million Euro für die Beseitigung solchen Mülls ausgeben muss.
„Viele Menschen wissen nicht, welchen Aufwand die Entsorgung verursacht“, erklärt Umweltdezernentin Julia Wagner. „Die Mitarbeiter müssen die Abfälle einsammeln, sortieren und fachgerecht entsorgen. Dieses Geld könnte eigentlich für andere wichtige Projekte genutzt werden.“
Besonders häufig finden die Beschäftigten der Stadtreinigung alte Möbel, Plastiktüten, Glasflaschen und elektronische Geräte. Manche Abfälle können gefährliche Stoffe enthalten und dadurch Böden, Pflanzen und Gewässer schädigen. Auch Tiere können durch herumliegenden Müll verletzt werden oder Plastik und andere Materialien fressen.
Die Stadt weist darauf hin, dass es zahlreiche Möglichkeiten gibt, Abfälle legal loszuwerden. Größere Gegenstände können beispielsweise über eine Sperrmüllabholung entsorgt werden. Außerdem stehen den Bürgerinnen und Bürgern Wertstoffhöfe zur Verfügung. „Es gibt keinen Grund, Müll einfach irgendwo abzustellen“, sagt Wagner. „Die richtigen Entsorgungswege sind für alle zugänglich.“
Um das Problem zu verringern, plant die Stadt neue Informationsaktionen. In Schulen sollen Schülerinnen und Schüler über Umweltschutz und Abfallvermeidung informiert werden. Zusätzlich sollen Mitarbeiter der Stadt häufiger bestimmte Orte kontrollieren, an denen in der Vergangenheit oft Müll gefunden wurde.
Wer illegal Müll ablädt und dabei erwischt wird, muss mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Die Verantwortlichen hoffen jedoch vor allem auf mehr Bewusstsein in der Bevölkerung. „Saubere Straßen und eine gesunde Natur können nur entstehen, wenn alle mitmachen“, betont die Umweltdezernentin.
Die Stadt ruft deshalb alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, Abfälle richtig zu entsorgen und gemeinsam für eine saubere Umgebung zu sorgen.

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