Der gefundene Rucksack

Lesen Sie den Text und die Aufgaben 1 bis 6 dazu. Sind die Aussagen Richtig oder Falsch? Achten besonders auf Details – wörtliche Übereinstimmungen sind oft eine Falle!

67% (2 von 3 Personen konnten beim ersten Mal richtig antworten)

MarkusBloggt.at

Mittwoch, den 14. März
Ihr werdet es kaum glauben, was ich gestern erlebt habe. Ich saß nachmittags gemütlich auf dem Sofa und las, als mein Handy summte. Am Apparat war ein Mann von der Stadtbibliothek: Mein Rucksack sei dort abgegeben worden, ich könne ihn jederzeit abholen. In diesem Moment wurde mir ganz anders – dass der Rucksack überhaupt fehlte, war mir bis dahin gar nicht aufgefallen. Und in ihm lag mein nagelneues Tablet! Ich durchsuchte sofort den Flur und jedes Zimmer, doch der Rucksack blieb verschwunden. Mein Tablet war also wirklich weg!
Auf dem Weg zur Bibliothek zerbrach ich mir den Kopf, wo ich den Rucksack hatte liegen lassen. Am wahrscheinlichsten im Café, in dem ich morgens gefrühstückt hatte. In der Bibliothek erklärte mir der Mitarbeiter, eine junge Frau habe den Rucksack gebracht. Gefunden hatte sie ihn an der Bushaltestelle. Eigentlich hatte sie vor, ihn bei der Polizei abzugeben, doch das Revier war zu dieser Uhrzeit längst zu. Also überlegte sie, wie sie ihn mir sonst zurückgeben könnte. Und jetzt kommt das Cleverste: In einer Seitentasche entdeckte sie meinen Bibliotheksausweis. Sie dachte sich, dass die Bibliothek bestimmt meine Daten gespeichert hat – und tatsächlich fand das Computersystem dort meine Telefonnummer in Sekunden. Wie der Rucksack an die Haltestelle kam? Vermutlich ist er mir beim Aussteigen von der Schulter gerutscht. Das Wichtigste aber: Es fehlte nicht ein einziges Teil! So eine Erleichterung.
Jetzt sitze ich hier und überlege, wie ich mich bei dieser ehrlichen Frau bedanken soll – ich habe ja keine Ahnung, wer sie ist. Mein einziger Versuch ist dieser Beitrag, in der Hoffnung, dass sie ihn irgendwann liest: Tausend Dank, liebe unbekannte Finderin!
Euer Markus

Erst durch den Anruf erfuhr Markus, dass sein Rucksack fehlte.

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Aussage: Erst durch den Anruf erfuhr Markus, dass sein Rucksack fehlte.
Richtig
Schlüsselstelle im Text
„dass der Rucksack überhaupt fehlte, war mir bis dahin gar nicht aufgefallen"
Markus saß ruhig auf dem Sofa und las — er hatte keine Ahnung, dass der Rucksack weg war. Erst als das Telefon klingelte und die Bibliothek anrief, bemerkte er den Verlust. Die Aussage ist korrekt.

Richtig Falsch

 

Markus vermutete, den Rucksack im Café vergessen zu haben.

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Aussage: Markus vermutete, den Rucksack im Café vergessen zu haben.
Richtig
Schlüsselstelle im Text
„Am wahrscheinlichsten im Café, in dem ich morgens gefrühstückt hatte."
Auf dem Weg zur Bibliothek dachte Markus darüber nach, wo er den Rucksack gelassen haben könnte. Das Café beim Morgenfrühstück hielt er für den wahrscheinlichsten Ort. Die Aussage ist korrekt.
Tipp: Das Wort vermutete in der Aussage entspricht am wahrscheinlichsten im Text — eine Vermutung, keine Gewissheit. Tatsächlich fand die Frau den Rucksack an der Bushaltestelle, nicht im Café.

Richtig Falsch

 

Die Finderin hatte den Rucksack zur Polizei gebracht.

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Aussage: Die Finderin hatte den Rucksack zur Polizei gebracht.
Falsch
Schlüsselstelle im Text
„Eigentlich hatte sie vor, ihn bei der Polizei abzugeben, doch das Revier war zu dieser Uhrzeit längst zu."
Die Frau wollte ursprünglich zur Polizei gehen — aber das Revier war geschlossen. Sie brachte den Rucksack stattdessen zur Bibliothek. Die Aussage verwechselt Absicht und tatsächliche Handlung.
Achtung: Der Text unterscheidet klar zwischen Plan (eigentlich hatte sie vor) und Ergebnis. Die Finderin brachte den Rucksack zur Bibliothek, nicht zur Polizei. Eine häufige Falle: den ursprünglichen Plan mit dem tatsächlichen Ergebnis verwechseln.

Richtig Falsch

 

Die Telefonnummer von Markus stand auf dem Bibliotheksausweis.

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Aussage: Die Telefonnummer von Markus stand auf dem Bibliotheksausweis.
Falsch
Schlüsselstelle im Text
„In einer Seitentasche entdeckte sie meinen Bibliotheksausweis. Sie dachte sich, dass die Bibliothek bestimmt meine Daten gespeichert hat – und tatsächlich fand das Computersystem dort meine Telefonnummer in Sekunden."
Die Telefonnummer stand nicht auf dem Ausweis selbst, sondern war im Computersystem der Bibliothek gespeichert. Der Ausweis war nur der Schlüssel — er half, die Person zu identifizieren. Die eigentliche Nummer fand das System in der Datenbank.
Achtung: Die Aussage klingt fast richtig — Ausweis und Telefonnummer werden im gleichen Satz erwähnt. Aber die Quelle der Nummer ist die Datenbank der Bibliothek, nicht der Ausweis selbst. Auf einem Bibliotheksausweis steht keine Telefonnummer.

Richtig Falsch

 

Im Rucksack von Markus fehlte nichts.

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Aussage: Im Rucksack von Markus fehlte nichts.
Richtig
Schlüsselstelle im Text
„Es fehlte nicht ein einziges Teil! So eine Erleichterung."
Alles war noch da — auch das nagelneue Tablet, das Markus besonders besorgt hatte. Die Aussage ist korrekt.
Tipp: Die doppelte Verneinung im Text — fehlte nicht ein einziges — bedeutet: alles war vorhanden. Doppelte Verneinungen genau lesen.

Richtig Falsch

 

Markus konnte sich bei der Finderin persönlich für ihre Ehrlichkeit bedanken.

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Aussage: Markus konnte sich bei der Finderin persönlich für ihre Ehrlichkeit bedanken.
Falsch
Schlüsselstelle im Text
„ich habe ja keine Ahnung, wer sie ist. Mein einziger Versuch ist dieser Beitrag, in der Hoffnung, dass sie ihn irgendwann liest."
Markus kennt die Finderin nicht und weiß nicht, wer sie ist. Ein persönlicher Dank war deshalb unmöglich. Er schrieb den Blogbeitrag als einzige Möglichkeit, sie vielleicht doch noch zu erreichen.
Achtung: Die Aussage sagt persönlich bedanken — aber genau das war nicht möglich. Markus hat sich im Blog bedankt, nicht persönlich. Blogbeitrag und persönlicher Dank sind zwei völlig verschiedene Dinge.

Richtig Falsch

 


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