Antrag auf Elterngeld

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Brief 1:

Sehr   geehrtegeehrten Damen und Herren,

ich möchte hiermit   eineeinen Antrag auf Elterngeld stellen. Meine Tochter Laura wurde am 3. Februar geboren. Ich möchte   fürnach ein Jahr in Elternzeit gehen und danach wieder in meinen Beruf zurückkehren. Bitte teilen Sie   michmir mit, welche Unterlagen ich für den Antrag   benötigebenötigen . Ich bitte um eine baldige Rückmeldung.

Mit freundlichen Grüßen,
Julia Hartmann

 

Brief 2:

Sehr geehrte Frau Hartmann,

vielen Dank für Ihren Antrag. Für   derdie Bearbeitung benötigen wir folgende Unterlagen: Geburtsurkunde   IhresIhr Kindes, Ihren Personalausweis sowie eine Bescheinigung   fürvon Ihrem Arbeitgeber. Bitte senden Sie diese Unterlagen bis   zumvor 28. Februar an unser Amt. Nach Eingang aller Unterlagen bearbeiten wir Ihren Antrag innerhalb   vonauf vier Wochen.

Mit freundlichen Grüßen,
Amt für Familie und Soziales

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Aufgabe 1 – geehrte

Im Satz steht: „Sehr (1) Damen und Herren." Die feste Anredeformel in deutschen Briefen lautet „Sehr geehrte Damen und Herren". „Damen und Herren" ist Plural und steht im Nominativ – deshalb lautet die korrekte Adjektivendung „geehrte". „geehrten" ist die Dativ- oder Akkusativform und passt nicht zu dieser Anredeformel.

Aufgabe 2 – einen

Im Satz steht: „Ich möchte hiermit (2) Antrag auf Elterngeld stellen." Das Nomen „Antrag" ist maskulin. Im Akkusativ Singular maskulin lautet der unbestimmte Artikel „einen". „eine" ist der unbestimmte Artikel für feminine Nomen und passt nicht zu „Antrag".

Aufgabe 3 – für

Im Satz steht: „Ich möchte (3) ein Jahr in Elternzeit gehen." Die Präposition „für" drückt hier einen Zeitraum aus – „für ein Jahr" bedeutet „über einen Zeitraum von einem Jahr". „nach" würde einen Zeitpunkt nach etwas beschreiben – „nach einem Jahr" bedeutet „ein Jahr später" – das passt hier inhaltlich nicht, weil die Schreiberin für die Dauer eines Jahres in Elternzeit gehen möchte.

Aufgabe 4 – mir

Im Satz steht: „Bitte teilen Sie (4) mit, welche Unterlagen ich benötige." Das Verb „mitteilen" verlangt ein Dativobjekt – man teilt jemandem etwas mit. Die Schreiberin bittet um eine Auskunft für sich selbst, deshalb lautet die korrekte Dativform: „mir". „mich" ist die Akkusativform und passt nicht – „jemandem mitteilen" verlangt den Dativ, nicht den Akkusativ.

Aufgabe 5 – benötige

Im Satz steht: „welche Unterlagen ich für den Antrag (5)." Das Subjekt „ich" verlangt die erste Person Singular: „benötige". Da es sich um einen Nebensatz handelt, steht das Verb am Ende. „benötigen" ist die Infinitivform oder Pluralform und passt nicht zu einem „ich"-Satz im Nebensatz.

Aufgabe 6 – die

Im Satz steht: „Für (6) Bearbeitung benötigen wir folgende Unterlagen." Das Nomen „Bearbeitung" ist feminin. Im Akkusativ Singular Feminin lautet der bestimmte Artikel „die". „der" ist der Genitiv- oder Dativ-Artikel für feminine Nomen und passt nicht nach „für", weil „für" den Akkusativ verlangt.

Aufgabe 7 – Ihres

Im Satz steht: „Geburtsurkunde (7) Kindes." Das Nomen „Kind" ist Neutrum und steht im Genitiv Singular. Im Genitiv Singular Neutrum lautet das höfliche Possessivpronomen „Ihres". „Ihr" ist die Nominativform für maskuline Nomen und passt nicht zum Genitiv Neutrum.

Aufgabe 8 – von

Im Satz steht: „eine Bescheinigung (8) Ihrem Arbeitgeber." Die feste Redewendung lautet „eine Bescheinigung von jemandem" – „von" zeigt hier, wer die Bescheinigung ausgestellt hat. „für" würde bedeuten, dass die Bescheinigung für den Arbeitgeber bestimmt ist – das ist hier inhaltlich falsch, weil die Bescheinigung vom Arbeitgeber kommen soll.

Aufgabe 9 – zum

Im Satz steht: „Bitte senden Sie diese Unterlagen bis (9) 28. Februar an unser Amt." Bei Datumsangaben mit „bis" verwendet man im Deutschen die Konstruktion „bis zum" – „zum" ist eine Kontraktion von „zu dem". „vor" würde bedeuten, dass die Unterlagen vor dem 28. Februar eingehen sollen – das wäre zwar inhaltlich möglich, aber die korrekte und übliche Formulierung für eine Frist lautet „bis zum".

Aufgabe 10 – von

Im Satz steht: „innerhalb (10) vier Wochen." Die Präposition „innerhalb" verlangt im Deutschen den Genitiv. Bei Zeitangaben ohne Artikel lautet die korrekte Konstruktion „innerhalb von" – „innerhalb von vier Wochen" ist die übliche Formulierung. „auf" passt hier grammatikalisch nicht – „innerhalb auf vier Wochen" ist kein korrekter Ausdruck im Deutschen.


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