Neue Werbestrategie, Jobticket

Lesen Sie das Protokoll und die Aufgaben. Welche Antwort (a, b oder c) passt am besten?

14% (284 von 1969 Personen konnten beim ersten Mal richtig antworten)

Protokoll 22.03.2025, 10:00–12:00 Uhr

Tagungsraum: 3B | Ort: Rosenthaler Straße 47, 10178 Berlin

Anwesende: Christine Bauer (CB, Geschäftsleitung), Lukas Wendt (LW, Assistenz der Geschäftsleitung), Fabian Kruse (FK, Leitung Einkauf), Nadine Vogt (NV, Leitung Finanzen), Stefanie Ihrig (SI, Leitung Marketing), Cengiz Arslan (CA, Leitung Produktion), Robert Haas (RH, Leitung Personal)

Gast: Monika Stahl (ADAC Mitarbeiterservice)

Sitzungsleitung: Robert Haas | Protokollantin: Lukas Wendt

Tagesordnungspunkte:

  1. Begrüßung und Genehmigung des Protokolls der letzten Sitzung
  2. Neue Werbemaßnahmen
  3. Mängel beim Reinigungsservice
  4. Schulung der Brandschutzhelfer
  5. Einführung eines Jobtickets
  6. Sonstiges

TOP 1 Begrüßung und Genehmigung des Protokolls der letzten Sitzung

RH begrüßt alle Anwesenden und stellt den Gast Monika Stahl vom ADAC Mitarbeiterservice vor. Er bittet um die Genehmigung des Protokolls der letzten Sitzung. NV weist darauf hin, dass die Uhrzeit des geplanten Betriebsausflugs im letzten Protokoll falsch eingetragen wurde. Dieser beginnt um 14:00 Uhr. Die Korrektur wird aufgenommen, das Protokoll wird ansonsten genehmigt.


TOP 2 Neue Werbemaßnahmen

SI berichtet, dass die Marketingabteilung eine überarbeitete Werbestrategie erarbeitet hat. Auslöser dafür waren die rückläufigen Kundenzahlen, über die NV bereits in der letzten Sitzung informiert hatte.

Als kurzfristige Maßnahme überarbeitet ein Mitarbeiter der IT-Abteilung derzeit die Unternehmenswebsite, um sie übersichtlicher und technisch aktueller zu gestalten. Außerdem soll die Auffindbarkeit der Seite in Suchmaschinen verbessert werden. Diese Schritte könnten zeitnah und mit geringem Kostenaufwand realisiert werden.

Darüber hinaus plant die Marketingabteilung, die Aktivitäten in sozialen Netzwerken zu intensivieren. SI schlägt vor, kurze Imagevideos zu produzieren, die das Unternehmen als modernen Arbeitgeber präsentieren. Eine Werbeagentur, die sich auf Videoproduktion spezialisiert hat, wurde bereits kontaktiert — ihr Angebot liegt jedoch deutlich über dem geplanten Budget. CB beauftragt SI, bis zur nächsten Sitzung alternative Agenturen zu recherchieren und Angebote einzuholen.


TOP 3 Mängel beim Reinigungsservice

Seit dem Wechsel zum neuen Reinigungsdienstleister häufen sich Rückmeldungen aus verschiedenen Abteilungen. Bemängelt werden verschmutzte Arbeitsflächen, unregelmäßig geleerte Papierkörbe und unsauber gewischte Böden. Zudem stellen Mitarbeiter beim Arbeitsbeginn um 8:00 Uhr fest, dass Reinigungskräfte noch im Gebäude tätig sind, obwohl die Reinigung bis 7:30 Uhr abgeschlossen sein sollte. RH wird das Gespräch mit dem Dienstleister suchen und auf eine schnelle Verbesserung dringen. Zeigt sich keine Änderung, wird der Vertrag ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist beendet.


TOP 4 Schulung der Brandschutzhelfer

Die betrieblichen Brandschutzhelfer sind gesetzlich verpflichtet, ihre Kenntnisse durch regelmäßige Schulungen auf dem aktuellen Stand zu halten. Als Referentin konnte Monika Stahl vom ADAC Mitarbeiterservice gewonnen werden. Gemeinsam mit RH aus der Personalabteilung wurde Samstag, der 05.07. als Termin vereinbart. Die Schulung dauert sieben Stunden, findet im firmeneigenen Konferenzraum statt und wird als reguläre Arbeitszeit gewertet. Die Abteilungsleiter sollen baldmöglichst ermitteln, ob die aktuellen Brandschutzhelfer ihre Aufgabe weiterführen oder ob neue Mitarbeiter Interesse haben. Monika Stahl weist darauf hin, dass an der Schulung maximal zwölf Personen teilnehmen können. Anmeldungen müssen bis zum 01.06. bei der Personalabteilung eingehen.


TOP 5 Einführung eines Jobtickets

CB teilt mit, dass die angespannte Parksituation rund um das Firmengebäude dazu geführt hat, dass viele Mitarbeiter erhebliche Zeit mit der Parkplatzsuche verbringen. Um die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel attraktiver zu machen, beteiligt sich das Unternehmen ab dem 01.09. an den Fahrtkosten. Mitarbeiter erhalten einen Zuschuss von 50 Prozent ihrer Monatskarte, höchstens jedoch 70 Euro pro Monat.

Interessierte Mitarbeiter können das Antragsformular bei RH in der Personalabteilung abholen. RH beantwortet auch alle weiteren Fragen dazu.


TOP 6 Sonstiges

FK berichtet, dass sich die Lieferzeiten des wichtigsten Rohstofflieferanten wieder normalisiert haben. Die Verspätungen waren auf einen Streik der Beschäftigten im Zulieferbetrieb in Tschechien zurückzuführen, der nach Verhandlungen inzwischen beendet wurde.

RH informiert darüber, dass von den fünf neu eingestellten Mitarbeitern zwei die Probezeit erfolgreich abgeschlossen haben. Eine Person scheidet zum 30.04. auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen aus.

Die neue Werbestrategie

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Die richtige Antwort ist b, weil im Protokoll eindeutig steht, was der Auslöser für die neue Werbestrategie war: „Auslöser dafür waren die rückläufigen Kundenzahlen“. Genau diese Formulierung entspricht inhaltlich der Aussage „wurde durch sinkende Kundenzahlen notwendig“. Das ist die zentrale Logik: erst das Problem, dann die Maßnahme.

Die Antwort a ist eine klassische Wortfalle. Im Text kommen zwar „Imagevideos“ vor, aber diese sollen „das Unternehmen als modernen Arbeitgeber präsentieren“. Es geht also um Außenwirkung und Arbeitgeberimage, nicht um Produktionsabläufe. Wer nur das Wort „Video“ erkennt und den Zweck nicht genau liest, tappt hier leicht in die Falle.

Die Antwort c ist nur eine Teilwahrheit. Im Text steht, dass bestimmte Schritte „zeitnah und mit geringem Kostenaufwand realisiert werden“ können. Gemeint sind aber nur die Überarbeitung der Website und die Verbesserung der Auffindbarkeit in Suchmaschinen. Die gesamte Werbestrategie umfasst zusätzlich noch Social-Media-Aktivitäten und geplante Imagevideos, deren Produktion sogar „deutlich über dem geplanten Budget“ liegt. Genau hier steckt die Falle: Ein richtiger Teilaspekt wird unzulässig auf das gesamte Projekt übertragen.

soll mit einem Video die Abläufe in der Produktion zeigen. wurde durch sinkende Kundenzahlen notwendig. kann insgesamt schnell und ohne großen Kostenaufwand umgesetzt werden.

 

Der Reinigungsdienstleister

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Die richtige Antwort ist a, weil im Text klar gesagt wird, dass die Reinigungskräfte beim Arbeitsbeginn der Mitarbeiter um 8:00 Uhr noch im Gebäude sind, „obwohl die Reinigung bis 7:30 Uhr abgeschlossen sein sollte“. Das bedeutet eindeutig: Der Dienstleister hält sich nicht an die festgelegten Zeiten. Das Schlüsselwort ist hier „obwohl“, denn es markiert den Widerspruch zwischen Vereinbarung und Realität.

Die Antwort b ist eine Wortfalle. Im Protokoll steht zwar „unregelmäßig geleerte Papierkörbe“, aber das bezieht sich nur auf einen einzelnen Mangel, nicht auf die gesamte Reinigung der Büroräume. Die Aussage verallgemeinert einen Teilaspekt und macht daraus eine umfassende Behauptung. Genau diese Überdehnung ist typisch für Prüfungsfallen.

Die Antwort c ist eine Umkehrungsfalle. Im Text steht, dass „der Vertrag ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist beendet“ wird, falls sich nichts ändert. Das Unternehmen würde also kündigen, nicht der Reinigungsdienstleister. Die Rollen werden hier absichtlich vertauscht. Solche Perspektivwechsel sind sehr häufige Fallen in Leseaufgaben.

hält sich nicht an die festgelegten Arbeitszeiten. reinigt die Büroräume der Firma nicht regelmäßig. wird den Vertrag mit der Firma in Kürze auflösen.

 

Die Schulung der Brandschutzhelfer

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Die richtige Antwort ist a, weil im Text ausdrücklich steht, dass „maximal zwölf Personen teilnehmen können“. Das ist eine klare Begrenzung der Teilnehmerzahl. Die Formulierung in der Aufgabe und die Formulierung im Text meinen dasselbe, auch wenn unterschiedliche Wörter benutzt werden: „maximal zwölf Personen“ entspricht „begrenzte Anzahl von Teilnehmern“.

Die Antwort b ist eine Logikfalle. Im Protokoll steht, dass die Brandschutzhelfer „regelmäßige Schulungen“ brauchen, um ihre Kenntnisse aktuell zu halten. Das bedeutet gerade nicht, dass die Schulung nur einmalig verpflichtend ist. Das Schlüsselwort ist hier „regelmäßig“. Wer dieses Wort übersieht, kann die Aussage leicht falsch interpretieren.

Die Antwort c ist eine Ortsverwechslung. Monika Stahl kommt zwar vom ADAC Mitarbeiterservice und ist die Referentin, aber die Schulung findet nicht dort statt. Im Text heißt es eindeutig: „findet im firmeneigenen Konferenzraum statt“. Die Falle besteht darin, Institution, Person und Veranstaltungsort miteinander zu vermischen.

ist auf eine begrenzte Anzahl von Teilnehmern beschränkt. ist für jeden Mitarbeiter einmalig verpflichtend. findet beim ADAC Mitarbeiterservice statt.

 

Das Jobticket

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Die richtige Antwort ist b, weil im Text klar steht: „Interessierte Mitarbeiter können das Antragsformular bei RH in der Personalabteilung abholen“. Daraus folgt direkt, dass das Jobticket über die Personalabteilung beantragt wird. Das ist die entscheidende Textstelle.

Die Antwort a ist eine Zahlenfalle. Im Protokoll steht: „50 Prozent ihrer Monatskarte, höchstens jedoch 70 Euro pro Monat“. Die Zahl 70 kommt also tatsächlich vor, aber sie bezeichnet den Maximalbetrag in Euro und nicht den prozentualen Zuschuss. Genau solche Kombinationen aus Prozentangabe und Höchstgrenze sind typische Prüfungsfallen.

Die Antwort c ist eine Zeitfalle. Im Text steht eindeutig „ab dem 01.09.“. Die Formulierung „ab dem nächsten Monat“ ist eine freie Deutung und im Protokoll nicht abgesichert. In Leseverstehen-Aufgaben darf man keine ungeprüften Zeitannahmen machen, sondern muss sich an die genaue Datumsangabe halten.

deckt 70 Prozent der Fahrtkosten ab. kann bei der Personalabteilung beantragt werden. gilt ab dem nächsten Monat.

 

Der Streik in Tschechien

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Die richtige Antwort ist c, weil im Text ausdrücklich gesagt wird, dass sich die Lieferzeiten wieder normalisiert haben und dass die früheren „Verspätungen“ auf den Streik zurückzuführen waren. Damit ist klar: Der Streik hatte Auswirkungen auf die Lieferungen. Die logische Verbindung lautet hier: Streik → Verspätungen → Lieferprobleme.

Die Antwort a ist eine Umkehrungsfalle. Im Protokoll steht, der Streik sei „inzwischen beendet“. Das ist das genaue Gegenteil von „hält bis heute an“. Hier wird eine abgeschlossene Situation in eine noch andauernde Situation umgedeutet.

Die Antwort b ist eine Hinzufügungsfalle. Im Text ist nur von einem Streik „im Zulieferbetrieb in Tschechien“ die Rede. Es steht nichts darüber, dass die gesamte Transportbranche des Landes betroffen war. Die Aussage fügt also Informationen hinzu, die im Text gar nicht vorkommen. Solche Erweiterungen sind in Prüfungen fast immer falsch.

hält bis heute an. erfasste die gesamte Transportbranche des Landes. verursachte Verzögerungen bei den Lieferungen.

 


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