Gentlemen und Ladys am Arbeitsplatz?

Lesen Sie den Text und die Aufgaben. Welche Lösung (a, b oder c) ist jeweils richtig?

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Türen öffnen oder nicht – das ist hier die Frage
Höflichkeitsregeln im Berufsleben

Häufig erscheint Markus Wagner, junger Bankangestellter in München, am Morgen pünktlich an seinem Arbeitsplatz. Guten Morgen, ich bin der Markus. Das deutsche Bankhaus ist ein gutes Beispiel für die moderne Höflichkeitskultur, denn alle Beschäftigten begegnen sich auf Augenhöhe. Die Gesellschaft für Berufsetikette in Frankfurt hat nun in einer Untersuchung festgestellt, dass mehr als 67 Prozent der befragten Personen klassische Gentleman-Gesten am Arbeitsplatz für überholt halten. Wie zu erwarten sind es vor allem die 20- bis 35-jährigen (78 Prozent), die solche alten Regeln ablehnen. Bei den über 60-jährigen sank die Zahl auf 22 Prozent. Warum eigentlich gilt das Türaufhalten heute als problematisch? Zum Beispiel pflegen viele Großunternehmen wie Allianz, Siemens und SAP die Gleichbehandlung. Damit wollen sie Respekt zeigen und ein professionelles Umfeld schaffen. Gegenüber Geschäftspartnern ist man jedoch vorsichtiger geworden. So hat die Allianz im Mitarbeiterhandbuch statt fester Regeln wieder allgemeine Empfehlungen eingeführt. Man hofft mit flexiblen Vorgaben mehr Mitarbeiter, nicht nur jüngere anzusprechen. Bis heute üblich ist die klassische Etikette zum Beispiel in deutschen Anwaltskanzleien. Viele Sekretärinnen sind sogar verärgert, wenn ihnen die Tür nicht aufgehalten wird. Es gibt aber auch den umgekehrten Fall, zwar in Krankenhäusern. Wer in Österreich einer Ärztin den Stuhl zurückzieht, riskiert eine Beschwerde und sogar eine Strafe. In Deutschland hingegen findet man eine Anzeige wegen Stuhlzurückziehens einer Kollegin übertrieben, klassische Gesten werden bei uns sowieso nur selten erwartet, meint Dr. Sandra Berger vom Universitätsklinikum Hamburg. Der Trend zur Gleichbehandlung kann jedoch auch als sozialer Druck oder Zwang empfunden werden. Eine Höflichkeitsgeste abzulehnen gilt nämlich als unfreundlich. Das hat Thomas K., Angestellter bei einer Versicherung in Deutschland, erfahren. Ein Gericht entschied, dass er seine Kolleginnen weiterhin mit den klassischen Gesten begrüßen musste.So sehr die Gleichbehandlung in der Gesellschaft auch an Bedeutung gewinnt, die klassische Etikette hat immer noch eine feste soziale Basis und kann diese sogar ausbauen. Etikettekurse, wo man Höflichkeit und die richtigen Umgangsformen lernt, sind heute im Trend; immer mehr Firmen schulen ihre Mitarbeiter in stilvollem Verhalten. Dazu gehören folgende Grundregeln: Die ranghöhere Person bietet der rangniedrigeren die Hand zuerst an. Oft ist jedoch auch die Position entscheidend. Der ältere Mitarbeiter bietet seinem jüngeren Chef nie zuerst die Hand an.

Die Firma Allianz benutzt heute die Gleichbehandlung,

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Richtige Lösung: A

Im Text steht: „… pflegen viele Großunternehmen … die Gleichbehandlung. Damit wollen sie Respekt zeigen und ein professionelles Umfeld schaffen.“

Die Antwort „weil das ein Zeichen für ein professionelles Umfeld ist“ ist eine direkte Paraphrase zu „Respekt zeigen und ein professionelles Umfeld schaffen“.

Antwort B ist eine Hinzufügungsfalle: Es geht nicht um Kunden, sondern um Mitarbeiter und Umgangsformen.

Antwort C ist frei erfunden und kommt im Text nicht vor.

weil das ein Zeichen für ein professionelles Umfeld ist. weil sie mehr jüngere Kunden gewinnen will. weil so mehr Leute das Mitarbeiterhandbuch lesen.

 

In Deutschland

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Richtige Lösung: B

Im Text steht: „… klassische Gesten werden bei uns sowieso nur selten erwartet“ (bezogen auf Deutschland, insbesondere im Krankenhaus).

Die Antwort „kaum erwartet“ ist eine Paraphrase zu „selten erwartet“.

Antwort A ist eine Umkehrungsfalle: In Anwaltskanzleien ist klassische Etikette sogar üblich.

Antwort C ist falsch: Die Strafe wird nur für Österreich erwähnt, nicht für Deutschland.

gilt die klassische Etikette in Anwaltskanzleien als Beleidigung. werden klassische Gesten in Krankenhäusern kaum erwartet. wird man bestraft, wenn man Kolleginnen den Stuhl zurückzieht.

 

Eine Untersuchung hat gezeigt,

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Richtige Lösung: B

Im Text steht: „… vor allem die 20- bis 35-jährigen (78 Prozent), die solche alten Regeln ablehnen.“

Die Antwort „besonders jüngere … schneller die alten Regeln ablehnen“ ist eine Paraphrase dazu.

Antwort A ist eine Zahlenfalle: 22 Prozent beziehen sich auf ältere Menschen, nicht auf jüngere.

Antwort C ist falsch: Der Text zeigt unterschiedliche Meinungen, nicht eine einheitliche Haltung.

dass 22 Prozent der jüngeren Mitarbeiter klassische Gesten vorziehen. dass besonders jüngere Arbeitskollegen schneller die alten Regeln ablehnen. dass alle Arbeitskollegen gern die Gleichbehandlung praktizieren würden.

 

Durch Kurse können Angestellte

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Richtige Lösung: A

Im Text steht: „Etikettekurse, wo man Höflichkeit und die richtigen Umgangsformen lernt“.

Die Antwort „höfliches Verhalten am Arbeitsplatz lernen“ ist eine Paraphrase zu „Umgangsformen lernen“.

Antwort B ist nicht im Text belegt.

Antwort C ist frei erfunden und thematisch falsch.

höfliches Verhalten am Arbeitsplatz lernen. ihre Position im Arbeitsleben verbessern. neue Trends beim Einrichten des Arbeitsplatzes kennen lernen.

 

Probleme am Arbeitsplatz kann es geben,

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Richtige Lösung: C

Im Text wird beschrieben: „Ein Gericht entschied, dass er seine Kolleginnen weiterhin mit den klassischen Gesten begrüßen musste.“

Das zeigt, dass es Probleme geben kann, wenn man klassische Gesten nicht verwendet. Die Antwort „wenn man … klassische Gesten vermeiden will“ entspricht genau dieser Situation.

Antwort A ist zu allgemein und nicht konkret belegt.

Antwort B ist eine Fehlinterpretation: Das Problem war nicht ein Fehler, sondern das Verhalten gegenüber Kolleginnen.

wenn man die Gleichbehandlung ablehnt. wenn man wegen eines Fehlers vor Gericht muss. wenn man zu Kolleginnen klassische Gesten vermeiden will.

 


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