Schlaflos durch die Nacht – die Tricks der Schlafforschung

Lesen Sie den Text und die Aufgaben. Welche Lösung (a, b oder c) ist jeweils richtig?

33% (3 von 9 Personen konnten beim ersten Mal richtig antworten)

Müde Tage, lange Nächte – über die Geheimnisse eines gesunden Schlafes berichtet Tina Müller.

Wer abends unruhig ist und morgens kaum aus dem Bett kommt, sollte über seine Gewohnheiten nachdenken, sagt Dr. Markus Hellmann, Leiter des Schlafzentrums in Hamburg. In Deutschland klagen über 30 Prozent der Erwachsenen über Schlafprobleme. Vor allem Menschen in modernen Großstädten leiden unter gelegentlichen oder dauernden Einschlafstörungen.
Vor einigen Jahren glaubten viele Forscher noch, dass guter Schlaf vor allem mit ruhigen Räumen und bequemen Betten zusammenhängt. Heute weiß man, dass auch das Verhalten am Tag eine entscheidende Rolle spielt. Erst Anfang der 90er Jahre fand man heraus, dass Schlaf etwas sehr Aktives ist und Schritt für Schritt in unterschiedlichen Phasen verläuft. Der amerikanische Forscher Robert Sandler hat diesen Vorgang mit einem Aufzug verglichen, der uns jede Nacht mehrmals zwischen verschiedenen Etagen hin und her bewegt.
Zunächst sind wir wach, dann gleiten wir in den Tiefschlaf, in dem der Körper sich erholt. Danach geht es wieder hoch in den Traumschlaf, der von schnellen Augenbewegungen und intensiven Träumen begleitet wird. Dieser Abschnitt ist im Gegensatz zu den anderen Phasen mit etwa fünfzehn Minuten sehr kurz, soll aber äußerst wichtig für die geistige Erholung sein.
Damit hat die Forschung aber noch lange nicht alle Geheimnisse des Schlafes gelüftet. Erwiesen ist nur: Wir brauchen ihn zur körperlichen Erholung, auch wenn wir ihn manchmal als verlorene Zeit empfinden – immerhin verbringen wir ein Drittel unseres Lebens mit Schlafen.
Probleme machen oft die kleinen Gewohnheiten am Abend. Schon das ständige Schauen auf das Handy vor dem Einschlafen führt zu längerem Wachliegen, weil das blaue Licht das Gehirn zusätzlich anregt, erklärt Dr. Hellmann.
Anna Schneider kennt das Problem. Die Buchhalterin schlief jahrelang schlecht. Ich konnte mich tagsüber kaum konzentrieren und war abends trotzdem nicht müde, erzählt die 38-Jährige, die seit 18 Jahren in der Hauptstadt wohnt. Auf Empfehlung ihres Hausarztes besuchte sie eine Schlafberatung. Frau Schneider erhielt einen genauen Plan: feste Schlafzeiten, weniger Kaffee am Nachmittag, kein Bildschirm nach 22 Uhr. Zusätzlich begann sie morgens kurze Spaziergänge zu unternehmen.
Heute fühle ich mich wie ein neuer Mensch, sagt Anna Schneider. Wer nur gelegentlich nachts aufwacht oder einmal eine schlechte Nacht hat, braucht sich keine Sorgen zu machen, ergänzt Dr. Hellmann. Eine echte Schlafstörung liegt erst dann vor, wenn die Leistungsfähigkeit oder die Gesundheit auf Dauer stark beeinträchtigt werden. Dann sollte man auf jeden Fall ärztlichen Rat suchen.

Der amerikanische Forscher Robert Sandler

Schließen

Richtige Lösung: C

Im Text steht, dass Robert Sandler den Schlaf mit einem Aufzug vergleicht, der uns „zwischen verschiedenen Etagen hin und her bewegt“.

Diese „Etagen“ sind eine Metapher für verschiedene Schlafphasen. Die Antwort „verschiedene Stufen“ ist eine Paraphrase zu dieser Beschreibung.

Antwort A ist eine Umkehrungsfalle: Schlaf ist gerade nicht gleichmäßig, sondern besteht aus mehreren Phasen.

Antwort B ist eine Zeitfalle: Die 90er Jahre beziehen sich auf eine Entdeckung, nicht auf seine Forschungstätigkeit.

behauptet, dass der gesunde Schlaf gleichmäßig ist. beschäftigt sich seit den 90er Jahren mit dem Thema Schlaf. meint, dass es beim Schlaf verschiedene Stufen gibt.

 

Während des Traumschlafs

Schließen

Richtige Lösung: B

Im Text steht: „… intensiven Träumen begleitet“.

„Träume“ entsprechen bildlich intensiven inneren Vorstellungen. Die Antwort „besonders intensive Bilder“ ist eine Paraphrase dazu.

Antwort A ist falsch: Die körperliche Erholung findet im Tiefschlaf statt, nicht im Traumschlaf.

Antwort C ist nicht im Text erwähnt.

erholt sich der Körper besonders gut. sieht man besonders intensive Bilder. wacht man öfter auf.

 

Die Forschung ist heute der Meinung, dass

Schließen

Richtige Lösung: B

Im Text steht: „Erwiesen ist nur: Wir brauchen ihn zur körperlichen Erholung“.

Die Antwort „der Schlaf der körperlichen Erholung dient“ entspricht genau dieser Aussage.

Antwort A ist eine Umkehrungsfalle: Es steht ausdrücklich, dass noch nicht alle Geheimnisse gelüftet sind.

Antwort C ist eine Fehlinterpretation: Schlaf wird zwar als „verlorene Zeit empfunden“, ist aber notwendig.

alle Geheimnisse des Schlafes gelüftet sind. der Schlaf der körperlichen Erholung dient. man durch Schlafen viel Lebenszeit verliert.

 

Frau Anna Schneider

Schließen

Richtige Lösung: C

Im Text steht: „… die seit 18 Jahren in der Hauptstadt wohnt“.

Die Antwort „lebt seit 18 Jahren in derselben Stadt“ ist eine direkte Paraphrase.

Antwort A ist eine Zahlenfalle: 38 ist ihr Alter, nicht die Wohnzeit.

Antwort B ist falsch: Sie hat ihren Schlafrhythmus geändert und verbessert.

wohnt seit 38 Jahren an der gleichen Adresse. erledigt alle Aufgaben mit ihrem alten Schlafrhythmus. lebt seit 18 Jahren in derselben Stadt.

 

Laut Dr. Hellmann sollen die Menschen zum Arzt gehen, die

Schließen

Richtige Lösung: A

Im Text steht: „Eine echte Schlafstörung liegt erst dann vor, wenn … auf Dauer stark beeinträchtigt werden.“ und „Dann sollte man … ärztlichen Rat suchen.“

Die Antwort „längere Zeit sehr schlecht schlafen“ ist eine Paraphrase zu „auf Dauer stark beeinträchtigt“.

Antwort B ist eine Verharmlosungsfalle: Gelegentliches Aufwachen ist laut Text unproblematisch.

Antwort C ist falsch und kommt im Text nicht vor.

längere Zeit sehr schlecht schlafen. manchmal nachts aufwachen. zu viel und zu lange schlafen.

 


Andere B1 telc Übungen auswählen