Bertha Benz – die wahre Pionierin des Automobils?

Lesen Sie den Text und die Aufgaben. Welche Lösung (a, b oder c) ist jeweils richtig?

20% (1 von 5 Personen konnten beim ersten Mal richtig antworten)

Erfinderin, Geschäftsfrau, Mutter – Auf den Spuren von Bertha Benz besuchte Andrea Wegmann ihren Geburtsort.

Weil ihre Mutter nie aufgeschrieben habe, was sie alles unternahm, sind manche wichtige Erinnerungen verloren gegangen, klagt später einmal Tochter Klara Benz. Auch gibt es wenige offizielle Berichte und Dokumente über Bertha Benz in Mannheim und in ihrer Geburtsstadt Pforzheim. Das gilt besonders für das private Leben der Familie Benz, die ab 1872 in unmittelbarer Nähe der berühmten Maschinenfabrik Benz in Mannheim ein Haus gefunden hatte. Berichte der Tochter Klara Benz erzählen ein wenig mehr über das Leben der Erfinderin. Klara Benz, die beim Tod der Mutter erst zwölf Jahre alt war, berichtet von einer liebevollen und mutigen Mutter, die sich sehr um ihren Mann und ihre Kinder gesorgt hat. Wenn die Mutter aber ihre Versuche mit dem Motorwagen unternahm, vergaß sie alles um sich herum.
Bertha Benz lernte bereits als junges Mädchen viele technische Maschinen kennen und unternahm eine Reihe von Probefahrten, die sie als Geschäftsfrau in der Maschinenfabrik fortsetzte. Sie erprobte eine große Anzahl von technischen Neuerungen, die in der Werkstatt gut verwendet werden konnten. Auf die Arbeiter machte Bertha Benz einen oft sehr eigenwilligen Eindruck. Verunsichert waren die Arbeiter besonders dann, wenn Benz Aufsicht hatte, aber selbst in der Werkstatt gar nicht anwesend war.
Trotzdem konnte Benz alles hören und wusste, was passiert war. Bertha Benz hatte ein besonderes Sprachrohr eingerichtet, mit dem sie von ihrem Wohnzimmer aus, in dem sie gleichzeitig Berechnungen durchführte, in die Werkstatt hineinhören konnte. Eine Leitung, die über den Hinterhof in ihr Wohnzimmer führte, diente als Vorläufer der späteren Gegensprechanlage. Bei den Arbeitern und Meistern entstand so der Ruf, dass die Benz auf geheimnisvolle Weise alles wissen kann.
1925 schrieb der französische Professor Émile Lavalle einen Bericht über Benz und nannte sie die wahre Pionierin des Automobils. Bertha Benz habe das Auto zum Erfolg gebracht, und nicht Henry Ford oder André Citroën. Diese beiden ausländischen Forscher hätten auch bei ihren Arbeiten zur Verbreitung des Automobils auf Bertha Benz Probefahrten in Deutschland hingewiesen. Ihre offizielle Anerkennung als Pionierin des Automobils hat Bertha Benz allerdings nicht mehr erlebt. Im Jahre 1914 ist sie in Mannheim an einer Lungenentzündung gestorben.

Heute weiß man, dass Bertha Benz

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Richtige Lösung: A

Im Text steht: „Wenn die Mutter aber ihre Versuche mit dem Motorwagen unternahm, vergaß sie alles um sich herum.“

Die Antwort „bei ihren Versuchen die Familie vergaß“ ist eine Paraphrase zu „vergaß sie alles um sich herum“. „Alles“ schließt auch die Familie ein.

Antwort B ist eine typische Wortfalle: Im Text steht sogar, dass vieles nicht aufgeschrieben wurde.

Antwort C ist frei erfunden. Es gibt keinen Hinweis, dass sie mit der Familie Probefahrten gemacht hat.

bei ihren Versuchen die Familie vergaß. ihren Kindern viel über ihre Probefahrten erzählte. sogar mit ihrer Familie Probefahrten unternahm.

 

Professor Lavalle

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Richtige Lösung: B

Im Text steht: „… nannte sie die wahre Pionierin … Bertha Benz habe das Auto zum Erfolg gebracht“.

Die Antwort „meinte, dass Benz das Auto zum Erfolg gebracht hat“ entspricht genau dieser Aussage.

Antwort A ist falsch: Lavalle hat nur darüber geschrieben, nicht selbst daran gearbeitet.

Antwort C ist frei erfunden und steht nicht im Text.

hat bei der Verbreitung des Automobils mitgearbeitet. meinte, dass Benz das Auto zum Erfolg gebracht hat. war ein Studienkollege von Bertha Benz.

 

Die Arbeiter von Bertha Benz

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Richtige Lösung: C

Im Text steht: „… ein besonderes Sprachrohr … mit dem sie … in die Werkstatt hineinhören konnte“.

Die Antwort „wurden … mit einem Sprachrohr abgehört“ ist eine Paraphrase zu „hineinhören konnte“.

Antwort A ist falsch: Sie war gerade nicht in der Werkstatt sichtbar.

Antwort B ist eine falsche Zuordnung: Die Berechnungen machte Bertha Benz, nicht die Arbeiter.

konnten ihre Chefin in ihrem Wohnzimmer sehen. machen in ihrem Wohnzimmer Berechnungen. wurden von ihrer Chefin mit einem Sprachrohr abgehört.

 

Über das private Leben von Bertha Benz

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Richtige Lösung: A

Im Text steht: „… gibt es wenige offizielle Berichte und Dokumente … besonders für das private Leben“.

Die Antwort „gibt es nur wenige Berichte“ ist eine direkte Paraphrase.

Antwort B ist eine Umkehrungsfalle: Es gibt gerade nicht viele Berichte.

Antwort C ist ebenfalls falsch: Auch in Pforzheim gibt es nur wenige Informationen.

gibt es nur wenige Berichte aus ihrer Familie. kann man in der Maschinenfabrik viele Berichte finden. kann man in Pforzheim viel erfahren.

 

Bertha Benz

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Richtige Lösung: A

Im Text steht: „Sie erprobte eine große Anzahl von technischen Neuerungen“.

Die Antwort „hat viele technische Neuerungen erprobt“ entspricht genau dieser Aussage.

Antwort B ist eine Hinzufügungsfalle: Sie arbeitete dort, leitete aber nicht die Fabrik.

Antwort C ist falsch: Sie hat dort nicht studiert, sondern gearbeitet und getestet.

hat viele technische Neuerungen erprobt. leitete als junge Wissenschaftlerin die Maschinenfabrik. studierte in der Maschinenfabrik.

 


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