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In Deutschland ist es üblich, sich am Arbeitsplatz mit „Sie“ anzusprechen, besonders in traditionellen Unternehmen. Doch in den letzten Jahren hat sich das „Du“ immer mehr durchgesetzt. Vor allem in jungen, modernen Firmen duzen sich die Kollegen untereinander, und oft werden sogar Vorgesetzte mit „Du“ angesprochen. Aber ist das wirklich eine gute Entwicklung?
Laut einer Studie des Deutschen Knigge-Rats bevorzugen 56 % der Arbeitnehmer das „Du“, weil es die Kommunikation erleichtert und eine entspanntere Atmosphäre schafft. Besonders junge Menschen zwischen 20 und 35 Jahren empfinden das Siezen als zu formell. Trotzdem legen 44 % der Beschäftigten, vor allem ältere Arbeitnehmer, Wert auf das „Sie“, um Respekt und Professionalität zu bewahren.
Ein weiteres Argument für das Siezen ist die klare Trennung zwischen beruflichem und privatem Umfeld. In Branchen wie Finanzen, Recht oder Verwaltung bleibt das „Sie“ weiterhin Standard. Doch in kreativen Berufen und Start-ups setzen viele Unternehmen bewusst auf das „Du“, um flache Hierarchien zu fördern.
Ob „Du“ oder „Sie“ – die Entscheidung hängt oft von der Unternehmenskultur ab. Experten empfehlen, sich immer an die Gepflogenheiten des Unternehmens anzupassen. Wenn man unsicher ist, sollte man abwarten oder höflich nachfragen. Am Ende zählt weniger die Anrede als der gegenseitige Respekt im Umgang miteinander.
Kandidat A:
In diesem Text geht es um die Frage, ob man am Arbeitsplatz duzen oder siezen sollte. Der Artikel beschreibt, dass sich in vielen modernen Unternehmen das „Du“ durchgesetzt hat, während in traditionellen Branchen weiterhin das „Sie“ üblich ist.
Kandidat B:
Der Text handelt von den Veränderungen in der Anrede am Arbeitsplatz. In dem Artikel ging es auch darum, dass 56 % der Arbeitnehmer das „Du“ bevorzugen, weil es die Kommunikation erleichtert. Gleichzeitig legen 44 % der Beschäftigten, besonders ältere Generationen, Wert auf das „Sie“, um Professionalität zu wahren.
Kandidat A:
Da kann ich nur zustimmen. Aus meiner Sicht liegt der Vorteil des Duzens darin, dass es eine lockere Atmosphäre schafft und das Arbeiten im Team erleichtert. Das halte ich für besonders wichtig in Berufen, in denen Kreativität gefragt ist.
Kandidat B:
Das stimmt, aber es scheint mir, dass das „Sie“ in manchen Situationen mehr Respekt ausdrückt. Ich bin der Auffassung, dass es besonders in großen Unternehmen oder in Hierarchien wichtig ist, eine gewisse Distanz zu wahren. Wenn man zum Beispiel in der Finanz- oder Rechtsbranche arbeitet, wirkt das „Sie“ professioneller.
Kandidat A:
Dem stimme ich zu, aber ich finde, dass die Unternehmenskultur eine große Rolle spielt. Meiner Meinung nach kommt es darauf an, was im Unternehmen üblich ist. Wenn sich alle duzen, dann sollte man sich anpassen, um nicht unhöflich zu wirken.
Kandidat B:
Ich bin nicht der Meinung, dass man das „Du“ einfach akzeptieren muss. Es sollte immer eine Wahlmöglichkeit geben. Manche Menschen fühlen sich mit dem „Du“ unwohl, besonders wenn es um den Chef oder ältere Kollegen geht. Ich denke, dass man erst abwarten sollte, welche Anrede üblich ist.
Kandidat A:
Das Thema des Artikels zeigt, dass beide Formen ihre Vor- und Nachteile haben. Vielleicht wäre eine gute Lösung, das „Sie“ beizubehalten, aber in manchen Situationen das „Du“ zu erlauben. Viele Unternehmen machen es ja so, dass die Anrede vom Chef oder der Geschäftsleitung vorgegeben wird.
Kandidat B:
Ja, genau. Zusammenfassend kann man sagen, dass es keine perfekte Lösung gibt. Am wichtigsten ist, dass man respektvoll miteinander umgeht – egal ob mit „Du“ oder „Sie“. Jeder sollte sich in seinem Arbeitsumfeld wohlfühlen können.