Gesund aufwachsen – aber wie?

Erledigt: 1 / 1
Wiederholen Weiter
Sie hören nun eine Diskussion. Dazu lösen Sie acht Aufgaben.
Ordnen Sie die Aussagen zu: Wer sagt was?
Lesen Sie jetzt die Aufgaben. Dazu haben Sie 60 Sekunden Zeit.
0:00 / 0:00
0:00 / 0:00

Moderatorin:
Liebe Hörerinnen, liebe Hörer, heute melden wir uns live von der Familienmesse „Fit von klein auf“. Passend dazu bringen wir eine Sondersendung zum Thema „Gesund aufwachsen – aber wie?“. Dazu haben wir zwei Messebesucher ins Studio eingeladen: Frau Sabine Kraft, Leiterin einer Kindertagesstätte, und Herrn Dennis Albers, Leiter der Jugendabteilung eines großen Sportvereins. Frau Kraft, warum sind Sie heute auf die Messe gekommen?

Frau Kraft:
Vor allem aus beruflichen Gründen. In unserer Kita versuche ich jeden Tag, den Kindern und auch ihren Eltern zu zeigen, wie wichtig es ist, schon von klein auf gesund zu leben. Wie man das im Alltag am besten schafft, dafür habe ich mir hier auf der Messe viele neue Anregungen geholt.

Moderatorin:
Über Ihre Anregungen sprechen wir gleich noch ausführlicher. Herr Albers, bei Ihnen sieht der Alltag ja ganz anders aus, stimmt’s?

Herr Albers:
Ja, das kann man so sagen. Ich bin ehrenamtlich in einem großen Sportverein aktiv, und zwar in der Jugendabteilung. Als Leiter bin ich für unsere Trainerinnen und Trainer und für über zweihundert Kinder verantwortlich – und zwar nicht nur dafür, dass unsere Mannschaften am Wochenende gewinnen.

Frau Kraft:
Dann sind Sie als Leiter ja auch dafür zuständig, dass die Kinder beim Sport nicht nur Leistung bringen, sondern auch gesund und fröhlich bleiben. Und was haben Sie dazu hier auf der Messe gelernt?

Herr Albers:
Die Messe hat mir wirklich gut gefallen. Vieles war mir allerdings schon bekannt, vor allem die Vorträge zum Thema „sicherer Sportplatz“: weiche Böden, gute Schutzhelme, passende Sportschuhe, rückenfreundliche Bänke für die Pausen und so weiter, also alles, was Verletzungen verhindert. Bei uns im Verein ist das schon seit Jahren selbstverständlich. Wirklich neu war für mich dagegen, wie man auch zwischendurch aktiv etwas für Körper und Kopf tun kann: Dehnübungen, kleine Atemübungen und Entspannungsspiele, sogar mitten im Training zwischen zwei Übungen.

Moderatorin:
Frau Kraft, Dehnübungen und Entspannungsspiele mitten im ganz normalen Kita-Tag – könnten Sie sich das bei Ihnen auch vorstellen?

Frau Kraft:
Unbedingt! Mir hat besonders ein Stand mit sogenannten Bewegungsräumen gefallen. Diese Räume sind so eingerichtet, dass die Kinder beim Spielen klettern, balancieren und herumlaufen können, statt still am Tisch zu sitzen. Die Idee finde ich super, denn schon die Kleinen sitzen heute ständig – im Auto, im Kinderwagen, vor dem Tablet. Das schadet dem Rücken und ist auch schlecht für die Konzentration.

Moderatorin:
Und dann war auf der Messe ja auch die Ernährung von Kindern ein großes Thema! Haben Sie dazu etwas Spannendes entdeckt? Viel Neues gibt es da heute eigentlich nicht mehr, oder?

Frau Kraft:
Da haben Sie recht. Die meisten Eltern wissen heute ziemlich genau, wie wichtig gutes Essen für Kinder ist und worauf man dabei achten sollte.

Herr Albers:
Theoretisch schon, aber im Alltag machen viele trotzdem etwas ganz anderes. Nach dem Training gibt es dann schnell eine Tüte Pommes oder einen Schokoriegel vom Kiosk, weil es eben bequem ist. Auf gesundes Essen achtet da kaum jemand. Wir wollten in unserem Vereinsheim mal gesündere Mahlzeiten und Snacks anbieten, mit Obst, Vollkornbrötchen und Wasser statt Cola, aber damit waren viele Kinder und sogar einige Eltern überhaupt nicht einverstanden.

Frau Kraft:
Bei uns in der Kita hat das besser geklappt. Wir haben gemeinsam mit unserer Köchin dafür gesorgt, dass die Kinder bei uns nur noch gesunde Mahlzeiten und Getränke bekommen: viel Obst und Gemüse, nicht so viel Fleisch, keine Süßigkeiten und keine Pommes, Wasser oder ungesüßten Tee statt Saft.

Herr Albers:
Und essen die Kinder das denn auch gern?

Frau Kraft:
Ich denke schon.

Moderatorin:
Lassen Sie uns noch einmal über die Messe sprechen: Haben Sie dort auch etwas ganz Neues entdeckt?

Herr Albers:
Allerdings! Mir sind eine ganze Menge ziemlich komische Angebote aufgefallen, zum Beispiel „Edelsteinwasser für Kinder“, „Babymassage nach dem Mondkalender“ oder „Klangkissen gegen schlechte Träume“.

Frau Kraft:
Ach, ich finde diese alternativen Angebote gar nicht so schlimm. Eher im Gegenteil.

Herr Albers:
Ich sage ja auch nicht, dass sie ganz schlecht sind. Das kann jeder halten, wie er will. Ich glaube nur nicht, dass sie den Kindern wirklich helfen. Man muss doch nicht jeden Trend mitmachen.

Frau Kraft:
Da bin ich ganz anderer Meinung. Gerade mit Kindern sollte man ruhig auch mal etwas Neues ausprobieren, sonst verpasst man vielleicht etwas Gutes.

Moderatorin:
Ja, über diese alternativen Angebote könnte man bestimmt eine eigene Sendung machen, aber leider läuft uns die Zeit davon. Zum Abschluss deshalb noch eine letzte Frage an Sie beide: Welche persönlichen Tipps haben Sie für ein gesundes Leben unserer Kinder?

Frau Kraft:
Herr Albers, möchten Sie vielleicht anfangen?

Herr Albers:
Gern. Für mich gilt: Ein glückliches Kind ist auch ein gesundes Kind. Wichtig ist vor allem ein Hobby, bei dem es auch mal Erfolg hat. Kinder brauchen außerdem genug Schlaf und freie Nachmittage, nicht nur Termine. Man sollte ihnen auch Zeit zum Ausruhen geben, am Abend, am Wochenende und in den Ferien. Beim Essen sollte man nicht zu streng sein. Ein Stück Kuchen am Sonntag oder ein Eis im Freibad ist völlig in Ordnung. Möglichst wenig Handy und Fernsehen und abends keine Computerspiele! Und natürlich: viel bewegen, immer in Bewegung bleiben.

Frau Kraft:
Da fehlt mir aber noch einiges, zum Beispiel: Eltern, die wirklich Zeit für ihre Kinder haben, Großeltern, Freunde zum Spielen, vielleicht ein Haustier, viel frische Luft und so weiter. Und Süßigkeiten – die passen für mich überhaupt nicht zu einem gesunden Leben!

Herr Albers:
Moment mal – ich habe doch nicht gesagt, dass man es gleich übertreiben soll.

Moderatorin:
Man merkt schon, dass uns der Gesprächsstoff so schnell nicht ausgeht, aber unsere Sendezeit ist leider zu Ende. Frau Kraft, Herr Albers, vielen Dank für das spannende Gespräch. Und Ihnen, liebe Hörerinnen und Hörer, alles Gute bis zur nächsten Sendung!

0 / 8 richtige Optionen

1

In unserer Einrichtung achten wir schon lange auf eine sichere Ausstattung.

✅ In unserer Einrichtung achten wir schon lange auf eine sichere Ausstattung.

Richtige Lösung: Dennis Albers

Begründung: Dennis Albers spricht über die Vorträge zum Thema „sicherer Sportplatz“: „weiche Böden, gute Schutzhelme, passende Sportschuhe …“ Dann sagt er: „Bei uns im Verein ist das schon seit Jahren selbstverständlich.“ → In seinem Verein achtet man schon lange auf eine sichere Ausstattung.

Fallenanalyse: Das Wort „Einrichtung“ passt auch gut zu einer Kita. Deshalb denken viele an Sabine Kraft. Kraft sagt direkt vor Albers auch, er müsse dafür sorgen, dass die Kinder „gesund und fröhlich bleiben“. Das ist aber eine Forderung an ihn, keine Aussage über ihre eigene Kita. Später sagt Kraft, dass die Bewegungsräume so „eingerichtet“ sind, dass Kinder klettern können. Das hat jedoch nichts mit Sicherheit zu tun, und diese Räume hat sie nur auf der Messe gesehen.

Schlüsselwörter: „im Verein“ = in unserer Einrichtung / „schon seit Jahren selbstverständlich“ = achten schon lange darauf / „weiche Böden, Schutzhelme, Sportschuhe“ = sichere Ausstattung

2

Zu viel Sitzen ist schon für kleine Kinder ungesund.

✅ Zu viel Sitzen ist schon für kleine Kinder ungesund.

Richtige Lösung: Sabine Kraft

Begründung: Sabine Kraft sagt: „Denn schon die Kleinen sitzen heute ständig – im Auto, im Kinderwagen, vor dem Tablet. Das schadet dem Rücken und ist auch schlecht für die Konzentration.“ → Das viele Sitzen ist für kleine Kinder nicht gesund.

Fallenanalyse: Vorher spricht Dennis Albers über „rückenfreundliche Bänke für die Pausen“. Auch dort geht es um Sitzen und um den Rücken. Außerdem erzählt er, wie man „zwischendurch aktiv etwas für Körper und Kopf tun kann“. Er sagt aber nicht, dass Sitzen schädlich ist. Die Moderatorin fragt Kraft nur nach Dehnübungen und Entspannungsspielen.

Schlüsselwörter: „sitzen heute ständig“ = zu viel Sitzen / „schadet dem Rücken“ = ungesund / „die Kleinen“ = kleine Kinder

3

Auch das richtige Essen für Kinder war ein Thema der Messe.

✅ Auch das richtige Essen für Kinder war ein Thema der Messe.

Richtige Lösung: Moderatorin

Begründung: Die Moderatorin sagt: „Und dann war auf der Messe ja auch die Ernährung von Kindern ein großes Thema!“ → Auf der Messe ging es auch um gesundes Essen für Kinder.

Fallenanalyse: Die Moderatorin sagt diesen Satz, um das Thema zu wechseln, und stellt danach gleich eine Frage. Deshalb überhört man ihn leicht. Danach sprechen beide Gäste lange über Essen: über Pommes vom Kiosk, das Vereinsheim und das Essen in der Kita. Sie erzählen aber von ihrem Alltag, nicht davon, worum es auf der Messe ging.

Schlüsselwörter: „die Ernährung von Kindern“ = das richtige Essen für Kinder / „war auf der Messe ein großes Thema“ = war ein Thema der Messe

4

Viele Eltern ernähren ihre Kinder im Alltag nicht gesund.

✅ Viele Eltern ernähren ihre Kinder im Alltag nicht gesund.

Richtige Lösung: Dennis Albers

Begründung: Dennis Albers sagt: „Theoretisch schon, aber im Alltag machen viele trotzdem etwas ganz anderes. Nach dem Training gibt es dann schnell eine Tüte Pommes oder einen Schokoriegel vom Kiosk.“ → Viele Eltern wissen, was gesund ist, geben ihren Kindern im Alltag aber trotzdem ungesundes Essen.

Fallenanalyse: Das Wort „Eltern“ hört man direkt davor bei Sabine Kraft: „Die meisten Eltern wissen heute ziemlich genau, wie wichtig gutes Essen für Kinder ist.“ Sie spricht aber über das Wissen, nicht über das Verhalten. Albers beginnt seine Antwort mit „Theoretisch schon“. Das klingt wie Zustimmung, aber nach „aber“ folgt seine eigene Meinung.

Schlüsselwörter: „im Alltag machen viele trotzdem etwas ganz anderes“ = ernähren ihre Kinder im Alltag nicht gesund / „Pommes oder Schokoriegel vom Kiosk“ = ungesundes Essen

5

Bei uns bekommen die Kinder ausschließlich gesunde Mahlzeiten.

✅ Bei uns bekommen die Kinder ausschließlich gesunde Mahlzeiten.

Richtige Lösung: Sabine Kraft

Begründung: Sabine Kraft sagt: „Wir haben gemeinsam mit unserer Köchin dafür gesorgt, dass die Kinder bei uns nur noch gesunde Mahlzeiten und Getränke bekommen.“ → In ihrer Kita gibt es nur gesundes Essen.

Fallenanalyse: Das Wort „Mahlzeiten“ hört man direkt davor auch bei Dennis Albers: Sein Verein wollte im Vereinsheim „gesündere Mahlzeiten und Snacks“ anbieten. Das hat aber nicht geklappt, die Kinder waren „überhaupt nicht einverstanden“. Außerdem bedeutet „gesünder“ nicht „nur gesund“. Entscheidend ist das Wort „nur“. Danach fragt Albers: „Und essen die Kinder das denn auch gern?“ Das ist nur eine Frage.

Schlüsselwörter: „nur noch gesunde Mahlzeiten“ = ausschließlich gesunde Mahlzeiten / „bei uns in der Kita“ = bei uns

6

Auf der Messe gab es auch sehr eigenartige Angebote.

✅ Auf der Messe gab es auch sehr eigenartige Angebote.

Richtige Lösung: Dennis Albers

Begründung: Dennis Albers sagt: „Mir sind eine ganze Menge ziemlich komische Angebote aufgefallen, zum Beispiel ‚Edelsteinwasser für Kinder‘ …“ → Auf der Messe hat er sehr seltsame Angebote gesehen.

Fallenanalyse: Direkt danach spricht Sabine Kraft über dieselben Angebote: „Ich finde diese alternativen Angebote gar nicht so schlimm.“ Sie sagt also das Gegenteil, für sie sind sie nicht eigenartig. Die Moderatorin fragt vorher nur, ob die Gäste etwas „ganz Neues“ entdeckt haben.

Schlüsselwörter: „ziemlich komische Angebote“ = sehr eigenartige Angebote / „mir sind aufgefallen“ = es gab

7

Für ein Gespräch über alternative Angebote ist jetzt keine Zeit mehr.

✅ Für ein Gespräch über alternative Angebote ist jetzt keine Zeit mehr.

Richtige Lösung: Moderatorin

Begründung: Die Moderatorin sagt: „Ja, über diese alternativen Angebote könnte man bestimmt eine eigene Sendung machen, aber leider läuft uns die Zeit davon.“ → Für eine Diskussion über dieses Thema fehlt jetzt die Zeit.

Fallenanalyse: Direkt davor streiten die Gäste über die alternativen Angebote. Dennis Albers sagt: „Man muss doch nicht jeden Trend mitmachen.“ Sabine Kraft sagt: „Da bin ich ganz anderer Meinung.“ Die Moderatorin beginnt mit „Ja“. Das klingt, als ob sie Kraft zustimmt, aber dann beendet sie das Thema. Keiner der Gäste sagt, dass keine Zeit mehr ist.

Schlüsselwörter: „könnte man eine eigene Sendung machen“ = ein Gespräch über alternative Angebote / „leider läuft uns die Zeit davon“ = jetzt keine Zeit mehr

8

Für die Gesundheit von Kindern sind auch Beziehungen zu anderen Menschen wichtig.

✅ Für die Gesundheit von Kindern sind auch Beziehungen zu anderen Menschen wichtig.

Richtige Lösung: Sabine Kraft

Begründung: Sabine Kraft sagt: „Da fehlt mir aber noch einiges, zum Beispiel: Eltern, die wirklich Zeit für ihre Kinder haben, Großeltern, Freunde zum Spielen …“ → Für ein gesundes Leben brauchen Kinder Kontakt zu anderen Menschen.

Fallenanalyse: Direkt davor gibt Dennis Albers eine lange Liste mit Tipps: Hobby, Schlaf, Ausruhen, Essen, Bewegung. Von Menschen spricht er aber nicht. Das Wort „Beziehungen“ kommt im Text nicht vor. Es steckt in Krafts Aufzählung: Eltern, Großeltern, Freunde. Danach sagt Albers nur „Moment mal“ und reagiert auf ihre Meinung über Süßigkeiten.

Schlüsselwörter: „Eltern, Großeltern, Freunde zum Spielen“ = Beziehungen zu anderen Menschen / „da fehlt mir noch einiges“ = auch wichtig

Kategorien von Übungen

Wählen Sie eine Übungskategorie für Goethe B1

Anmelden