Hotel in Italien

Erledigt: 1 / 1
Wiederholen Weiter
Sie hören nun ein Gespräch. Sie hören das Gespräch einmal. Dazu lösen Sie sieben Aufgaben.
Wählen Sie: sind die Aussagen Richtig oder Falsch.
Lesen Sie zuerst die Aufgaben. Dazu haben Sie 60 Sekunden Zeit.
0:00 / 0:00
0:00 / 0:00

- Claudia! Willkommen zurück! Du siehst ja richtig erholt aus. Na, wie war Italien?
- Hallo, Robert! Zu kurz, wie immer. Ist noch Kaffee in der Kanne?
- Klar, hier. Aber Vorsicht, der ist noch von heute früh. Der neue Automat ist seit Montag schon wieder kaputt.
- Typisch. Zwei Wochen weg, und hier hat sich nichts geändert.
- Also, erzähl: das Hotel. Die Fotos im Internet sahen ja wirklich traurig aus.
- Oh ja, die Fotos! Dunkle Flure, ein Sofa aus den Siebzigern, sogar ein Riss in der Wand. Ich hab Jens im Auto noch gesagt: „Wenn da Kakerlaken sind, schlafen wir im Wagen.“ Und dann machst du die Tür auf: alles hell, alles frisch, im Bad hätte man vom Boden essen können. Meine Schwester hatte letztes Jahr in Spanien vier Sterne und hat danach drei Wochen lang über die Matratze geschimpft.
- Und was war mit dem Schlüssel? Du hast mir so eine komische Nachricht geschickt.
- Ach, der Schlüssel! Ich war sicher, Jens hat ihn wieder unten an der Rezeption liegen lassen, wie damals in Prag. Die junge Frau dort hat jedes Fach durchsucht, sogar den Papierkorb. Abends klopft es, und da steht ein kleines Mädchen mit nassen Haaren und hält ihn hoch. Den hatte sie beim Tauchen ganz unten im Pool gefunden. Er ist Jens wohl aus der Badehose gerutscht.
- Ah, die Kleine von der Schweizer Familie, oder? Von der hast du mir doch ein Foto geschickt.
- Genau, Lea, sieben Jahre alt, mit Zahnlücke und Taucherbrille – ein Schatz! Ihre Eltern, die Gerbers, saßen abends immer am Tisch neben uns. Jens hat ihr zum Dank ein Eis spendiert, und am nächsten Tag stand sie wieder vor der Tür, diesmal mit Nora. Die ist zwölf und genauso frech wie ihre kleine Schwester.
- Ha, clever! Und das Essen? War bestimmt alles neu für dich.
- Total spannend! Der Koch hat jeden Abend kleine Überraschungsteller gebracht, und keiner wusste vorher, was kommt. Aber bei fast jedem Teller hab ich gedacht: Das schmeckt wie sonntags bei Oma Pina. Die kommt ja aus Apulien, und diese Orecchiette mit Brokkoli macht sie, seit ich denken kann.
- Du probierst ja sowieso gern was Neues. Das sehe ich doch in der Kantine, jede Woche nimmst du ein anderes Gericht.
- Zu Hause leider nicht! Da gibt’s seit Monaten nur noch Spaghetti mit Tomatensoße, weil Jens die am liebsten isst. In Italien hat er zwei Wochen lang jeden Abend Pizza Margherita bestellt! Aber guck mal: Frau Gerber hat mir fünf Rezepte aus ihrer Heimat ins Heft geschrieben. Älplermagronen, Capuns – von den meisten hab ich noch nie gehört. Am Samstag fange ich an, und du bist mein Testesser.
- Bin dabei! Und habt ihr viel angeschaut? Pisa, Florenz, das liegt ja alles um die Ecke.
- Genau so war der Plan! Jens hatte eine Liste mit zwölf Orten, sogar mit Busfahrplänen, ausgedruckt und in Folie gesteckt. Montag Pisa – der Turm ist wirklich schief, ich hab’s nicht geglaubt –, Dienstag Lucca, mit dem Fahrrad einmal oben auf der Stadtmauer herum. Die Gerbers waren sowieso jeden Morgen um acht weg, mit Rucksäcken und Wanderkarte. Und am Mittwoch hat Jens am Pool den Liegestuhl unter der Palme entdeckt. Von da an haben wir beide das Hotel nur noch zum Eisessen verlassen.
- Meine Eltern fahren seit dreißig Jahren an den Gardasee, immer in dieselbe Pension. Die Gerbers kommen bestimmt auch jeden Sommer in euer Hotel, oder?
- Das dachte ich zuerst auch, die haben den Kellner mit Vornamen begrüßt. Aber da waren sie vorher nur ein einziges Mal. Letzten Sommer Norwegen mit dem Zelt, davor Portugal, und für nächstes Jahr hat Lea Schottland ausgesucht – wegen der Schafe.
- Wegen der Schafe! Oh, da kommt der Chef, die Besprechung fängt an. Also, Samstag?
- Samstag um sieben. Bring Hunger mit!

0 / 7 richtige Optionen

1

Claudia war mit ihrer Unterkunft nicht zufrieden.

❌ Claudia war mit ihrer Unterkunft nicht zufrieden.

Richtige Lösung: Falsch

Begründung: Claudia erzählt: „Und dann machst du die Tür auf: alles hell, alles frisch, im Bad hätte man vom Boden essen können.“ → Das Hotel war viel besser als erwartet, sehr sauber und hell.

Fallenanalyse: Claudia beginnt mit „Oh ja, die Fotos!“ und beschreibt dunkle Flure, ein altes Sofa und einen Riss in der Wand. Das sind aber nur die Fotos vor der Reise. Unzufrieden war ihre Schwester – mit einem anderen Hotel in Spanien.

Schlüsselwörter: „die Fotos“ = nur die Erwartung / „alles hell, alles frisch“ = sehr gut / „vom Boden essen können“ = sehr sauber

2

Jens hat den Zimmerschlüssel beim Empfang abgegeben.

❌ Jens hat den Zimmerschlüssel beim Empfang abgegeben.

Richtige Lösung: Falsch

Begründung: Ein Mädchen hat den Schlüssel „beim Tauchen ganz unten im Pool gefunden“. Claudia sagt: „Er ist Jens wohl aus der Badehose gerutscht.“ → Jens hat den Schlüssel verloren, nicht abgegeben.

Fallenanalyse: Claudia sagt zuerst: „Ich war sicher, Jens hat ihn wieder unten an der Rezeption liegen lassen.“ Das war aber nur ihre Vermutung. Die Frau an der Rezeption hat überall gesucht und nichts gefunden.

Schlüsselwörter: „Ich war sicher“ = nur eine Vermutung / „im Pool gefunden“ = verloren / „aus der Badehose gerutscht“ = er hat es nicht gemerkt

3

Die Familie aus der Schweiz hat nur ein Kind.

❌ Die Familie aus der Schweiz hat nur ein Kind.

Richtige Lösung: Falsch

Begründung: Am nächsten Tag kommt Lea mit Nora. Claudia sagt: „Die ist zwölf und genauso frech wie ihre kleine Schwester.“ → Nora ist Leas große Schwester. Die Familie hat zwei Töchter.

Fallenanalyse: Robert spricht von „der Kleinen“, und Claudia antwortet: „Genau, Lea“. Sie beschreibt Lea sehr genau, darum denkt man an nur ein Kind. Die zweite Tochter kommt erst am Ende der Antwort.

Schlüsselwörter: „ihre kleine Schwester“ = Lea / „Nora, zwölf“ = die zweite Tochter

4

Claudia kannte die italienische Küche schon vor dem Urlaub.

✅ Claudia kannte die italienische Küche schon vor dem Urlaub.

Richtige Lösung: Richtig

Begründung: Claudia sagt: „bei fast jedem Teller hab ich gedacht: Das schmeckt wie sonntags bei Oma Pina. Die kommt ja aus Apulien, und diese Orecchiette mit Brokkoli macht sie, seit ich denken kann.“ → Sie kennt diese Gerichte seit ihrer Kindheit.

Fallenanalyse: Robert meint: „War bestimmt alles neu für dich“, und Claudia antwortet: „Total spannend!“ Neu war aber nur die Überraschung beim Abendessen: Man wusste nicht, welcher Teller als Nächstes kommt. Das Essen selbst kannte sie.

Schlüsselwörter: „schmeckt wie bei Oma Pina“ = bekannt / „seit ich denken kann“ = schon sehr lange / „Überraschungsteller“ = nur die Reihenfolge

5

Claudia ist neugierig auf unbekannte Speisen.

✅ Claudia ist neugierig auf unbekannte Speisen.

Richtige Lösung: Richtig

Begründung: Frau Gerber hat Claudia Schweizer Rezepte aufgeschrieben. Claudia sagt: „von den meisten hab ich noch nie gehört. Am Samstag fange ich an, und du bist mein Testesser.“ → Sie will die unbekannten Gerichte sofort kochen.

Fallenanalyse: Claudia beginnt mit „Zu Hause leider nicht!“ und erzählt, dass es seit Monaten nur Spaghetti gibt. Der Grund ist aber Jens: Er isst am liebsten Spaghetti und hat in Italien jeden Abend dieselbe Pizza bestellt. „Leider“ zeigt: Claudia selbst möchte etwas anderes.

Schlüsselwörter: „leider“ = sie findet das schade / „noch nie gehört“ = unbekannt / „Am Samstag fange ich an“ = sie will es ausprobieren

6

Claudia und Jens haben täglich etwas besichtigt.

❌ Claudia und Jens haben täglich etwas besichtigt.

Richtige Lösung: Falsch

Begründung: Am Montag waren sie in Pisa, am Dienstag in Lucca. Dann sagt Claudia: „Von da an haben wir beide das Hotel nur noch zum Eisessen verlassen.“ → Ab Mittwoch sind sie im Hotel geblieben.

Fallenanalyse: Claudia beginnt mit „Genau so war der Plan!“ und erzählt lange von der Liste mit zwölf Orten, von Pisa und Lucca. Das war aber nur der Plan für die ersten zwei Tage. Jeden Tag unterwegs waren die Gerbers, nicht Claudia und Jens. Die wichtige Information kommt erst im letzten Satz.

Schlüsselwörter: „der Plan“ = nicht die Realität / „nur noch zum Eisessen verlassen“ = keine Ausflüge mehr / „die Gerbers … jeden Morgen um acht weg“ = andere Personen

7

Die Familie aus der Schweiz macht immer am selben Ort Urlaub.

❌ Die Familie aus der Schweiz macht immer am selben Ort Urlaub.

Richtige Lösung: Falsch

Begründung: Claudia erzählt: „Letzten Sommer Norwegen mit dem Zelt, davor Portugal, und für nächstes Jahr hat Lea Schottland ausgesucht.“ → Die Familie fährt jedes Jahr in ein anderes Land.

Fallenanalyse: Robert vermutet, dass die Gerbers jeden Sommer in dieses Hotel kommen, und Claudia antwortet: „Das dachte ich zuerst auch“. Die Gerbers kannten den Kellner, aber sie waren nur einmal vorher dort. Immer an denselben Ort fahren Roberts Eltern – an den Gardasee.

Schlüsselwörter: „Norwegen … Portugal … Schottland“ = jedes Jahr woanders / „zuerst“ = später anders / „Roberts Eltern“ = andere Personen

Audio in dieser Übung wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

Kategorien von Übungen

Wählen Sie eine Übungskategorie für Goethe B1

Anmelden