Seven — Dienstreise nach Tromsø

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Sie hören nun ein Gespräch. Sie hören das Gespräch einmal. Dazu lösen Sie sieben Aufgaben.
Wählen Sie: sind die Aussagen Richtig oder Falsch.
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- Hallo, Seven! Na, so früh unterwegs? Und was ist das denn – ein neuer Koffer? Geht’s endlich in den Urlaub?
- Morgen, Mike! Ja, endlich Norwegen! Darauf warte ich seit Jahren – Fjorde, Nordlichter, Rentiere, das ganze Programm. Ab Montag zwei Wochen Tromsø. Ob ich davon viel sehe, ist allerdings eine andere Frage: Das neue Lagerprogramm in unserem Büro dort richtet sich ja nicht von allein ein. Vielleicht schaffe ich wenigstens an einem Abend eine Nordlicht-Tour. Meine Schwester sagt, die muss man im Winter unbedingt machen.
- Tromsø! Da war ich doch letzten Winter mit meiner Kollegin Lisa.
- Stimmt, du hast davon erzählt. War bestimmt furchtbar, oder? Dunkel, kalt, nichts los …
- Furchtbar kalt, ja! Minus zwanzig Grad, um zwei Uhr nachmittags war es schon dunkel, und am ersten Tag ist mein Handy in der Kälte einfach ausgegangen. Ich würde trotzdem keine Sekunde überlegen und sofort mit dir tauschen. Pack bloß eine Powerbank ein – und Handschuhe, mit denen man tippen kann, sonst stehst du da wie ich, mitten im Schnee, und kannst nicht mal ein Taxi rufen.
- Gut, dass du das sagst. Ich hab gehört, das Büro dort ist riesig. Hundert Leute oder so?
- Riesig, das stimmt! Ein ganzes Stockwerk, Glaswände, Blick auf die Berge und ein Kaffeeautomat mit zwölf Sorten. Gesehen haben wir in den zwei Wochen allerdings nur Ingrid am Empfang und zwei Techniker. Die Firma hat ja den größten Teil nach Oslo verlegt – da sitzen jetzt über zweihundert Leute.
- Oh, dann wird’s ja ruhig. Hör mal, ich hätte noch so viele Fragen. Hast du am Sonntag Zeit? Ach nein, Sonntag bist du ja immer den ganzen Tag bei deinen Eltern in Kassel.
- Ja, eigentlich schon, seit Jahren, jeden ersten Sonntag im Monat: Mama backt Apfelkuchen, und Papa zeigt mir stundenlang seine Tomaten. Aber diesmal will Mama endlich unsere neue Wohnung sehen, sie hat schon gefragt, ob sie den Kuchen mitbringen soll. Komm doch so um fünf vorbei, dann sitzen die beiden schon wieder im Zug.
- Gern, ich bring was zum Nachtisch mit. Und wo habt ihr damals gewohnt? Ich hab schon ein Hotel, direkt am Hafen.
- Wir auch! Hotel Polarlys, Zimmer mit Blick aufs Meer, Frühstück mit Lachs … So stand es jedenfalls in der Buchung. Als wir ankamen, hatte das Hotel einen Wasserschaden, und alle Zimmer waren gesperrt. Lisa und ich standen um zehn Uhr abends mit unseren Koffern im Schnee, und in drei Pensionen hieß es „Leider voll“. Um elf hat uns dann ein gewisser Ole zwei Zimmer über seiner Garage gegeben.
- Oje. Hoffentlich passiert mir das nicht. Und was macht man dort abends, wenn es so früh dunkel ist? Du hast doch irgendwas von einem Freibad erzählt. Bei minus zwanzig Grad! Das Wasser war doch sicher eiskalt.
- Eiskalt, das kannst du laut sagen! Die Haare sind mir in zwei Minuten gefroren, und die Ohren auch – wie kleine Eiszapfen. Im Becken dann achtunddreißig Grad, und das Schlimmste war, wieder rauszugehen. Lisa hat dabei ihre Mütze verloren, die lag am nächsten Morgen steif gefroren am Zaun.
- Klingt verrückt. Und dieser Ole – der ist doch bestimmt Fischer, so wie alle dort oben, oder?
- Ja, so sah er auch aus! Riesiger Bart, dicker Pullover, und sein Vater und sein Bruder fahren wirklich jeden Morgen um vier aufs Meer raus. Und jetzt kommt’s: Lisas Schwester Hanne wohnt ja auch in Tromsø, sie hat dort eine kleine Bäckerei. Bei ihr konnten wir nicht schlafen, sie hat drei Kinder und nur zwei Zimmer. Am dritten Tag holt Lisa bei ihr Brötchen, und wer schiebt hinten in der Backstube die Bleche in den Ofen? Ole – wie jeden Morgen seit zehn Jahren.
- So ein Zufall! Oh, da kommt mein Bus. Also, Sonntag um fünf?
- Sonntag um fünf. Und vergiss die Handschuhe nicht!

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1

Seven fährt beruflich weg.

✅ Seven fährt beruflich weg.

Richtige Lösung: Richtig

Begründung: Seven sagt: „Das neue Lagerprogramm in unserem Büro dort richtet sich ja nicht von allein ein.“ → Er fährt nach Tromsø, um dort im Büro seiner Firma zu arbeiten.

Fallenanalyse: Mike fragt: „Geht's endlich in den Urlaub?“, und Seven antwortet begeistert: „Ja, endlich Norwegen!“ Er spricht von Fjorden, Nordlichtern und einer Nordlicht-Tour. Das klingt nach Urlaub. Die Tour ist aber nur ein Wunsch für einen Abend.

Schlüsselwörter: „in unserem Büro“ = bei seiner Firma / „Lagerprogramm einrichten“ = Arbeit / „vielleicht … an einem Abend“ = nur Freizeit

2

Mike war von seiner Reise nach Tromsø begeistert.

✅ Mike war von seiner Reise nach Tromsø begeistert.

Richtige Lösung: Richtig

Begründung: Mike sagt: „Ich würde trotzdem keine Sekunde überlegen und sofort mit dir tauschen.“ → Trotz Kälte und Dunkelheit möchte er sofort wieder nach Tromsø. Die Reise hat ihn begeistert.

Fallenanalyse: Seven vermutet: „War bestimmt furchtbar, oder?“ Mike antwortet zuerst: „Furchtbar kalt, ja!“ und erzählt von minus zwanzig Grad, Dunkelheit und seinem Handy. Das klingt negativ. Am Ende gibt er praktische Tipps (Powerbank, Handschuhe). Die wichtige Information steht genau in der Mitte und ist sehr kurz.

Schlüsselwörter: „trotzdem“ = obwohl es kalt war / „sofort mit dir tauschen“ = er möchte selbst wieder hin / „furchtbar kalt“ = nur das Wetter, nicht die Reise

3

Als Mike in Tromsø war, gab es im Büro viele Mitarbeiter.

❌ Als Mike in Tromsø war, gab es im Büro viele Mitarbeiter.

Richtige Lösung: Falsch

Begründung: Mike sagt: „Gesehen haben wir in den zwei Wochen allerdings nur Ingrid am Empfang und zwei Techniker.“ → Im Büro waren nur drei Mitarbeiter.

Fallenanalyse: Mike beginnt mit „Riesig, das stimmt!“ – aber riesig ist das Büro, nicht das Team. Die Zahlen „hundert Leute“ (Sevens Vermutung) und „über zweihundert Leute“ (in Oslo) gehören nicht zum Büro in Tromsø.

Schlüsselwörter: „nur Ingrid … und zwei Techniker“ = wenige Leute / „in Oslo“ = ein anderer Ort

4

Mike verbringt diesen Sonntag bei seinen Eltern.

❌ Mike verbringt diesen Sonntag bei seinen Eltern.

Richtige Lösung: Falsch

Begründung: Mike sagt: „Aber diesmal will Mama endlich unsere neue Wohnung sehen … Komm doch so um fünf vorbei, dann sitzen die beiden schon wieder im Zug.“ → Die Eltern besuchen Mike. Er bleibt zu Hause.

Fallenanalyse: Mike antwortet zuerst: „Ja, eigentlich schon, seit Jahren“ und erzählt vom Apfelkuchen und den Tomaten. Das ist aber seine Gewohnheit, nicht der Plan für diesen Sonntag.

Schlüsselwörter: „eigentlich“ = normalerweise / „diesmal“ = dieser Sonntag ist anders / „unsere neue Wohnung sehen“ = sie kommen zu ihm / „wieder im Zug“ = sie fahren nach Hause

5

Mike und Lisa haben eine Unterkunft gesucht.

✅ Mike und Lisa haben eine Unterkunft gesucht.

Richtige Lösung: Richtig

Begründung: Mike erzählt: „Lisa und ich standen um zehn Uhr abends mit unseren Koffern im Schnee, und in drei Pensionen hieß es „Leider voll“.“ → Sie haben in mehreren Pensionen nach einem Zimmer gefragt.

Fallenanalyse: Mike antwortet zuerst: „Wir auch!“ – sie hatten ein Hotel gebucht. Das klingt so, als mussten sie nichts suchen. Aber das Hotel hatte einen Wasserschaden, und alle Zimmer waren gesperrt.

Schlüsselwörter: „in drei Pensionen hieß es ‚Leider voll‘“ = sie haben gesucht / „zwei Zimmer über seiner Garage“ = Unterkunft

6

Das Wasser im Freibad war sehr kalt.

❌ Das Wasser im Freibad war sehr kalt.

Richtige Lösung: Falsch

Begründung: Mike sagt: „Im Becken dann achtunddreißig Grad.“ → Das Wasser war warm. Kalt war nur die Luft.

Fallenanalyse: Seven sagt: „Das Wasser war doch sicher eiskalt.“ Mike antwortet zuerst: „Eiskalt, das kannst du laut sagen!“ Danach erzählt er von gefrorenen Haaren und Ohren und von Lisas gefrorener Mütze – das ist aber das Wetter, nicht das Wasser. Achtung bei den Zahlen: minus zwanzig Grad = Luft, achtunddreißig Grad = Wasser.

Schlüsselwörter: „im Becken“ = im Wasser / „achtunddreißig Grad“ = warm / „Haare gefroren“ = kalte Luft

7

Ole arbeitet bei Lisas Schwester.

✅ Ole arbeitet bei Lisas Schwester.

Richtige Lösung: Richtig

Begründung: Lisas Schwester Hanne hat eine Bäckerei. Mike erzählt: „wer schiebt hinten in der Backstube die Bleche in den Ofen? Ole – wie jeden Morgen seit zehn Jahren.“ → Ole arbeitet in Hannes Bäckerei.

Fallenanalyse: Seven vermutet, Ole ist Fischer, und Mike antwortet zuerst: „Ja, so sah er auch aus!“ Fischer sind aber Oles Vater und Bruder, nicht Ole. Das Wort „arbeiten“ kommt im Text nicht vor.

Schlüsselwörter: „schiebt die Bleche in den Ofen“ = er backt / „jeden Morgen seit zehn Jahren“ = das ist seine Arbeit / „Vater und Bruder“ = andere Personen

Audio in dieser Übung wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

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