Beim Hausarzt

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Sie hören nun ein Gespräch. Sie hören das Gespräch einmal. Dazu lösen Sie sieben Aufgaben.
Wählen Sie: sind die Aussagen Richtig oder Falsch.
Lesen Sie zuerst die Aufgaben. Dazu haben Sie 60 Sekunden Zeit.
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- Guten Tag, Herr Wiegand! Ach herrje, was ist denn mit Ihnen passiert? Sie sehen ja aus, als hätten Sie sich geprügelt.
- Halb so wild. Ich hatte einen kleinen Unfall mit dem Fahrrad. Es sieht viel schlimmer aus, als es ist.
- Bei dem nassen Laub überall wundert mich das gar nicht. Ich wäre letzte Woche vor der Bäckerei auch beinahe ausgerutscht.
- Ich bin zwar langsam gefahren, aber unter den Blättern lag ein Gullydeckel, und der war spiegelglatt.
- Oh, die sind tückisch. Sie sind bestimmt aufs Gesicht gefallen, oder?
- Ja, das ging so schnell, ich konnte mich gar nicht mehr abfangen. Aber ich hatte Glück: Der Helm hat jetzt einen Riss, dafür hat mein Kopf nichts abbekommen. Und die Zähne sind zum Glück auch alle noch heil. Die Wunde unter der Lippe hat zwar furchtbar geblutet und musste genäht werden, aber sonst ist da nichts. Schön sieht’s halt nicht aus. Ich hab das im ersten Moment gar nicht mitbekommen, aber als ich nach Hause kam, ist meine Frau fast umgefallen und hat mich sofort in die Notaufnahme gefahren. Viel schlimmer ist die Hand.
- Was ist denn mit der Hand?
- Ich bin zuerst mit dem linken Handgelenk aufgekommen und dann erst mit dem Gesicht auf den Boden. Gebrochen ist zum Glück nichts, aber es ist ziemlich stark verstaucht. Ich kann die Hand überhaupt nicht bewegen.
- Ausgerechnet links! Hat man die Hand denn geschient?
- Ja, aber das ist eher zur Vorsicht – gebrochen ist ja nichts. Es ist einfach lästig, weil ich fast nichts allein schaffe. Meine Frau muss mir die Hemden zuknöpfen und das Brot schmieren – sogar die Zahnpasta drückt sie mir auf die Bürste.
- Na ja, gut, dass Sie jemanden haben. Tut es denn sehr weh?
- Es ist schon viel besser als am Anfang. Aber nachts, wenn ich mich aus Versehen auf die Hand lege, merke ich es noch. Die Ärztin meint, das braucht noch ein paar Wochen.
- Und die Arbeit? Geht das schon?
- Nein, bis Ende der Woche bin ich noch krankgeschrieben. Ab Montag probiere ich es wieder – ein Kollege holt mich ab, und am Computer kann ich zur Not mit rechts die Maus bedienen. Ich bin Grafiker, da geht schon einiges mit einer Hand. Und wenn es zu sehr zieht, mache ich die Übungen, die mir die Krankengymnastin gezeigt hat.
- Übertreiben Sie es aber nicht. Mit dem Handgelenk ist nicht zu spaßen.
- Nein, nein, ich bin vorsichtig. Das Fahrrad bleibt jedenfalls bis zum Frühjahr im Keller. Und Sie? Warum sind Sie heute hier?
- Ich habe seit dem Sommer Probleme mit dem Rücken, vor allem morgens. Ich gehe zwar schon zweimal die Woche zur Krankengymnastik, aber so richtig besser ist es noch nicht. Dr. Haas will heute noch mal schauen, ob er mich zum Orthopäden überweist.
- Oh, dann passen Sie auch gut auf sich auf. Gute Besserung, Frau Kessler!
- Danke, Ihnen auch, Herr Wiegand.

0 / 7 richtige Optionen

1

Herr Wiegand ist mit dem Fahrrad gestürzt.

✅ Herr Wiegand ist mit dem Fahrrad gestürzt.

Richtige Lösung: Richtig

Begründung: Herr Wiegand sagt: „Ich hatte einen kleinen Unfall mit dem Fahrrad.“ → Er ist mit dem Fahrrad hingefallen, also gestürzt.

Fallenanalyse: Herr Wiegand spielt den Unfall herunter: „Halb so wild“ und „Es sieht viel schlimmer aus, als es ist.“ Das klingt, als wäre gar nichts passiert. Aber einen Unfall mit dem Fahrrad hatte er.

Schlüsselwörter: „Unfall mit dem Fahrrad“ = mit dem Fahrrad gestürzt

2

Herr Wiegand hat sich an den Zähnen verletzt.

❌ Herr Wiegand hat sich an den Zähnen verletzt.

Richtige Lösung: Falsch

Begründung: Herr Wiegand sagt: „Und die Zähne sind zum Glück auch alle noch heil. Die Wunde unter der Lippe hat zwar furchtbar geblutet und musste genäht werden, aber sonst ist da nichts.“ → Verletzt ist die Stelle unter der Lippe. Den Zähnen ist nichts passiert.

Fallenanalyse: Frau Kessler vermutet: „Sie sind bestimmt aufs Gesicht gefallen“, und Herr Wiegand bestätigt das. Dazu kommen Blut, eine genähte Wunde und die Notaufnahme. Alles klingt nach einer Verletzung im Mund. Aber „die Zähne sind … alle noch heil“.

Schlüsselwörter: „die Zähne sind … alle noch heil“ / „unter der Lippe“ ≠ an den Zähnen

3

Herr Wiegand kann seine linke Hand nicht bewegen.

✅ Herr Wiegand kann seine linke Hand nicht bewegen.

Richtige Lösung: Richtig

Begründung: Herr Wiegand sagt: „Ich bin zuerst mit dem linken Handgelenk aufgekommen […]. Ich kann die Hand überhaupt nicht bewegen.“ Frau Kessler antwortet: „Ausgerechnet links!“ → Verletzt ist das linke Handgelenk, also kann er die linke Hand nicht bewegen.

Fallenanalyse: Die Seite „links“ steht beim Handgelenk, „nicht bewegen“ bei der Hand – ohne Seite. Man muss beide Sätze verbinden. Außerdem lenkt „Gebrochen ist zum Glück nichts“ ab – das klingt, als wäre es nicht so schlimm.

Schlüsselwörter: „mit dem linken Handgelenk aufgekommen“ + „Ich kann die Hand überhaupt nicht bewegen“ / „Ausgerechnet links!“

4

Die Hand von Herrn Wiegand wurde geschient.

✅ Die Hand von Herrn Wiegand wurde geschient.

Richtige Lösung: Richtig

Begründung: Frau Kessler fragt: „Hat man die Hand denn geschient?“ Herr Wiegand antwortet: „Ja, aber das ist eher zur Vorsicht – gebrochen ist ja nichts.“ → „Ja“ bestätigt: Die Hand wurde geschient.

Fallenanalyse: Nach dem „Ja“ folgt sofort „aber“. Wer bei „aber“ automatisch „falsch“ denkt, macht hier einen Fehler. Das „aber“ bezieht sich nur darauf, dass nichts gebrochen ist – nicht auf die Schiene.

Schlüsselwörter: „Hat man die Hand denn geschient?“ – „Ja“

5

Die Hand tut Herrn Wiegand nicht mehr weh.

❌ Die Hand tut Herrn Wiegand nicht mehr weh.

Richtige Lösung: Falsch

Begründung: Herr Wiegand sagt: „Es ist schon viel besser als am Anfang. Aber nachts, wenn ich mich aus Versehen auf die Hand lege, merke ich es noch.“ → Es geht ihm besser, aber nachts tut die Hand noch weh.

Fallenanalyse: „Schon viel besser“ klingt, als wäre alles wieder gut. Aber „besser“ heißt nicht „ohne Schmerzen“. „Merke ich es noch“ zeigt: Es tut noch weh. Auch die Ärztin sagt, dass es noch ein paar Wochen dauert.

Schlüsselwörter: „viel besser“ ≠ „nicht mehr weh“ / „nachts … merke ich es noch“

6

Herr Wiegand arbeitet bereits wieder.

❌ Herr Wiegand arbeitet bereits wieder.

Richtige Lösung: Falsch

Begründung: Herr Wiegand sagt: „Nein, bis Ende der Woche bin ich noch krankgeschrieben. Ab Montag probiere ich es wieder.“ → Im Moment ist er noch krankgeschrieben. Arbeiten will er erst ab Montag.

Fallenanalyse: Herr Wiegand erzählt genau, wie die Arbeit gehen soll: Der Kollege holt ihn ab, die Maus bedient er mit rechts, als Grafiker geht vieles mit einer Hand. Das klingt, als würde er schon arbeiten. Aber das alles ist erst ein Plan für nächste Woche.

Schlüsselwörter: „noch krankgeschrieben“ / „Ab Montag probiere ich es wieder“ = noch nicht

7

Frau Kessler muss zur Krankengymnastik.

✅ Frau Kessler muss zur Krankengymnastik.

Richtige Lösung: Richtig

Begründung: Frau Kessler sagt: „Ich habe seit dem Sommer Probleme mit dem Rücken […]. Ich gehe zwar schon zweimal die Woche zur Krankengymnastik, aber so richtig besser ist es noch nicht.“ → Wegen ihres Rückens geht Frau Kessler regelmäßig zur Krankengymnastik.

Fallenanalyse: Nach „zwar“ kommt „aber … noch nicht besser“. Das klingt negativ. Aber das „aber“ betrifft nur das Ergebnis, nicht die Behandlung. Außerdem spricht vorher Herr Wiegand über die Übungen seiner Krankengymnastin – wer die beiden verwechselt, wird unsicher.

Schlüsselwörter: „Ich gehe zwar schon zweimal die Woche zur Krankengymnastik“ = muss zur Krankengymnastik

Audio in dieser Übung wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

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