In der Bäckerei

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Sie hören nun ein Gespräch. Sie hören das Gespräch einmal. Dazu lösen Sie sieben Aufgaben.
Wählen Sie: sind die Aussagen Richtig oder Falsch.
Lesen Sie zuerst die Aufgaben. Dazu haben Sie 60 Sekunden Zeit.
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- Mira? Hey! Lange nicht gesehen. Was machst du denn um die Zeit hier – musst du nicht in der Werkstatt sein?
- Hi Jannik! Heute nicht, ich hab mir einen Tag freigenommen. Gestern war Prüfung.
- Ach stimmt, deine Mutter hat’s meiner erzählt! Und, alles bestanden? Dann bist du ja jetzt offiziell Mechatronikerin – Glückwunsch!
- Danke, aber nicht so schnell. Die Theorie hab ich hinter mir, sogar mit 1,7. Aber das Praktische kommt erst im Juni. Bis dahin heißt es: weiter üben.
- 1,7! Na, da brauchst du dir im Juni doch keine Sorgen zu machen. In der Werkstatt warst du doch immer die Schnellste.
- In der Werkstatt schon. Das Problem ist eher Herr Kaminski, mein Ausbilder. Der steht ständig hinter einem und kommentiert jeden Handgriff, als wären wir noch in der Grundschule. So was mag ich überhaupt nicht. Ehrlich, mit dem komme ich einfach nicht klar.
- Kaminski? Den kenn ich! Bei dem hab ich mal ein Ferienpraktikum gemacht. Der hat mich eine ganze Woche nur Werkzeug sortieren lassen – und am Freitag hat er gefragt, warum ich so langsam bin.
- Typisch. Na ja, das Problem Kaminski erledigt sich im Sommer. Aber dann kommt gleich das nächste Problem: Ich will endlich ausziehen. Ich bin zweiundzwanzig und schlafe immer noch in meinem Kinderzimmer mit Pferdepostern an der Wand. Wenn mir doch einer sagen könnte, ob ich in die Stadt gehen soll oder lieber hier im Dorf bleibe … Ich dreh mich da seit Wochen im Kreis.
- Stadt, ganz klar! Mit deiner 1,7 findest du da doch sofort was. Mein Cousin Felix sucht gerade eine Mitbewohnerin für seine WG in Freiburg. Altbau, hohe Decken, und die Straßenbahn fährt bis nachts um eins. Ich könnte mir dich da richtig gut vorstellen – du kochst gern, die anderen kochen gern … perfekt.
- Klingt nett, aber eine WG? Ich hab zu Hause schon zwei kleine Brüder, die bis Mitternacht Videospiele spielen. Ich will endlich mal meine Ruhe haben, eine Tür, die ich hinter mir zumachen kann, und Platz für meine Hündin Lotte. Also eher so etwas wie die kleine Einliegerwohnung bei Frau Gerber am Ortsrand. Die wird im Herbst frei.
- Bei der Gerber? Na ja … Schön ist es da schon. Aber so ruhig, wie du denkst, ist es da auch nicht – gegenüber ist der Bolzplatz, da wird bis zehn gekickt. Und hast du mal geschaut, wie du von da wegkommst? Der letzte Bus fährt um halb acht, und im Winter wird die Straße zum Ortsrand immer als Letzte geräumt. Mit dem Fahrrad zur Werkstatt brauchst du bei Schnee ewig.
- Hm. Daran hab ich ehrlich gesagt noch gar nicht gedacht.
- Oder – ganz andere Idee: Du bleibst einfach noch ein Jahr bei deinen Eltern, zahlst kaum Miete und legst dir was zur Seite. Dann kannst du dir später was Richtiges leisten. So hat’s meine Schwester auch gemacht, und jetzt hat sie eine Wohnung mit Balkon und Blick auf den Rhein.
- Darüber hab ich selbst auch schon nachgedacht – und meine Mutter sagt es mir jeden zweiten Tag. Klingt eigentlich vernünftig. Aber die Pferdeposter noch ein ganzes Jahr? Ich schlaf noch mal ’ne Nacht drüber.
Verkäuferin: Die Nächste, bitte!
- Oh, ich bin dran. Zwei Laugenbrezeln, bitte! … Jannik, schick mir doch mal die Nummer von deinem Cousin – nur für alle Fälle.
- Mach ich. Und viel Glück im Juni!

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1

Mira hat ihre Ausbildung gestern abgeschlossen.

❌ Mira hat ihre Ausbildung gestern abgeschlossen.

Richtige Lösung: Falsch

Begründung: Mira sagt: „Gestern war Prüfung.“ und „Die Theorie hab ich hinter mir, sogar mit 1,7. Aber das Praktische kommt erst im Juni.“ → Gestern hatte Mira nur die theoretische Prüfung. Die praktische Prüfung kommt erst im Juni, also ist die Ausbildung noch nicht abgeschlossen.

Fallenanalyse: Das Wort „gestern“ kommt im Text vor, und Jannik gratuliert schon: „Dann bist du ja jetzt offiziell Mechatronikerin – Glückwunsch!“ Auch „hinter mir“ und „1,7“ klingen nach einem Abschluss. Aber „das Praktische kommt erst im Juni“ zeigt: Es fehlt noch eine Prüfung.

Schlüsselwörter: „Die Theorie hab ich hinter mir“ / „das Praktische kommt erst im Juni“ ≠ „Ausbildung abgeschlossen“

2

Mira mag ihren Ausbilder nicht.

✅ Mira mag ihren Ausbilder nicht.

Richtige Lösung: Richtig

Begründung: Mira sagt: „Das Problem ist eher Herr Kaminski, mein Ausbilder. Der steht ständig hinter einem und kommentiert jeden Handgriff […]. So was mag ich überhaupt nicht. Ehrlich, mit dem komme ich einfach nicht klar.“ → Mira hat Probleme mit ihrem Ausbilder und kommt mit ihm nicht zurecht.

Fallenanalyse: „So was mag ich überhaupt nicht“ bezieht sich auf das Verhalten des Ausbilders, nicht direkt auf ihn. Entscheidend ist: „mit dem komme ich einfach nicht klar“. Außerdem lenkt Jannik mit seinem Lob ab („immer die Schnellste“) und erzählt seine eigene Geschichte mit Herrn Kaminski.

Schlüsselwörter: „Das Problem ist eher Herr Kaminski“ / „mit dem komme ich einfach nicht klar“ = mag ihn nicht

3

Für Mira ist es schwierig, sich für einen Wohnort zu entscheiden.

✅ Für Mira ist es schwierig, sich für einen Wohnort zu entscheiden.

Richtige Lösung: Richtig

Begründung: Mira sagt: „Wenn mir doch einer sagen könnte, ob ich in die Stadt gehen soll oder lieber hier im Dorf bleibe … Ich dreh mich da seit Wochen im Kreis.“ → Mira weiß nicht, wo sie wohnen soll, und denkt schon seit Wochen darüber nach.

Fallenanalyse: Vorher sagt Mira: „das Problem Kaminski erledigt sich im Sommer“ – ein Problem ist also bald gelöst. Danach: „Ich will endlich ausziehen.“ Das klingt entschlossen. Aber ausziehen will sie – wohin, weiß sie nicht. Der Konjunktiv „Wenn mir doch einer sagen könnte“ zeigt einen Wunsch, keine Lösung.

Schlüsselwörter: „das nächste Problem“ / „Wenn mir doch einer sagen könnte“ / „Ich dreh mich … im Kreis“ = es ist schwierig

4

Jannik würde gern in eine WG in Freiburg ziehen.

❌ Jannik würde gern in eine WG in Freiburg ziehen.

Richtige Lösung: Falsch

Begründung: Jannik sagt: „Mit deiner 1,7 findest du da doch sofort was. Mein Cousin Felix sucht gerade eine Mitbewohnerin für seine WG in Freiburg. […] Ich könnte mir dich da richtig gut vorstellen.“ → Jannik schlägt die WG für Mira vor. Dass er selbst dort wohnen möchte, sagt er nicht.

Fallenanalyse: „Stadt, ganz klar!“ und die begeisterte Beschreibung der Wohnung klingen nach Janniks eigenem Wunsch. Aber er sagt „Ich könnte mir dich da vorstellen“ und „findest du … sofort was“ – es geht um Mira, nicht um ihn.

Schlüsselwörter: „sucht … eine Mitbewohnerin“ / „Ich könnte mir dich da … vorstellen“ = Vorschlag für Mira

5

An der Wohnung bei Frau Gerber gefällt Mira, dass sie dort ungestört wäre.

✅ An der Wohnung bei Frau Gerber gefällt Mira, dass sie dort ungestört wäre.

Richtige Lösung: Richtig

Begründung: Mira sagt: „Ich will endlich mal meine Ruhe haben, eine Tür, die ich hinter mir zumachen kann, und Platz für meine Hündin Lotte. Also eher so etwas wie die kleine Einliegerwohnung bei Frau Gerber am Ortsrand.“ → Mira nennt, was ihr wichtig ist, und gibt dann die Wohnung bei Frau Gerber als Beispiel. Dort hätte sie ihre Ruhe.

Fallenanalyse: Jannik widerspricht: „So ruhig, wie du denkst, ist es da auch nicht – gegenüber ist der Bolzplatz.“ Das klingt, als wäre die Aussage falsch. Aber die Aussage fragt, was Mira an der Wohnung gefällt – nicht, ob Jannik recht hat.

Schlüsselwörter: „meine Ruhe haben“ / „eine Tür, die ich hinter mir zumachen kann“ = ungestört / „also eher so etwas wie“

6

Jannik macht auf die schlechte Verkehrsanbindung aufmerksam.

✅ Jannik macht auf die schlechte Verkehrsanbindung aufmerksam.

Richtige Lösung: Richtig

Begründung: Jannik sagt: „Und hast du mal geschaut, wie du von da wegkommst? Der letzte Bus fährt um halb acht, und im Winter wird die Straße zum Ortsrand immer als Letzte geräumt.“ → Jannik zeigt Mira, dass man vom Ortsrand schlecht wegkommt.

Fallenanalyse: Vorher hat Jannik über Freiburg gesagt: „die Straßenbahn fährt bis nachts um eins“ – also eine gute Verbindung. Außerdem beginnt er positiv: „Schön ist es da schon.“ Aber danach folgt mit „Aber“ die Kritik.

Schlüsselwörter: „Der letzte Bus fährt um halb acht“ / „als Letzte geräumt“ = schlechte Verkehrsanbindung

7

Mira beschließt, vorerst bei ihren Eltern zu wohnen.

❌ Mira beschließt, vorerst bei ihren Eltern zu wohnen.

Richtige Lösung: Falsch

Begründung: Mira sagt: „Klingt eigentlich vernünftig. Aber die Pferdeposter noch ein ganzes Jahr? Ich schlaf noch mal ’ne Nacht drüber.“ → „Eine Nacht drüber schlafen“ bedeutet: noch einmal in Ruhe nachdenken. Entschieden hat Mira sich noch nicht.

Fallenanalyse: Mira sagt: „Darüber hab ich selbst auch schon nachgedacht“, ihre Mutter rät dasselbe, und sie findet die Idee „vernünftig“. Das klingt wie eine Entscheidung. Aber gleich danach kommen „Aber …“ und „Ich schlaf noch mal ’ne Nacht drüber“. Am Ende fragt sie sogar nach der Nummer von Janniks Cousin.

Schlüsselwörter: „Klingt eigentlich vernünftig. Aber …“ / „Ich schlaf noch mal ’ne Nacht drüber“ = noch keine Entscheidung

Audio in dieser Übung wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.

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