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Deutsch
Aufgabe:
Sie und Ihr Gesprächspartner/Ihre Gesprächspartnerin kennen eine sehr nette Familie aus dem Ausland, die dringend Hilfe braucht. Die Kinder dieser Familie gehen zur Schule, können aber noch nicht so gut Deutsch sprechen. Sie möchten gemeinsam dieser Familie helfen und einen guten Plan für die Unterstützung der Kinder machen. Überlegen Sie sich, was alles zu tun ist und wer welche Aufgaben übernimmt. Sie haben sich schon eine kurze Liste gemacht.
Hilfe beim Deutschlernen:
1. Wer hat Zeit?
2. Welche Fächer?
3. Nachhilfe an welchen Tagen?
4. Vereinsaktivitäten für Kinder?
5. Spielnachmittage mit anderen Kindern?
TN1: Hast du gehört, dass die neue Familie aus Syrien in unserem Haus große Probleme mit Deutsch in der Schule hat?
TN2: Ja, Frau Hassan hat es mir gestern beim Einkaufen erzählt – die Kinder bekommen schlechte Noten und sind schon ziemlich traurig. Ich finde, wir sollen dieser Familie zusammen helfen und einen guten Plan für die Kinder organisieren – so haben sie eine richtige Chance in der Schule und integrieren sich besser. Was meinst du?
TN1: Ja, der Familie aktiv zu helfen ist eine perfekte Idee – die Kinder sind klug und brauchen nur regelmäßige Unterstützung mit der Sprache. Außerdem zeigen wir Solidarität und Integration in unserer Nachbarschaft. Wer von uns hat denn realistisch Zeit für die regelmäßige Hilfe?
TN2: Ich denke, wir machen das einfach – jeden einzelnen Tag nach der Schule sind wir beide drei Stunden mit den Kindern zusammen. So lernen die Kinder schnell Deutsch und sehen sofort große Fortschritte. Außerdem ist die intensive Methode immer am effektivsten. Was hältst du davon?
TN1: Da bin ich anderer Meinung. Jeden Tag drei Stunden ist viel zu viel für uns beide – wir haben unseren eigenen Job, eigene Familien und eigene Termine. Das ist nicht realistisch und wir werden schnell müde und unmotiviert. Ich schlage vor, wir teilen die Aufgaben fair – ich übernehme zwei Nachmittage pro Woche und du nimmst zwei andere Nachmittage. So bleibt die Hilfe regelmäßig, aber nicht zu intensiv für uns. Bist du damit einverstanden?
TN2: Ja, eine faire Aufteilung mit zwei Nachmittagen pro Person ist viel realistischer und nachhaltiger – so bleiben wir beide motiviert und können langfristig helfen. Außerdem haben die Kinder Variation mit zwei verschiedenen Lehrpersonen und das ist auch eine gute Methode. Und welche Schulfächer sollen wir denn konkret unterrichten?
TN1: Ich würde sagen, wir konzentrieren uns nur auf Mathematik – das ist ein universelles Fach mit Zahlen und braucht nicht so viel Sprache. So müssen die Kinder nicht so viel Deutsch verstehen und wir sehen schnelle Resultate. Außerdem sind wir beide gut in Mathematik aus unserer eigenen Schulzeit. Was meinst du dazu?
TN2: Ich sehe das ein bisschen anders. Nur Mathematik ist viel zu wenig – die Kinder haben Probleme mit allen Fächern, weil ihnen die deutsche Sprache fehlt. Ich schlage vor, wir konzentrieren uns vor allem auf Deutsch als Hauptfach und integrieren dabei auch Themen aus Mathematik, Sachkunde und Lesen. So lernen die Kinder Deutsch durch echte Schulthemen und das hilft direkt für alle Tests. Hast du eine andere Idee?
TN1: Ja, Deutsch als Hauptfach mit integrierten Themen aus anderen Fächern ist eine viel bessere Strategie – die Kinder lernen Deutsch durch konkrete Inhalte und das ist viel praktischer. Mit Lesen und Sachkunde verbessern sie auch ihren Wortschatz und die Grammatik gleichzeitig. Und an welchen konkreten Tagen sollen wir denn die Nachhilfe machen?
TN2: Ich denke, wir machen die Nachhilfe nur am Wochenende – Samstag und Sonntag haben wir mehr Zeit und sind nicht müde nach der Arbeit. So haben wir auch eine gute Atmosphäre für konzentriertes Lernen. Außerdem sind die Kinder auch entspannt am Wochenende. Was hältst du davon?
TN1: Hm, ich bin mir da nicht so sicher. Nur am Wochenende ist nicht regelmäßig genug – die Kinder vergessen alles in der Woche und haben keine Hilfe für die aktuellen Hausaufgaben. Ich schlage vor, wir machen die Nachhilfe an vier Wochentagen direkt nach der Schule – Montag und Mittwoch von 16 bis 17 Uhr bei mir, Dienstag und Donnerstag von 16 bis 17 Uhr bei dir. So bekommen die Kinder konstante Hilfe und können auch ihre täglichen Hausaufgaben sofort machen. Bist du damit einverstanden?
TN2: Ja, vier Wochentage direkt nach der Schule sind viel effektiver und konstanter für die Kinder – mit aktueller Hausaufgaben-Hilfe und einer festen Routine lernen sie viel schneller. Eine Stunde pro Tag ist auch eine optimale Konzentrations-Zeit für Kinder. Und sollen wir die Kinder vielleicht auch in einen Verein anmelden für andere Aktivitäten?
TN1: Ich würde sagen, wir konzentrieren uns nur auf die Schule und die Hausaufgaben – die Kinder haben jetzt schon genug Programm mit der Nachhilfe. Mit Vereinen wird alles zu kompliziert und die Eltern haben dafür keine Zeit. Außerdem sind Vereine auch ziemlich teuer. Was meinst du dazu?
TN2: Da bin ich anderer Meinung. Vereinsaktivitäten sind sehr wichtig für die soziale Integration der Kinder – sie lernen Deutsch automatisch durch das Spiel mit anderen Kindern und finden auch echte Freunde. Ich schlage vor, wir melden die Kinder in einem Sport-Verein und einem Musik-Verein an – Fußball oder Ballett für Bewegung und Musikschule für Kreativität. Außerdem sind viele Vereine für Migranten-Kinder günstiger oder sogar kostenlos. Hast du eine andere Idee?
TN1: Ja, Sport- und Musik-Vereine sind eine wundervolle Idee für die Integration der Kinder – mit anderen Kindern zusammen lernen sie Deutsch viel natürlicher und finden neue Freunde. Du übernimmst die Recherche und Anmeldung in den Vereinen, ich kümmere mich um die regelmäßige Nachhilfe und die Koordination mit den Eltern. Und sollen wir vielleicht auch Spielnachmittage mit anderen Kindern aus der Schule organisieren?
TN2: Ich denke, das ist überflüssig – die Kinder haben schon genug Aktivitäten mit der Nachhilfe und den Vereinen. Außerdem ist die Organisation von Spielnachmittagen sehr aufwendig für uns. Wir konzentrieren uns lieber auf das, was wir schon geplant haben. Was hältst du davon?
TN1: Ich sehe das ein bisschen anders. Spielnachmittage mit anderen Kindern aus der Schule sind sehr wichtig für echte Freundschaften und für das natürliche Deutschlernen – Kinder lernen Sprache am besten durch das Spiel mit anderen Kindern. Ich schlage vor, wir organisieren einmal pro Monat einen lustigen Spielnachmittag bei mir oder bei dir zu Hause – mit 4 oder 5 Kindern aus der Klasse, kleinem Snack und einfachen Spielen. So entstehen Freundschaften und die Kinder fühlen sich nicht mehr isoliert. Bist du damit einverstanden?
TN2: Ja, ein Spielnachmittag einmal pro Monat ist eine super Idee für die soziale Integration und echte Freundschaften – das ist ein realistischer Aufwand und die Kinder sind so glücklich. Mit einer Einladung von uns kommen auch die anderen Eltern positiv mit. Gut, ich glaube, wir haben jetzt alles geplant!
TN1: Ja, stimmt. Dann fassen wir kurz zusammen?
TN2: Also, wir haben uns auf Folgendes geeinigt:
Wer hat Zeit: ich nehme zwei Nachmittage pro Woche, du nimmst zwei andere Nachmittage – fair geteilt.
Welche Fächer: Deutsch als Hauptfach mit integrierten Themen aus Mathematik, Sachkunde und Lesen.
Nachhilfe-Tage: vier Wochentage direkt nach der Schule – Montag und Mittwoch bei dir, Dienstag und Donnerstag bei mir, von 16 bis 17 Uhr.
Vereinsaktivitäten: Anmeldung in einem Sport-Verein und einem Musik-Verein für Integration und Freundschaften.
Spielnachmittage: einmal pro Monat bei einem von uns mit 4 oder 5 Kindern aus der Klasse.
Aufgaben: du übernimmst die Recherche und Anmeldung in den Vereinen, ich kümmere mich um die Nachhilfe und Koordination mit den Eltern.
TN1: Super, so machen wir das! Die Hilfe für die Kinder wird ein wundervolles Projekt – mit Sprache, Sport, Musik und neuen Freundschaften haben sie eine echte Chance auf eine gute Integration. Ich freue mich schon!

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