Die neue Stelle in der Apotheke
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- Sevda, hier! Ich habe uns schon einen Platz am Fenster gesichert.
- Super, danke. Puh, endlich sitzen. Ich habe einen Cappuccino bestellt, du auch?
- Nein, heute nur Tee, ich hatte schon drei Kaffee. Erzähl mal: Wie ist die neue Stelle? Du bist jetzt seit zwei Wochen in der Apotheke, oder?
- Ja, ungefähr – ich habe ehrlich gesagt aufgehört zu zählen. Ich kenne noch nicht mal alle Namen im Team. Aber nächste Woche ist tatsächlich schon die vierte. Die Zeit vergeht so schnell!
- Wahnsinn. Und? Stehst du jetzt den ganzen Tag vorne und berätst Leute mit Kopfschmerzen?
- Das habe ich auch gedacht, bevor ich angefangen habe. Ich hatte sogar ein bisschen Angst davor, wegen der vielen Fachwörter. Aber im Moment bin ich fast nur hinten im Lager. Ich packe Lieferungen aus, sortiere die Medikamente in die Schubladen und kontrolliere das Haltbarkeitsdatum. Gestern ist mir ein ganzer Karton Hustensaft runtergefallen – zum Glück aus Plastik.
- Hauptsache, die Kollegen sind nett. Und wie kommst du hin? Die Apotheke ist doch am anderen Ende der Stadt.
- In der ersten Woche bin ich mit dem Bus gefahren, aber der war jeden Morgen so voll. Dann habe ich mir ein gebrauchtes Fahrrad gekauft, für 80 Euro. Ich fahre am Fluss entlang, das ist wunderschön. Na ja, wenn es so regnet wie gestern, nehme ich dann doch lieber wieder den Bus.
- 80 Euro! Mein Fahrrad hat damals dreimal so viel gekostet.
- Und bei dir? Du hast am Telefon was von einem Hund erzählt!
- Ja! Bruno! Er ist jetzt seit einem Monat bei uns. Eigentlich wollte meine Nachbarin uns ihren Hund geben, weil sie nach Spanien zieht. Wir hatten schon fast zugesagt, aber dann hat ihr Sohn gesagt, er nimmt ihn. Da waren wir ein bisschen traurig und sind am Wochenende einfach mal zum Tierschutzverein am Stadtrand gefahren. Da warten ganz viele Hunde auf ein neues Zuhause. Und da saß Bruno und hat uns angeschaut …
- Wie süß! Was für ein Hund ist das?
- Keine Ahnung, irgendeine Mischung. Er ist groß, braun und frisst Schuhe. Letzte Woche waren meine neuen Turnschuhe dran.
- Oh nein! Habt ihr denn genug Platz für so einen großen Hund? Eure Wohnung ist doch nicht so groß.
- Genau das sagt meine Freundin auch. Sie sucht jeden Abend im Internet nach einer größeren Wohnung, am liebsten mit Garten. Wir haben aber den Park direkt vor der Tür, und die Mieten sind im Moment einfach zu hoch. Ich habe ihr gesagt: Wir bleiben, wo wir sind.
- Mal sehen, wer gewinnt.
- Wahrscheinlich sie. Sag mal, hast du eigentlich schon feste Arbeitszeiten?
- Ja, zum Glück. Ich arbeite von Dienstag bis Samstag, und montags habe ich frei. Ich wollte eigentlich den Mittwoch haben, weil mein Yogakurs mittwochs vormittags ist. Aber meine Kollegin Frau Lehmann hat schon seit Jahren mittwochs frei, und die Chefin wollte daran nichts ändern. Jetzt mache ich Yoga eben abends.
- Montag frei ist doch super. Da ist überall weniger los.
- Stimmt. Da kann ich in Ruhe einkaufen und Termine machen.
- Hey, hast du Lust, am Wochenende mit Bruno und mir in den Stadtwald zu gehen? Er muss sowieso jeden Tag mindestens zwei Stunden raus.
- Am Wochenende? Oh je … Sonntag kommen meine Eltern zum Essen, da stehe ich den ganzen Tag in der Küche. Und samstags arbeite ich ja. Aber nur bis halb vier – so ab vier?
- Samstag um vier passt. Ich hole dich ab. Aber zieh alte Schuhe an!
- Mache ich!
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