Jung, ehrgeizig und selbstständig – eine Gründerin mit großen Plänen

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Schon mit fünfzehn Jahren hat Lena Kramer den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Heute leitet sie ein kleines Unternehmen und beschäftigt mehr als zwanzig Angestellte. Am Vormittag besucht sie jedoch – wie die meisten Jugendlichen – noch die Schule. Den Alltag zwischen Unterricht und Führungsverantwortung zu organisieren, ist für sie jedoch eine echte Herausforderung.
Während Gleichaltrige ihre Freizeit meist mit Sport, Freunden oder Einkaufen verbringen, geht Lena einen anderen Weg. Vormittags sitzt sie im Klassenzimmer, um sich auf das Abitur vorzubereiten, und abends arbeitet sie bis spät in der Nacht für ihre Firma.
Für sie bedeutet Unternehmertum vor allem eine neue Idee, Mut zum Risiko und großes Entwicklungspotenzial.
Inzwischen betreut ihr digitales Unternehmen über dreißig Auftraggeber im Bereich Online-Marketing, Tendenz steigend. Auch die Zahl der Mitarbeitenden wächst kontinuierlich, viele von ihnen sind deutlich älter als sie selbst. Trotzdem bleibt Lena eine Ausnahme: In Deutschland gründen nur wenige Frauen – und noch seltener Minderjährige – ein eigenes Start-up.
In jungen Unternehmen, so ihre Erfahrung, seien die Chancen für Frauen oft gerechter verteilt als in traditionellen Konzernen.
Bevor sie offiziell als Unternehmerin starten durfte, musste sie zahlreiche Hürden überwinden. Die zuständige Behörde verweigerte zunächst die Genehmigung für die Firmengründung.
Schon mit fünfzehn Jahren musste Lena Rechnungen schreiben, geschäftliche Verträge prüfen und Überweisungen ausführen – Aufgaben, die ihr zunächst nicht zugetraut wurden.
Auch bei Kunden spielt ihr junges Alter eine Rolle. Es ärgert sie, wenn man sie wegen ihres Alters nicht ernst nimmt.
Einerseits finden viele die Idee einer so jungen Gründerin beeindruckend, andererseits zweifeln manche an ihrer Professionalität. Lena hält dagegen: Die Zahlen ihres Unternehmens sprechen für sich, und sie scheut sich nicht, auch mit erfahrenen Geschäftspartnern zu verhandeln.
Für Lena steht fest, dass es ihr nicht nur um finanziellen Erfolg geht. Ein Teil der Gewinne fließt regelmäßig in soziale Projekte.
Gleichzeitig denkt sie bereits an ihre berufliche Zukunft. Geplant sind ein eigenes Büro, fest angestellte Teams und eine deutliche Umsatzsteigerung.
Was genau sie später studieren will, weiß sie noch nicht – sicher ist nur: Es soll etwas mit Wirtschaft zu tun haben.

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